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Tina Birgitta Lauffer: „Süßes oder Saures?“

Liebe Os-Kids,

bei der Frage „Süßes oder Saures?“ wählen die meisten Leute, wenn es um die Geschmacksrichtung geht, wahrscheinlich süß. Wir Menschen haben einfach von Natur aus eine Vorliebe für Süßes. Schon unsere Vorfahren liebten reife Früchte, die viel Fruchtzucker, aber auch jede Menge wertvolle Vitamine haben. Die Muttermilch für Babys ist und war übrigens auch schon immer süß. Was süß ist, liefert dem Körper meistens viel schnell verfügbare Energie. Heutzutage leider oft mehr, als gebraucht und verbraucht wird. Wenn das der Fall ist, kann man sogar trotz Superpower richtig schlapp und müde werden. Deswegen ist Süßes erlaubt und ok, aber eben lieber in Maßen, also nicht zu viel auf einmal.
Das Wort „süß“ wird übrigens auch für oder anstelle von „niedlich“ verwendet.

Halloween

Nun zu Saurem; „Sauer macht lustig“, behauptet ein bekannter Spruch. Das kommt sicher darauf an, ob man der/diejenige ist, die in eine Zitrone beißt, oder der/diejenige, die über den lustigen Gesichtsausdruck hinterher lachen darf, oder wie seht ihr das? Das Wort „sauer“ wird außerdem noch verwendet, wenn sich jemand richtig ärgert; er oder sie ist dann sauer auf etwas oder jemanden. Das kennt ihr sicherlich! Und dann gibt es da ja noch saure Milch, aber die springt natürlich nicht im Tetrapack aus dem Kühlschrank und schimpft, in dem Fall steht „saurer“ einfach für „schlecht geworden“ und „ungenießbar“.

Zitrone Tijo

Halloween

Wenn heute, also am 31. Oktober, „süßes oder saures“ gerufen wird, weiß mittlerweile jeder sofort, was gemeint ist. Denn heute ist Halloween. Kleine Monster, Gespenster und Kobolde laufen durch die Straßen und klingeln an den Türen der Nachbarschaft. Wer nicht möchte, dass die grusligen Gestalten sauer um Haus und Garten spuken, gibt ihnen Süßes, also Süßigkeiten. Kleine Monster werden damit erfahrungsgemäß schnell wieder zahm und ziehen friedlich von dannen. Die allermeisten Monsterchen haben einen Heidenspaß und auch dieses Wort passt gut zum Tag. Manche Menschen mögen diesen Spuk nämlich überhaupt nicht, denn der 31. Oktober ist ein wichtiger evangelisch christlicher Feiertag, nämlich der Reformationstag. Seit zwei Jahren ist der Reformationstag auch bei uns in Niedersachsen ein arbeits- und schulfreier Tag, weil heute (leider) Sonntag ist, fällt das aber nicht auf. Leute mit evangelischem Glauben haben seit langer Zeit (einige Jahrhunderte sogar) – für sie – wichtige Traditionen an diesem Tag, wie beispielsweise in die Kirche zu gehen. Halloween, mitsamt seinen Monstern, ist in diesem Fall natürlich ziemlich unpassend. Zum Glück kann heutzutage jeder seinen Tag so gestalten wie er oder sie das für richtig hält. Das sollten evangelische Christen und auch kleine Monster akzeptieren.

Kürbishund

Ursprung von Halloween

Wo und wann Halloween zum ersten Mal gefeiert wurde, kann man gar nicht mehr so genau feststellen. In den USA ist es schon sehr lange Tradition und besonders bei Kindern beliebt. Wahrscheinlich kam es mal aus dem christlich katholisch geprägten Irland. Die Iren hatten jedenfalls ihre alten Lagerfeuer-Geschichten im Gepäck, als sie einst zu Tausenden nach Amerika auswanderten. Am Vorabend des christlichen Fest- und Feiertages Allerheiligen wurde von ihnen begonnen zu feiern. Ein ausgehöhlter leuchtender Kürbiskopf spielte dabei eine besondere Rolle. 

Kürbisse Halloween
gefunden auf dem Hof Löbke

Der Name Halloween kommt von „All Hallows`Eve“, verkürzt für im Englischen „Abend vor Allerheiligen“. Der überwiegende Teil der Einwohner von Nordamerika übernahm diesen Brauch. Doch auch in den USA gibt und gab es nicht nur Freunde dieses Festes. Manche sehr religiöse Leute sagen auch dort, es wäre nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar, wenn man Monster und Kobolde feiert und dass Allerheiligen außerdem ein Fest der Stille sei. Andere wiederrum unterstützen das Fest und meinen, dass gerade durch den Krach echte böse Geister verschreckt werden. Wie und woran auch immer die Menschen glauben oder nicht, die allermeisten Leute lieben Halloween, einfach deshalb, weil es total verrückt und lustig ist und vor allem Kindern jede Menge Spaß macht. Deswegen bekommt es wohl auch hierzulande von Jahr zu Jahr immer mehr Fans. Vielleicht gehört ihr ja dazu?

Hier ist noch ein Bild zum Mitmachen. Wie viele Kürbis-Vögel könnt ihr erkennen?

Habt Spaß, bleibt gesund und fröhlich!

Eure Tina Birgitta Lauffer

 

 

 

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