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Montag, August 2, 2021

Zweisprachige Lesung: „Die Nacht von Lissabon“

Zweisprachige Lesung mit Erläuterung und Diskussion

In seinem vorletzten und 1962 erschienenen Buch „Die Nacht von Lissabon“ schildert Erich Maria Remarque das Gespräch zweier Flüchtlinge vor dem Naziregime in einer Bar im Hafen von Lissabon vor dem Hintergrund einer möglichen Schiffspassage in die rettenden USA.

Am Sonntag, 6. Juni, stellen um 11 Uhr Marla Andrade und Claudia Junk einzelne Passagen des Romans in portugiesischer und deutscher Sprache im Saal der Lagerhalle, Rolandsmauer 26, vor. Der namenlose Ich-Erzähler steht im Jahre 1942 nachts am Kai von Lissabon und starrt auf ein im Hafen liegendes Schiff. Er will mit seiner Frau Ruth in das rettende Exil nach Amerika flüchten, hat jedoch weder einen Pass noch das nötige Visum. Ein Fremder spricht ihn an und bietet ihm zwei Schiffskarten und die nötigen Papiere. Dafür haben will er nichts, nur seine Lebensgeschichte, die Geschichte eines verfolgten Exilanten, will er dem Ich-Erzähler berichten.

In Dialogform berichten die Figuren von ihrer durch das Exil zerstörten Identität und erzählen damit die reale und persönliche Geschichte Remarques. Sie ergänzen sich in ihren Äußerungen über die Erinnerungen, das Festhalten, die Vergänglichkeit und die Gespaltenheit ihrer Person. An Gott und dem Sinn des Lebens zweifeln sie, doch die Liebe hat sie in harten Zeiten stets überleben lassen. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 5 Euro, KUKUK.

Tickets im Vorverkauf und Informationen zu den Corona-Regelungen sind unter www.lagerhalle-osnabrueck.de zu finden.
Veranstalter ist das Büro für Friedenskultur der Stadt Osnabrück in Kooperation mit dem Erich Maria Remarque-Friedenszentrum und der Lagerhalle e.V.
Weitere Informationen zum Festival: www.me-we-os.de, Tel.: 0541/323-3210; E-Mail friedenskultur@osnabrueck.de

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