Samstag, 8. Juni 2024

Lange Nacht der Ateliers wird immer größer und vielfältiger

Sie wird von Mal zu Mal größer und ist eine Plattform für die vielfältige und lebendige Osnabrücker Kunstszene:

Rund 90 Künstlerinnen und Künstler öffnen in der Langen Nacht der Ateliers am Samstag, 8. Juni, von 18 bis 24 Uhr ihre Türen. So viele Kunstschaffende haben sich noch beteiligt.

Nachdem die Lange Nacht der Ateliers im vergangenen Jahr wegen des Jubiläums „375 Jahre Westfälischer Friede“ an zwei Abenden stattfand, kehrt sie nun ihr eigentliches Format als eintägige Veranstaltung zurück.

In mehr als 30 Ateliers – darunter zahlreiche Ateliergemeinschaften – präsentieren die Künstlerinnen und Künstler Malerei, Fotografie, Installationen, Videokunst, Grafik, Keramik und viele weitere Spielarten der Kunst. Der Eintritt ist kostenlos; organisiert wird die Lange Nacht der Ateliers vom Projektbüro Kultur im Fachbereich Kultur der Stadt Osnabrück.

Weil die Ateliers über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind, werden wie in den Vorjahren kostenlose Shuttles angeboten. Sie fahren in den Stadtteilen Schinkel, Schölerberg, Lüstringen, Hafen und Sutthausen sowie im Innenstadtbereich.

Übersicht der Ateliers

„Die vielen Anmeldungen von Künstlerinnen und Künstlern belegen, dass die Lange Nacht der Ateliers sich seit ihrer Premiere 2016 zu einer wichtigen Plattform für die Osnabrücker Kunstszene entwickelt hat. Das freut mich außerordentlich und zeigt auch, dass das Projektbüro Kultur im Hintergrund eine hervorragende und hochwirksame Vernetzungsarbeit und Organisation geleistet hat“, erklärt Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann, Vorstand Bildung, Kultur und Familie der Stadt Osnabrück.

Patricia Mersinger, Fachbereichsleiterin Kultur der Stadt Osnabrück, betont die Relevanz der Ateliernacht: „Corona und die Energiekrise haben die Existenz von vielen Künstlerinnen und Künstlern akut bedroht. Umso wichtiger ist es, dass sie ihre Arbeit bei der Langen Nacht der Ateliers einer breiten Öffentlichkeit präsentieren können. Gerade dieses Format zeigt, dass Osnabrück ein sehr vielfältiger und engagierter Kulturstandort ist.“

Auch bei den Besucherinnen und Besuchern stößt das alle zwei Jahre stattfindende Event auf Begeisterung. „Die positive Resonanz der Gäste in den vergangenen Jahren hat uns gezeigt, dass die Lange Nacht der Ateliers ein niedrigschwelliges und gern genutztes Angebot ist, das es möglich macht, in entspannter Atmosphäre Kunst anzuschauen und ins Gespräch mit den Künstlerinnen und Künstlern zu kommen“, sagt Anke Bramlage, Leiterin des Projektbüros Kultur.


Aufstrebende Talente und etablierte Namen dabei

Sowohl etablierte als auch junge Künstlerinnen und Künstler nehmen an der Ateliernacht teil. So sind etwa bekannte Namen wie zum Beispiel Thomas Jankowski und Volker Johannes Trieb zum ersten Mal dabei. Trieb lädt in sein Atelier und seinen Skulpturengarten am Sutthauser Bahnhof, wo er zusammen mit den Besucherinnen und Besuchern eine neue Skulptur der Serie „FORX. Pitchforks for Peace“ entstehen lässt. Damit knüpft er an seine künstlerische Intervention „forx. pitchforx for peace“ aus dem vergangenen Jahr vor dem Osnabrücker Rathaus an. Untermalt wird der Abend im Atelier Trieb von Musik des Danny Weiss Ensembles.

Der bundesweit bekannte Maler Thomas Jankowski, dessen Porträts und Wandbilder angesagte Gastronomien in ganz Deutschland zieren, öffnet sein Atelier an der Lotter Straße 31. Dort zeigt er seine Malerei, mit der er in insgesamt 120 Galerien in Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz vertreten ist.

Junge Künstlerinnen und Künstler, die noch ganz am Anfang ihrer Karriere stehen, arbeiten im neuen Atelierhaus Nobbenburger Straße, das die Gäste der Ateliernacht zum ersten Mal sehen können. Nachdem der Ateliergemeinschaft im Hinterhof der Nobbenburger Straße 2022 gekündigt wurde, ist inzwischen in einem Seitengebäude eine neue Werkstätte entstanden. Dort präsentieren Joost H. Becker, Luz Bustamante, Caroline Löwen, Vivien Blum, Zoe Estelle Pehlke, Konstantin Sauer und Lina Zuch ihre Arbeit. Eva Lause und Ege Ka

Ebenfalls zum ersten Mal dabei ist die erst Mitte April 2024 gegründete Ateliergemeinschaft an der Dielingerstaße 23. Sie lädt ein, neue Entwicklungen der Osnabrücker Kunstszene kennenzulernen. Während des Abends können die Besucherinnen und Besucher den Kunstschaffenden über die Schulter schauen und ihre aktuellen sowie zukünftigen Projekte kennenlernen. Martin Collmann, Andrea Kassens, Enrico Kosenkow und Franca Plohr sind für Gespräche über ihre Kunst vor Ort. Außerdem sind Zeichnungen von Eva Lause und Malereien von Kaan Ege Önal, die zurzeit noch im Atelierhaus Hasemauer 12 -15 arbeiten und ab Ende Juni endgültig in dieses Atelier einziehen, zu sehen.

Ebenfalls zum ersten Mal öffnet Regis Baumans die Türen zu ihrem Atelier Am Freibad 14, wo sie Zeichnungen von lustigen Tieren, meditative Steinbemalungen und Naturarbeiten ausstellt. „Mich bewegen Linie, Muster, Humor und immer auch wieder die Natur“, erklärte sie bei der Vorstellung der Langen Nacht der Ateliers. Weitere Künstlerinnen und Künstler, die ihre Premiere bei der Ateliernacht haben, sind Jörg Petersson, Gesine Elstermann, Ilona Regenbrecht und Karin Otten. Aber auch Wiederholungstäter wissen die Ateliernacht zu schätzen. So lädt Katharina Stöber (kathakunst) in der Ateliergemeinschaft Zwo 7 zu einem „Affordable-Art- Abend“ ein, also zu einem Abend mit „erschwinglicher“ Kunst, bestehend aus unterschiedlichen Techniken auf Papier.

In seinem Atelier an der Jellinghausstraße 31 stellt Ahmed Al-kenani seine Arbeiten im neuen Stil (für eine Ausstellung im kommenden Jahr) alten Arbeiten gegenüber und erklärt seine besondere Technik und Farbgebung.

Michael Dropmann zeigt im Atelier am Werk (Klosterstraße 3) unter anderem seine Serie „ScanoGraphien“, auf der verschiedene Berufe in einer besonderen „ART“ dargestellt werden.


Kostenlose Shuttles 

Weil die Ateliers über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind, werden wie in den Vorjahren kostenlose Shuttles angeboten. Sie fahren in den Stadtteilen Schinkel, Schölerberg, Lüstringen, Hafen und Sutthausen sowie im Innenstadtbereich.

Wer sich zu Fuß oder auf dem Fahrrad zwischen den Ateliers bewegt, kommt möglicherweise auch an von Künstlerinnen und Künstlern gestalteten Litfaßsäulen des von Samstag, 1. Juni bis Donnerstag, 20. Juni, laufenden Projekts #kunstsichtbar vorbei. Sie werden von Kunstschaffenden ohne Atelier gestaltet.

Ebenso zu entdecken sind die „Schaufenster zur Kunst“ in der Bier- und Krahnstraße sowie am Nikolaiort und am Herrenteichswall. Die Idee zu dem Projekt von Samstag, 25. Mai, bis Samstag, 15. Juni, hatte der Lions Club Diversitas Osnabrück.

Weitere Informationen sind bei Anke Bramlage, Leiterin des Projektbüros im Fachbereich Kultur, Telefon 0541 323-4211, E-Mail bramlage@osnabrueck.de erhältlich.

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