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Osnabrück
Freitag, April 16, 2021

IG Metall kündigt erste Warnstreiks in der Region an

Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie 

Osnabrück – In der dritten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber ein Angebot für die rund 17.000 Beschäftigten im Tarifgebiet Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim vorgelegt. Die IG Metall bewertet dieses als reine Nullnummer. Die Arbeitgeber setzen auf Konflikt statt einer Einigung am Verhandlungstisch.

„Die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber am Verhandlungstisch stößt bei ihren Beschäftigten auf null Verständnis“ spiegelt der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Osnabrück Stephan Soldanski, die Stimmung aus den Betrieben wieder. „Stillstand bei den Arbeitgebern – dann ist es jetzt die Zeit, dass sich die Beschäftigten aus den Betrieben mit Anstand und Abstand bewegen“

Das Arbeitgeber-Angebot konkret:

Null
   Prozent in diesem Jahr
Null    Bewegung in Fragen Beschäftigungssicherung
Null    Verbindlichkeit bei Zukunftstarifverträgen
Null    Vorschläge für Dual Studierende und bei der Übernahme der Auszubildenden

Dafür verlangen die Arbeitgeber eine Laufzeit von über 30 Monaten – dauerhafte Eingriffsmöglichkeiten in laufende Tarifverträge, bspw. Kürzung des Weihnachtsgelds.

 IG Metall: Maske – Abstand – Arbeitskampf

 „Die IG Metall ist handlungs- und aktionsfähig – auch in der Corona-Pandemie funktioniert ein Arbeitskampf mit Maske und Abstand!“ ist Osnabrück IG Metall-Chef Stephan Soldanski überzeugt. „Das zeigen die vielen Ideen aus den Betrieben. Und es ist selbstredend, dass wir die aktuellen Abstands- und Verhaltensregel einhalten!“

Mitternachts-Warnstreik mit Kundgebung in Bramsche am Dienstag, 02. März um 00:01 Uhr
Wir rufen die Beschäftigten der Firmen Essex und Lacroix & Kress zum Warnstreik auf  //  Adresse:  Engterstr. 34 in 49565 Bramsche

Warnstreik mit Kundgebung in Lotte am 02. März um 08:30 Uhr
Wir rufen die Beschäftigten der Fa. Elster zum Warnstreik auf  //  Adresse: Strotheweg 1, 49504 Lotte

An beiden Warnstreiks wird auch der Verhandlungsführer der IG Metall, Carsten Maaß von der Bezirksleitung Niedersachsen-Sachsen-Anhalt zu den Beschäftigten sprechen.

 

Zum Hintergrund:

Das Forderungspaket der IG Metall: Beschäftigung sichern, Zukunft gestalten und die Einkommen stärken

  • Eine Verbesserung der gekündigten Tarifregelungen zur Beschäftigungssicherung durch Modelle der Arbeitszeitabsenkung mit Teilentgeltausgleich (z.B. Option auf 4-Tage-Woche)
  • Einen tariflichen Rahmen für betriebliche Zukunftstarifverträge
  • Ein Volumen von 4% bei einer Laufzeit von 12 Monaten zur Stärkung der Einkommen. Dieses Volumen kann auch für Maßnahmen der Beschäftigungssicherung eingesetzt werden.
  • Darüber hinaus strebt die IG Metall eine Verbesserung der Ausbildung und der Übernahmeregelungen für Auszubildende und dual Studierende an.

 

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