Sonntag, 4. Dezember 2022

Herzen, Füße und ein Band voller Solidarität

Neues Laufbuch für HelpAge fördert internationale Hilfsprojekte

Wie ist es möglich, sportliche Betätigung und soziales Engagement auf einen Nenner zu bringen? Ein brandneuer Sammelband, geschrieben von rund 40 Läuferinnen und Läufern, gibt dazu 40 literarische Antworten – und macht ganz nebenbei Lust zur eigenen sportlichen Betätigung. Kurzum: Wer Erlebnisberichte, Trainings-, Lauf- und Ernährungstipps, nicht minder kleine Gedichte und jede Menge Informationen zur internationalen Entwicklungszusammenarbeit sucht, dürfte bei der Buchlektüre zufrieden sein.

Lange wird es mit dem neuen Band nicht mehr dauern. Bis zur letzten Novemberwoche kommt er in den Buchhandel. Er trägt den eher ungewöhnlichen Titel „Herz auf Füßen“. Inhaltlich ist es ein „Lauf- und Lesebuch“. Erhältlich sein wird es zukünftig im Buchhandel, beim Geest-Verlag und im Rahmen eines umfangreichen Lesungs- und Kulturprogramms. Eng verbunden sind das Buch wie der anschließende Veranstaltungsreigen mit einer Unterstützung der internationalen Hilfsorganisation „HelpAge“, deren Projekten der Erlös des Sammelbandes komplett zugutekommt.


Laufen als körperliche wie mentale Herausforderung

Inhaltlich präsentieren die beiden Herausgeber, es sind der langjährige HelpAge-Geschäftsführer Lutz Hethey und der Autor dieses Beitrags, ein, so hoffen sie zumindest, recht vielfältiges Werk. Das Thema „Laufen“, das alle Beiträge miteinander verbindet, wird sowohl als körperliche wie auch als mentale Herausforderung beschrieben. Das Ungewöhnliche: Soziales Engagement und Mitmenschlichkeit werden, Beitrag für Beitrag, zu einem engen Zusammenhang miteinander verknüpft.

Zusammengetragen wurden gut 40 Kurzgeschichten, Gedichte, Lauf- und Reiseberichte, bei denen es sich in besonderer Weise um Völkerverständigung, Toleranz, Hilfsbereitschaft und um ein solidarisches Miteinander handelt.

Erlebnisse und Gefühle werden in jedem einzelnen Beitrag in treffende Worte gefasst: Beschrieben wird beispielsweise, was von Menschen empfunden wird, sobald sie entweder alleine laufen oder gemeinsam mit anderen. Anhand konkreter Beispiele wird darüber berichtet, wie es sich anfühlt, sich für andere Menschen einzusetzen. Dargestellt wird, was es bedeutet, sich auch mental für einen langen Lauf zu überwinden, Ziele zu erreichen, Bewegungsfreude, Leid, aber auch wohltuenden Gemeinschaftsgeist zu empfinden.

Zwei „Oma-Läufer“ als Herausgeber: Lutz Hethey (links) und Heiko Schulze (rechts). Foto: HelpAge Deutschland

Jede Oma zählt!

Eine enge Verbindung mit unterschiedlichen Kultur- und Lebensbereichen ist ein weiterer wichtiger Leitgedanke des Buches.  Viele der Autorinnen und Autoren haben sich, wie die beiden Herausgeber, seit langem oder auch ganz frisch der Laufgruppe „Jede Oma zählt“ angeschlossen. Allein in Osnabrück umfassen die „Omas“ eine gut dreistellige Anzahl an Läuferinnen und Läufern. Verbunden mit den Lauferlebnissen wird das  facettenreiche Engagement von Autorinnen und Autoren, die sich allesamt für Integration, gegen Krieg, Vertreibung, Klimawandel und für die Bekämpfung der Armut in der gemeinsamen Welt einsetzen wollen.

Ergänzt werden die Beiträge durch die sehr eindrucksvoll erzählten Geschichten zweier Großmütter aus Tansania, die sich in ganz anderen Lebenssituationen mit großen Herausforderungen auseinandersetzen müssen, um sich und ihre meist kleinen Schutzbefohlenen mit großer Kraft durch den Alltag zu bringen.


Lesungsreihe steht an

Alle Buchbeiträge, die aus ganz Deutschland bei den Herausgebern eingetrudelt sind, bilden wiederum den Anlass für den zweiten, fast noch wichtigeren Aspekt der Buchpräsentation: Lesungen sind geplant! Gelesene oder gehörte Sprache transportiert im Originalton die Inhalte des Bandes. Nicht umsonst ergehen die Botschaften des Buches direkt aus der Friedensstadt Osnabrück heraus. Nicht zufällig steht im nächsten Jahr das großen Friedensjubiläum an: Vor 375 Jahren wurde dann in Osnabrück und Münster der Dreißigjährige Krieg beendet. Bis heute bleibt dieser Friedensschluss eine dauerhafte Verpflichtung, Frieden und Toleranz weltweit zu wahren. Diesem Auftrag dürfte angesichts des furchtbaren, von Putin entfachten Krieges in der Ukraine eine besondere Bedeutung zukommen.

Das Buch geht deshalb gewissermaßen auf Reisen, um vernommen zu werden. Das jeweilige Publikum darf Lesungen erwarten, die unterschiedlichen Zielgruppen mit geeigneten Texten präsentiert werden. Angesprochen dafür sind junge wie ältere Menschen. Schon über 20 Veranstaltungen sind in Schulen oder anderen Veranstaltungsorten geplant. Ein künftiger Podcast in der OR gehört naturgemäß schon früh zum Kennenlernprogramm des Sammelbandes.

Bitte vormerken: Am 13. Dezember wird das ambitionierte Veranstaltungsprogramm mit einem Auftritt der renommierten Schauspielerin Hannelore Hoger im Osnabrücker Blue Note seinen Auftakt erleben. Angesichts der erwarteten Nachfrage sollte Eile bei der Anmeldung angesagt sein. Mehr dazu – und natürlich weitere Infos zum Buch vernimmt man/frau hier: https://www.helpage.de/mitmachen/fuer-laeufer-innen/herz-auf-fuessen

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