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Freitag, April 16, 2021

Studentische Zukunftslösungen an Osnabrücker Hochschulen

Fachkräftemangel, Dürre und Personengrenzen in der Corona-Pandemie – drei Gründungsideen bieten Lösungen für aktuelle Probleme und gewinnen damit den Ideenwettbewerb der Osnabrücker Hochschulen.

Eine Netzwerkplattform für Nachwuchskräfte, ein smartes Bewässerungssystem für städtische Grünanlagen oder eine günstige Besucherfrequenzmessung für Gastronomie und kleine Geschäfte – drei Geschäftsideen von Studierenden der Universität und der Hochschule Osnabrück, die kreative Lösungen für aktuelle Probleme bieten. Die Jury prämierte die Teams mit den ersten drei Plätzen des Ideenwettbewerbs der Osnabrücker Hochschulen.

Jasmin Bonhage und Aleksandra Flok

Casepool – so lautet der Titel der Netzwerkplattform, die die beiden Studentinnen der Universität Osnabrück Jasmin Bonhage und Aleksandra Flok konzipiert haben und für die die Jury ihnen den ersten Platz zugesprochen hat. Ziel ist es, Studierende, Absolventinnen und Absolventen und Berufseinsteigende von Hochschulen einen Einblick in die Berufspraxis zu bieten und dabei einen deutschland-, hochschulweiten und unternehmerischen Austausch zu ermöglichen. Die Plattform schafft für Unternehmen den Kontakt zu fehlenden Fachkräften und damit neue Recruiting Potenziale. Casepool soll darüber hinaus dabei unterstützen, die Lehre abwechslungsreicher und innovativer zu gestalten und eine Brücke zwischen Hochschulen und Unternehmen zu schlagen.

2021 – viele Herausforderungen von Trockenheit bis Pandemie

Den zweiten Platz erzielt Masterstudent Jan Kettler von der Hochschule Osnabrück. Mit seiner Idee „A better People Counter“ möchte er Gastronomen, Fitnessstudios und kleinen Unternehmen für schmales Geld eine Lösung für Personenbeschränkungen bieten. Mithilfe eines Sensors in Kreditkartengröße werden automatisch Personen gezählt, die das Geschäft betreten. Die Anzahl der Kundinnen und Kunden wird digital auf dem Smartphone oder Tablet angezeigt. So können sich Unternehmerinnen und Unternehmer schnell und unkompliziert an die pandemiebedingten Vorgaben des Landes halten. Doch auch über die Pandemie hinaus bietet seine Idee die Möglichkeit, Besucherregulierungen einzuhalten.

Eine weitere globale Herausforderung: Die Sommer werden heißer, es regnet weniger. Die letzten Sommer waren eine Herausforderung für die Natur. Deshalb mussten Pflanzen und Beete zusätzlich bewässert werden. Doch erreicht das Wasser auch die richtigen Stellen? Mit ihrer Idee „Leafstack“ kann das vierköpfige Hochschulteam Christoph Uhlendorff, Nils Herterich, Chris Belchhaus und Magd Khalil mithilfe von smarter Sensorik und einer Cloud-Plattform jederzeit den aktuellen Zustand von Grünanlagen und Pflanzen bestimmen. Auf der Basis von Messwerten, historischen Daten und Wetterprognosen erstellt das System eine Bewässerungsempfehlung. So kann passgenau bewässert und Wasser gespart werden. Für ihre Idee erhalten die vier Studierenden der Hochschule Osnabrück den dritten Preis.

„Alle drei Ideen sind kreativ, innovativ und bieten Lösungen für aktuelle Probleme. Es ist schön zu sehen, wie engagiert die Studierenden an ihren Ideen arbeiten“, sagt Leonard Gehrmeyer vom Transfer- und Innovationsmanagement der Osnabrücker Hochschulen.

Zum Hintergrund

Studierende, Promovierende, Mitarbeitende und Absolventinnen und Absolventen der Hochschule und der Universität Osnabrück haben einmal im Jahr die Möglichkeit, sich mit einer Ideenskizze oder einem Video für den Ideenwettbewerb der Osnabrücker Hochschulen zu bewerben. Gesucht werden kreative, innovative und umsetzbare Ideen für Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen aus allen Bereichen. Die drei besten Ideen werden mit einem Preisgeld von 1000 Euro (bzw. 500 und 250 Euro) prämiert. Die Ideen werden von einer Jury bewertet. In diesem Jahr bestand die Jury aus Simone Pott (Sparkasse Osnabrück), Thomas Büdden (ICO), Lars Brendler (WFO), Martin Niemann (Gründerhaus) sowie Tim Siebert und Johann Rottmann (Seedhouse). Rund 40 Ideenskizzen wurden eingereicht.

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