Samstag, 21. Mai 2022

Klimaschutzhafen Bohmte? Greenwashing – Nicht mit uns!

Die Landkreisverwaltung hat den Bohmter Industriehafen zum Klimaschutzhafen umetikettiert. Es handelt sich hier um einen typischen Fall des „Greenwashings“.

Wer den Begriff nicht kennt: Es ist eine PR-Methode, die darauf zielt, einem Unternehmen in der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches und verantwortungsbewusstes Image zu verleihen.

Dr. Joachim Solf bemerkte dazu als Gruppensprecher der Grünen/Linke Ratsgruppe in Bohmte: „Nachdem die Wirtschaftlichkeit des Hafenprojekts in immer weitere Ferne rückt, wird jetzt vom Landkreis versucht mit dem Begriff ‚Klimaschutzhafen‘ zu punkten. Beides ist gleichermaßen substanzlos.“

Diesen Etikettenschwindel lassen die Gruppenmitglieder nicht unwidersprochen stehen. Vielmehr machen Sie deutlich, dass der Hafen wirtschafts- und klimapolitisch weiterhin ein fragwürdiges Projekt ist, welches Millionen an Kosten verursacht hat und insbesondere die Gemeinde Bohmte benötigt diese finanziellen Mittel dringend an anderen Stellen, wie den Brandschutz an der Oberschule, den Ausbau der Kindertagesstätten und Feuerwehrhäuser, sowie die Freibadsanierung.

Vor Ort bedeuteten der Hafen und das neue Industriegebiet eine zusätzliche Belastung der Straße und Infrastruktur. „Von Klimaschutzhafen zu sprechen, wenn wir sehen, was dort passiert und noch angekündigt ist, ist eine klare Umkehrung der Tatsachen. Gerade hier vor Ort werden sich die Belastungen durch Verkehr und Lärm drastisch erhöhen. Vom Landkreis fordern wir daher Ehrlichkeit statt Greenwashing“, so Lars Büttner, stellvertretende Ortsbürgermeister Herringhausen-Stirpe-Oelingen.

Foto:  Lars BüttnerFoto: Lars Büttner
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