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Nicht schlecht, Herr Specht!

Liebe OS-Kids

„Nicht schlecht, Herr Specht!“,

Vielleicht habt ihr diesen Spruch schon mal irgendwo gehört? Das heißt so viel wie: „gut gemacht“ oder „alle Achtung“, kurz einfach: „cool“ oder „nice“ und hat gar nichts mit dem eigentlichen Namensgeber, dem Specht, zu tun. Höchstwahrscheinlich ist die Herkunft des Spruches ganz schlicht und einfach auf den guten Reim zurückzuführen (schlecht – Specht).

Schwarzspecht
Schwarzspecht
Grünspecht

Ein Specht ist ein Vogel. Obwohl er – sogar ziemlich laut – rufen und sogar singen kann, gehört er nicht zu den Singvögeln, sondern zu einer eigenen Art, zu der, der Spechtvögel. Das sind, wie ich gerade selbst erstaunt gelesen habe, 28 Gattungen und mehr als 200 Arten. Eine ziemlich große und laute Verwandtschaft ist das! Natürlich leben die nicht alle bei uns, sie sind verteilt auf sehr viele Länder der Welt. Das ist wohl auch gut so, denn stellt euch mal ein Familientreffen von allen circa 200 Arten vor! Jeder will mit dem Kopf durch die Wand – oder zumindest durch das Holz. Und geschrien wird natürlich auch. Von der Lautstärke her würde das jedes Rockkonzert der Welt in den Schatten stellen. Tock – Tock`n Roll sozusagen, hihi.

Zurück zu den echten Fakten.

Buntspecht
Buntspecht

Der bekannteste und häufigste Specht bei uns ist der Buntspecht. Er ist ein richtiger Hingucker, mit seinem bunten Gefieder fällt er einem sofort ins Auge. Und wer ihn nicht sieht, nun, der kann ihn ganz sicher hören. Tocktock tocktock tocktock
Er hämmert eigentlich fast andauernd. Entweder richtet er sich eine neue Bruthöhle ein oder er sucht so nach Insekten, die im Holz der meist schon abgestorbenen Bäume wohnen. Sein oder (beim weiblichen Tier) ihr Klopfen dient auch dazu einen Partner oder eine Partnerin anzulocken, zwecks gemeinsamer Familienplanung mit Bau eines gemütlichen Eigenheims. Vorzüglich Baumhöhle.

Bis zu 20 Schläge pro Sekunde soll ein Specht schaffen, immer mit voller Wucht mit dem Schnabel gegen hartes Holz. Wieso bekommt der Specht eigentlich keine Kopfschmerzen? Nun, Spechte sind eben echte Spezialisten. Die Muskeln um den Schädel wirken wie eine Art Stoßdämpfer und auch sonst ist sein Körperbau perfekt seiner Lebensweise angepasst, also; lieber nicht nachmachen! 😉

Und was ist nun mit den armen Bäumen?

Klopfspuren Specht
Klopfspuren Specht
Spechthöhlen
Spechthöhlen
Fantasiespecht
Tijo Specht

Die gehen doch kaputt durch die ganze Hämmerei. Ist das denn eigentlich in Ordnung? – Ja, natürlich! Spechte sind sogar sehr nützlich, sie erkennen Käfer- und Parasitenbefall, somit also kranke Bäume. Sie sind sozusagen die Wald-Aufräumkompanie ersten Grades. Und da Spechte sehr fleißige Hand- beziehungsweise Schnabelwerker sind, bauen sie immer mehr Höhlen, als sie selber brauchen. Nachmieter lassen nicht lange auf sich warten. Viele andere Tiere, wie beispielsweise Meisen, Hohltauben, Waldmäuse, Fledermäuse, Bienen, Eichhörnchen und sogar kleine Käuze, beziehen liebend gerne eine Spechthöhle. Manche von ihnen sind sogar darauf angewiesen. Sozialer Wohnungsbau in seiner ureigensten Form. Wirklich, nicht schlecht, Herr oder Frau Specht!

Ich bin jedenfalls großer Fan von diesen beeindruckenden und wunderschönen Vögeln! Deswegen habe ich mir ein neues Fingerspiel überlegt. Fest und laut klopfen, das könnt ihr sicher auch. Klickt auf das Video und klopft mit! – Keine Sorge, natürlich mit den Fingern! 😊
Jannat, 8 Jahre, zeigt euch wie es geht.

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Bleibt neugierig, fröhlich, gesund und munter!

Eure Tina Birgitta Lauffer

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