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Donnerstag, Mai 6, 2021

„Meinungsfreiheit nutzen und schützen!“

Caritasdirektor Franz Loth zur Woche der Meinungsfreiheit

Osnabrück, 3.Mai 2021. Zur Woche der Meinungsfreiheit, die vom 3. bis 10. Mai 2021 begangen wird, gibt der Direktor des Caritasverbandes für die Diözese Osnabrück, Franz Loth, folgendes Statement:
„Heute beginnt die Woche der Meinungsfreiheit. Meinungsfreiheit ist das Fundament jeder Demokratie und elementar wichtig für ein gutes und gelingendes Zusammenleben.
Meinungsfreiheit hat allerdings Voraussetzungen: Respekt vor der Meinung der Anderen, die Fähigkeit, zuzuhören und auch, auszuhalten, wenn jemand anderer Meinung ist als ich.
Ich bin froh, dass wir in einem Land leben, in dem die Meinungsfreiheit zu den Grundrechten und Grundwerten zählt. Menschen, die behaupten, dass man in Deutschland nicht mehr sagen dürfe, was man denkt, sind selbst diejenigen, die das Grundrecht der Meinungsfreiheit gefährden. Diesen Menschen müssen wir klar und unmissverständlich entgegentreten und ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir die besseren Argumente in dieser Diskussion haben. Denn auch im Kontakt mit diesen Leuten gilt: ich wähle dafür Argumente.

Weshalb ist die Meinungsfreiheit ein Thema für die Caritas? Wir haben in den letzten Jahren erlebt, dass sozialpolitische Themen dafür missbraucht werden, populistische und demokratiegefährdende Behauptungen aufzustellen.
Am stärksten spüren wir das im Bereich der Flüchtlings– und Migrationspolitik. Wenn die Suche nach dem richtigen Weg, das Ringen um gute Entscheidungen nicht mehr im respektvollen Streit geführt wird, sondern wenn Menschen, die eine andere Meinung haben, niedergebrüllt oder bedroht werden, dann gefährdet dies den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Deshalb setzt sich die Caritas, zusammen mit vielen Kooperationspartnern, dafür ein, dass Meinungsfreiheit geschützt und gestärkt wird. Im Bistum Osnabrück geschieht dies zum Beispiel durch Kursangebote wie „Argumentieren gegen Stammtischparolen“.
Ich wünsche mir, dass es nicht bei einer Woche für die Meinungsfreiheit bleibt, sondern dass sich an jedem Tag im Jahr alle Bürgerinnen und Bürger unseres Landes dafür einsetzen, Meinungsfreiheit zu nutzen und zu schützen.“

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