Dienstag, 16. August 2022

Zwei Dritte Preise beim Leo Trepp-Schülerpreis für das Gymnasium Bad Iburg

Anlässlich von 1.700 Jahren jüdischem Leben in Deutschland hat die Leo Trepp-Stiftung einen Preis ausgerufen, bei dem Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 aus sieben verschiedenen Bundesländern Beiträge zum Thema „Lebendiges Judentum in Deutschland“ einreichen konnten. Zur Begleitung des Wettbewerbs wurde am GBI eine AG eingerichtet, die von Annika Haardiek und Jan Müller betreut wurde.

Die sieben Schülerinnen und Schüler Alina Buschmeyer, Rebekka Bremer, Pauline Kwasny, Nikola Metker, Paula Möller, Felix Pieper und Maleen Wechelmann aus den Klassen 10D und 10E haben dies als Anlass genutzt, um das jüdische Jugendzentrum in Osnabrück zu besuchen und so einen Ort der Begegnung von Jüdinnen und Juden kennenzulernen. Entstanden ist hierbei der Film „Lebendiges Judentum im Jugendzentrum Lev Echad“. Die Gruppe hat Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern und Betreuerinnen und Betreuer über ihr alltägliches Leben im Judentum interviewt und hinterfragt, welche Rolle das Jugendzentrum dabei spielt. Der Besuch fand am Chanukka-Fest statt, zu dem die SchülerInnen von der jüdischen Gemeinschaft herzlich eingeladen wurden. So wurde bei verschiedenen Ritualen und jüdischer Musik auf besondere Weise das gemeinschaftliche Gefühl im Jugendzentrum sichtbar, während die Gruppe zusammen mit den Familien auch zwei Bat Mitzwas erleben durften und so insgesamt einen sehr intensiven Einblick in die jüdischen Feste erhielt.

In einem zweiten Projekt des Schülerpreises, welches durch die sechs Schülerinnen June Emmeline Grolle, Mia Lohrengel, Franka Pues, Eva Puke, Lina Wanzelius und Finja Wissig aus der Klasse 10B erarbeitet wurde, ging es um das Thema „Lebendiges Judentum im Sport: Ausschluss früher – Integration heute?“ Aufmerksam wurden die Schülerinnen auf das Thema vor allen Dingen durch das Mahnmal, welches von einer SchülerInnengruppe des GBI und der IGS Osnabrück in Gedenken an ausgeschlossene jüdische Sportlerinnen und Sportler initiiert und gestaltet wurde. In ihrem Podcast interviewten die Teilnehmerinnen verschiedenste Autoritäten, die ihren Eindruck vom lebendigen Judentum im Sport vermittelten. Durch kritische Fragen versuchten die Schülerinnen darzulegen, wie sich die Integration entwickelt hat, und stießen dabei auf viele Lücken beziehungsweise Probleme der Integration, die sich in Zukunft verbessern müssen. Das Ziel des Projektes ist es, diesem entgegenzuwirken und alle Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass es weiterhin Integrationsbedarf hinsichtlich von Jüdinnen und Juden im Sport gibt.

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Beide Projekte starteten im September und da der Einsendeschluss Ende Januar war, wurden die Werke mit viel Mühe in den Weihnachtsferien finalisiert. Schlussendlich hatten beide Gruppen die Ehre zur Preisverleihung in den Sächsischen Landtag nach Dresden eingeladen zu werden, wo von 73 eingereichten Beiträgen die acht besten Gruppen aufeinandertrafen. Besondere Preise wurden für die fünf besten Arbeiten vergeben. Dank ihrer großartigen Leistung erreichten beide Gruppen des Gymnasiums Bad Iburg den dritten Platz; die Urkunde wurde ihnen vom Schirmherrn des Wettbewerbs, dem Landtagspräsidenten Dr. Matthias Rößler, überreicht. Dazu erhielten sie gemeinsam ein Preisgeld von 1800€.

Während ihres Ausflugs vom 15. Bis zum 17. Juni, bei dem sie von ihren Lehrkräften Herrn Müller und Herrn Ehrenfort begleitet wurden, haben die Schülerinnen und Schüler ebenfalls intensiv die Stadt erkundet.  So besichtigten sie die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Dresdens, wie z.B. das Schloss Pillnitz, das historische Grüne Gewölbe sowie den Zwinger und die Frauenkirche. Eines der Highlights war für die Wettbewerbsteilnehmenden die Nachtführung durch die Semperoper, bei der sie viel über die faszinierende Architektur und die vielseitige Geschichte erfuhren.

Auch wenn der offizielle Wettbewerb nun vorbei ist, werden die Schülerinnen und Schüler weiterhin mit den geknüpften Kontakten in Verbindung bleiben und sich gegen Antisemitismus einsetzen.

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