Montag, 12. Februar 2024

POL-OS: Einblicke live aus der Leitstelle

Aktion kam sehr gut an

Täglich erreichen die Kooperative Regionalleitstelle Ostfriesland in Wittmund, einer gemeinsamen Leitstelle aus Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr, rund 400 Anrufe pro Tag über die Notrufnummern 112 und 110. Doch worum geht es genau bei den Notrufen und welche Folgemaßnahmen müssen durch die Mitarbeitenden in Sekundenschnelle getroffen werden? Pünktlich zum Europäischen Tag des Notrufs (112) heute, am 11.02.24 gaben die an der Einsatzleitstelle Ostfriesland beteiligten Behörden der Stadt Emden, der Landkreise Wittmund, Leer und Aurich sowie der Polizeidirektion Osnabrück einen umfassenden Einblick in die vielfältige und anspruchsvolle Arbeit. Das Fazit fiel positiv aus. „Bei den Usern kam die Live-Aktion sehr gut an. Das Echo ist durchweg positiv“, so Marco Ellermann, Pressesprecher der Polizeidirektion Osnabrück. Im Rahmen einer Social-Media-Livebegleitung konnten die Einsätze aus ganz Ostfriesland in der Zeit 12 bis 20 Uhr anonymisiert mitverfolgt werden.

„Wir haben unser Ziel erreicht, den Menschen einen Einblick in die tägliche Arbeit von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst in einer Leitstelle zu geben und damit auch für Transparenz, Akzeptanz und Vertrauen zu sorgen“, so Ellermann. In den acht Stunden ergab sich ein bunter Strauß an Einsätzen, die durch Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr bewältigt wurden. Von einem großen, herrenlosen Hund, der in Leer aufgefallen war und die Polizei auf den Plan rief, über Beziehungsstreitigkeiten, Ruhestörungen, Beleidigungen und Verkehrsunfällen war alles dabei. Auch bei einem Autofahrer, der in Wittmund betrunken zum Berliner einkaufen fuhr, schritt die Polizei ein. Sehr ernst wurde es auch bei einem Fieberkrampf eines Kindes auf Norderney, wo Angehörige und Rettungsdienst schnell und richtig handelten. Das Kind wurde mit einem Seenotrettungskreuzer in das Auricher Krankenhaus verbracht. Darüber hinaus gab es auch viele weitere medizinische Notfälle, die über den Notruf gemeldet und professionell abgearbeitet wurden. Außerdem mussten die Feuerwehren u.a. zu einem Carport-Brand in Emden ausrücken und konnten hier Schlimmeres verhindern.

Rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entscheiden bei der Annahme von Notrufen, wie ernst die Lage am anderen Ende der Telefonleitung erscheint und organisieren schnellstmöglich von Wittmund aus Hilfe. Tag für Tag rücken die Einsatzfahrzeuge von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr zu rund 15.000 Einsätzen im Monat allein in Ostfriesland aus – koordiniert wird das Ganze zentral von der Leitstelle in Wittmund. Die Kooperative Regionalleitstelle Ostfriesland ist Anlaufstelle für etwa 500.000 Einwohner. Besonderheiten stellen die Grenznähe zu den Niederlanden sowie die Ostfriesischen Inseln dar. Ein regelmäßiger Austausch mit den benachbarten Behörden und Leitstellen gehört ebenfalls zur täglichen Arbeit. Das notwendige sprachliche Knowhow können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Sprachkursen erwerben.

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