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Samstag, Oktober 16, 2021

Welthundetag – unsere besten Freunde

Liebe Os-Kids,

heute ist Welthundetag, der perfekte Zeitpunkt für einen Artikel über den sogenannten besten Freund des Menschen. Vielleicht wohnt in eurem Haushalt ja sogar auch ein Hund? Gleich nach Katzen sind Hunde die beliebtesten Haustiere in Deutschland, mit über 10 Millionen Tieren. Manche Leute meinen sie wären „Hundemenschen“ und andere bezeichnen sich eher als „Katzenfreunde“, aber es gibt und geht auch beides. In meinem Zuhause gibt es seit über 20 Jahren immer mindestens ein hundeartiges Familienmitglied und Katzen gehören sowieso dazu. Dass beide Arten sich oft nicht mögen, liegt daran, dass sie einander missverstehen. Sie sprechen andere (Körper)Sprachen. Wenn ein Hund mit dem Schwanz wedelt, ist das ein Ausdruck der Freude, bei Katzen bedeutet es das genaue Gegenteil.

Stellt euch vor, ihr trefft jemanden, in dessen Sprache unser „nein“ „ja“ heißt, ihr würdet euch gegenseitig schnell für total Banane im Kopf halten. Wenn ihr euch aber ständig aufs Neue mit Offenheit und Neugier begegnen würdet, dann käme irgendwann der Augenblick des Verstehens. So von wegen „der/die steht ja gar nicht auf der Leitung und will mich nicht absichtlich ärgern“, ab diesem Moment kann eine richtig gute Freundschaft entstehen. Die Betonung liegt aber auf „kann“, denn natürlich haben auch unsere Vierbeiner das Recht sich ihre (Fell)Freunde auszusuchen. Mit viel Geduld der Zweibeiner ist aber fast alles möglich. Unsere Tiere verstehen sich zum Glück bestens. Was sind denn eure Erfahrungen? Und seid ihr eher Team Hund, Team Katze oder so wie ich beides?

Geschichte

Es gibt um die 400 offiziell anerkannte Hunderassen, wahrscheinlich gibt es aber noch einige hunderte mehr. Wie unterschiedlich sie auch sein mögen, klein, groß, zotteliges oder glattes Fell, ihnen allen gemeinsam ist die Abstammung vom Wolf. Das ist quasi der Ur-Ur-und noch abertausende Mal mehr Ur- Opa von allen. Wann genau sich der Ur-Wolf-Hund dem Menschen angeschlossen hat, ist nicht bekannt, aber durch Forschende der Menschheitsgeschichte kommen jedes Jahr mehr spannende Fakten und Erkenntnisse ans Licht. Fakt ist in jedem Fall, Hunde begleiten Menschen als sogenannte Nutztiere schon lange Zeit, mindestens 10000 Jahre. Sie sind und waren unsere treuen Begleiter und Beschützer. Die meisten Hunde sind heute Familienmitglieder mit Pfoten und der Lizenz zum Spielen und Faulenzen. Doch Achtung, manche vergessen dabei, dass sie eben Hunde bleiben und deswegen andere Bedürfnisse haben als wir Menschen, aber mehr dazu später im Abschnitt Hundeschule.

Aufgaben sind wichtig

Hunde sind Rudeltiere, sie brauchen einen festen Platz in ihrer Gruppe und am liebsten eine passende Aufgabe, durch die sie Anerkennung bekommen. Man kann ihnen je nach Rasse und Charakter ziemlich viel beibringen. Auch heute leisten sogenannte Arbeitshunde wichtige Dienste.

Hier mal einige Beispiele:
Blindenhunde: führen Menschen, die nichts sehen können, sicher durch die Stadt
Polizeihunde: sie helfen bei der Jagd nach Verbrechern
Spürhunde: können alles mögliche finden und erschnüffeln, besonders wichtig ist der Einsatz bei der Suche nach verschütteten oder vermissten Personen, es gibt sogar Hunde die Krankheiten erschnüffeln können
Hirtenhunde: sie passen auf große Nutztierherden auf, wie beispielsweise Schafe, und/oder treiben sie auf die nächste Weidefläche
Jagdhunde: helfen Jägern Wild aufzuspüren
Schlittenhunde: ziehen Schlitten mit Lasten und Menschen (Tradition bei einigen indigenen Völkerstämmen in den Polarregionen) über Schnee und Eis, heute werden sie allerdings oft durch Motorschlitten ersetzt, also ist Hundeschlittenfahren mittlerweile mehr eine Art Freizeitsport, soll übrigens ein Hobby eines gewissen Herrn Santa Claus sein 😉
Wachhunde: sie bewachen und beschützen Eigentum und Menschen

Seit einiger Zeit gibt es sogar Lesehunde. Lesehunde? Na nu, können Hunde tatsächlich lesen lernen? Was meint ihr? Die Antwort ist natürlich nein. Sie heißen so, weil Kinder ihnen vorlesen dürfen und die Kinder, die sich vorher vielleicht etwas schwer damit taten, in vielen Fällen tatsächlich besser lesen lernen. Tolle Sache, wie ich finde! Das waren nur einige Beispiele, es gibt noch sehr viel mehr Bereiche, in denen Hunde eingesetzt werden. Überlegt doch mal, was fällt euch spontan ein?

Hundeschule

Wer einen klugen und ausgeglichenen Hund haben möchte, geht mit ihm in eine Hundeschule. Am besten geschieht das noch im Welpenalter. Welpe ist die Bezeichnung für ein Hundebaby, solange es noch Milchzähne hat. Aus dem Welpen wird mit ca. einem halben Jahr ein Junghund, bis er dann mit ca. einem Jahr (je nach Rasse) ausgewachsen ist. Besonders dieses erste Jahr ist aufregend und nicht selten anstrengend für den Hund und seine Familie. Es heißt dann Zusammenwachsen, im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Hundetrainerin oder ein Hundetrainer, so heißen die Lehrer in der Hundeschule, helfen dabei gerne.

Natürlich wird in so einer Hundeschule nicht geschrieben oder gerechnet, aber es wird einiges gelernt und zwar auf beiden Seiten der Leine. Das ist wichtig, damit jede/r die Bedürfnisse des anderen richtig versteht und das nicht wie anfangs im Beispiel mit den Katzen erwähnt in die Hose, beziehungsweise tief ins Fell geht. Das hätte nämlich zur Folge, dass man, wenn der Hund gerufen wird, nur noch grad eben sein Rückenfell zu sehen bekommt, bevor er um die Ecke flitzt. Im schlimmsten Fall läuft er auf die Straße. Wie gefährlich so etwas ist, wisst ihr ja. Es ist also überaus wichtig, dass der Hund kommt, wenn er gerufen wird. Das und andere wichtige Regeln zum Leben mit und in der Menschenwelt lernen Hunde in einer Hundeschule. Demnächst folgt zum Thema Hundeschule noch ein Extrabericht, ich werde nämlich eine für euch besuchen. Das wird sicher spannend!

Supersinne

Bei den Augen sind wir Menschen, außer wenn es dunkel wird, etwas im Vorteil. Hunde nehmen zwar viel schneller Bewegungen war, aber Einzelheiten können wir besser sehen; in der Entfernung sowieso. Doch beim Gehör kommen wir mit unseren fest am Kopf sitzenden Ohrmuscheln nicht weit. Hunde können ihre Ohren in Richtung des Geräuschs drehen und es so viel besser orten. Mein Hund hat zwar Schlappohren, aber auch er hat Superohren, egal wo eine Chipstüte raschelt, innerhalb von zwei Sekunden ist er am Ort des Geschehens.

Der absolute Supersinn und unschlagbar für uns Zweibeiner ist die Hundenase. Mit ca. 300 Millionen Riechzellen ist sie ein wahres Superorgan. Sie kann sogar „stereo-riechen“, das heißt links und rechts verschiedene Dinge zur gleichen Zeit, krass oder? Sie riechen genau, wer da gerade am Kühlschrank steht und wo jemand war oder bei wem. Überlebenswichtig ist die Supernase für den Haushund natürlich nicht mehr, denn er wird ja hierzulande für gewöhnlich gut versorgt, doch das war ganz sicher nicht immer so. Riechen war und ist für den Wolf und Wildhunde wichtig, denn wer keine Beute findet, muss hungern. Wölfe riechen Beutetiere übrigens mehrere Kilometer weit. Auch im Auftrag von uns Menschen sind etliche Supernasen als Spürhunde unterwegs. Ein Lawinenhund beispielsweise kann bis zu 8 Meter unter einer geschlossenen Schneedecke riechen und so Menschenleben retten. Auch bei Erdbeben kommen Spürhunde zum Einsatz. Richtig echte Superhelden sind das!

Auch unabhängig von Augen, Nase und Ohren; mit ihren treuen Herzen machen Hunde so manches Leben leichter und schöner. Es kommt noch besser, denn laut offizieller Studien weiß man, dass Hundehalter gesünder sind und sogar angeblich länger leben sollen. Ob das wirklich stimmt, kann ich euch nicht hundertprozentig sagen, aber aus eigener Erfahrung sage ich: mein Hund schenkt meinem Leben in jedem Fall eine extra Portion Glück und Zufriedenheit. Vor allem jetzt bei unseren Spaziergängen durch den wundervoll kunterbunten Herbstwald.

Ob mit oder ohne Hund, bleibt gesund und fröhlich!

Eure Tina Birgitta Lauffer

 

 

 

 

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