Mittwoch, 26. Januar 2022

VW will E-Cabrio im alten Karmann-Werk fertigen

Der VW-Konzern beabsichtigt den Standort Osnabrück für ein neu geplantes E-Cabrio umzurüsten. In den bis zum 9. Dezember laufenden Investitionsplanungen ist das Werk anscheinend in den Fokus gerückt. Er sei sich ziemlich „sicher, dass sich Osnabrück um eine Fertigung bei unserem elektrischen E-Cabrio bewerben wird“, sagte Konzernchef Herbert Diess gestern vor den Beschäftigten. 

Der Standort der VW Osnabrück GmbH ist das alte Karmann-Werk im Fledder. Karmann und VW hatten eine lange gemeinsame Tradition. So fertigte Karmann für die Wolfsburger den Käfer und den Golf, sogar gemeinsame Modelle wurden entwickelt und erfolgreich verkauft. Das Werk war 2009 im Zuge der Insolvenz des Osnabrücker Autobauers und -zulieferers Wilhelm Karmann GmbH zu Volkswagen gekommen, die dort diverse Modelle und Sonderanfertigungen der Marke Porsche fertigen. Das Werk ist innerhalb der VW-Gruppe eigenständig und auf Cabrios und Kleinserien spezialisiert.

Obwohl der Standort als schwierig gilt und tatsächlich meistens nicht ausgelastet ist, hält VW vehement am Werk Osnabrück fest. Auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sprach sich Agenturmeldungen zufolge für einen Ausbau des Standortes Osnabrück aus. Über die Beteiligung des Landes an VW ist Weil Mitglied des VW-Aufsichtsrat und hat daher durchaus Einfluss. Nun soll also das E-Cabrio kommen. Osnabrück wäre damit nach den Werken in Zwickau, Emden und Hannover das vierte deutsche Werk des Volkswagen-Konzerns, das voll elektrifiziert wurde.

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