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Osnabrück
Montag, August 2, 2021

„So geht Zukunft“ – Klimanetzwerk Osnabrück veranstaltete im Haus der Jugend einen bunten Abend

Was sind das für Wesen, diese Homo Sapiens?

Mars (gesprochen von Dirk Butz) trifft Erde (Maria Tralle) und fragt nach ihrem Befinden.

„Ach, wie soll´s mir schon gehen, ich habe Homo Sapiens“

Mars antwortet nicht, dass das bestimmt bald vorbei geht, sondern fragt interessiert, um was es sich genau bei „Homo Sapiens“ handelt. Eigentlich sind es doch ganz interessante Wesen, die sich aber entgegen der eigenen Meinung, vernunftbegabt zu sein, ziemlich dumm verhalten. Sie verbrennen Kohle und Erdöl, verseuchen die Meere mit Gülle und Plastik. Nein, damit möchte Mars sich auf keinen Fall anstecken. Er hält den Sicherheitsabstand ein und setzt sich zur Vorsicht eine Maske auf.

Doch es gibt Momente, da ist die Erde froh, Homo Sapiens zu haben. Mars wird dann fast neidisch. Denn manchmal kommen sie zusammen um zu feiern und zu musizieren. Und das taten sie am Samstagabend im gut besuchten Haus der Jugend.

Nicht nur das, sie reflektierten kritisch den eigenen Umgang mit unserer Erde. So waren viele der Musikbeiträge passend zum Thema. Der Chor „Der grüne Bereich“ besang Karl, den Käfer, der für ein Autobahnprojekt verjagt wurde, Georg Wiese erklärte in seinem Lied den ökologischen Fußabdruck, Kalla Wefel prangerte das Verhalten der Reichen an, und die Gesangsgruppe Lufeliton mahnte, dass uns kein zweiter Planet bleibt, „um uns zu finden, wohl unter Linden zur Abendzeit“. Evergreens, interpretiert von dem Duo „Jam“ und südamerikanische Gitarrenmusik von Eduardo und Georg rundeten das abwechslungsreiche Programm ab.

Alle 16 Jahre kommen Erde und Mars sich in ihrer Umlaufbahn nahe. Mars fragt zum Abschied, ob die Menschen wohl bis zur nächsten Begegnung die Kurve gekriegt haben.

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