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Montag, März 1, 2021

Umweltforum sucht neues Domizil

Die Natur- und Umweltschutzverbände in Stadt- und Landkreis Osnabrück brauchen ein neues Domizil

Seit 1985 gibt es kontinuierlich ein verbandlich geführtes Naturschutzzentrum in Osnabrück. Dieses fungiert als zentrale Anlaufstelle für Bürgerinformation, Umweltbildung und als Geschäfts­stelle maßgeblicher Verbände im Umweltbereich. Dieses war zunächst in nicht benötigten Räumlichkeiten der Jellinghausschule in Osnabrück beheimatet. Nach einer Eigenbedarfs­kündigung im Jahr 1996 durch die Stadt Osnabrück wurden mit dem so­genannten „Ökohaus“ im Außenbereich des Museums am Schölerberg neue Räumlichkeiten gefunden, die durch umfangreiche Umbaumaßnahmen mit großem ehrenamtlichen Engagement unter finanzieller Unterstützung durch Sponsoren und die Stadt Osnabrück hergerichtet wurden.

An diesem Standort gab und gibt es mehrere positive Synergieeffekte. So bietet allein schon die direkte Nachbarschaft zum Naturkundemuseum und zum Zoo große inhaltliche Anknüpfungs­punkte. Sehr positiv ist auch die infrastrukturelle Anbindung an das Museum zu bewerten. So konn­ten in der Vergangenheit die Räumlichkeiten des Museums für Bildungs­veranstaltungen (Vorträge, Seminare, Tagungen, …) der Verbände genutzt werden.

Dieses Naturschutzzentrum hat sich in den letzten 25 Jahren zu einer festen Institution als Anlaufstelle für die Osnabrücker aus Stadt und Landkreis erwiesen.

Aktuelle Situation

Ende 2020 wurde der Mietvertrag für die Räumlichkeiten im „Ökohaus“ des Museums seitens der Stadt Osnabrück – erneut aufgrund von Eigenbedarf des Museums am Schölerberg – zum Ende des Jahres 2022 gekündigt.

Als Dachverband der Osnabrücker Umweltverbände ist das Umweltforum Osnabrücker Land e.V. nun gezwungen sich rechtzeitig nach Alternativen für sich und seine Mitgliedsverbände um­zusehen.

Perspektiven- und Standortsuche

„Die aktuelle Situation zwingt uns einerseits nach Alternativen zu suchen, bietet andererseits aber auch neue Möglichkeiten und Chancen“, so Andreas Peters, der 1. Vorsitzende des Verbandes.

Vorstellbar wäre beispielsweise, dass sich weitere Verbände beteiligen und Interesse an Büros und Gemeinschaftsräumen haben als in der bisher räumlich sehr begrenzten Situation (derzeit teilen sich BUND, NABU und Umweltforum das Naturschutzzentrum).

„Was die Lage und den Zuschnitt der zukünftigen Räumlichkeiten angeht, gibt es keine grundsätzliche Vorfestlegung“, heißt es weiter.

Anforderungen an ein neues Natur- und Umweltschutzzentrum

Konkret benötigen die Natur- und Umweltschützer Büroflächen (ab 30  m²), Werkstatträume (mind. 20 m²), Lagermöglichkeiten (mind. 20 m²) und einen Besprechungs/Seminarraum für mindestens 25 Teilnehmer. Die Lage sollte möglichst stadtnah sein und über eine gute ÖPNV-Anbindung verfügen.

„Wir sind jetzt dabei erste Kontakte aufzunehmen und hoffen sehr auf breite Unterstützung aus Politik, Verwaltung, von Stiftungen und der Öffentlichkeit. Wir freuen uns über jedes Angebot, ob nun Pacht, Miete, Kauf oder gerne auch Schenkung“, so Peters abschließend.

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