Samstag, 26. November 2022

Der VfL dreht das Spiel und holt durch einen 3:2-Sieg gegen den Halleschen FC drei wichtige Punkte

Nach der desaströsen 4:1-Niederlage beim SV Elversberg hat der VfL allen Unkenrufen zum Trotz wieder in die Spur gefunden.
In einem stark umkämpften, ungemein intensiven Spiel gelang es dem VfL in der zweiten Halbzeit, mit enormem Kraftaufwand und einem großartigen Publikum im Rücken das Spiel zu drehen. Die Mannschhaft hat den Abstiegskampf offenbar rechtzeitig angenommen. Die nächste Station führt am kommenden Samstag nach Zwickau …

Zur Information: Lars Mosel, David Mosel und Kalla Wefel moseln über die mehr als verdiente 4:1-Niederlage gegen den SV Elversberg, verjagen klammheimlich das Abstiegsgespenst, blicken in die nahe Zukunft, denn nur die ist gewiss, und auf den kommenden Montagabend, wenn es unter enkeltauglichem Flutlicht an der Bremer Brücke gegen den Halleschen FC geht. Dieser VfL Podcast wurde wie üblich am Donnerstag bei osradio-de 104,8 von 19.00 is 20.00 Uhr ausgestrahlt und kann nun rund um die Uhr auf der Webseite der Osnabrücker Rundschau gehört werden.

 

Das Wort zum 13. Spieltag: „Kallas Einwurf“ auf OS-Radio 104,8

 

Vor dem Spiel …

Nach der desaströsen 4:1-Niederlage beim SV Elversberg hatte der VfL nun neun Tage Zeit, um wieder in die Spur zu kommen. Auf der VfL-Hompage verkündete Trainer Schweinsteiger:

„Das Training war sehr intensiv und wir haben die Niederlage aus dem Ärmel geschüttelt. Im Training haben wir viel umgesetzt und Gas gegeben. Man hat aber natürlich die Frustration gespürt. Halle arbeitet schon lange mit ihrem Cheftrainer zusammen, sodass sie wissen, was sie spielen wollen. In den letzten Spielen haben sie viel rotiert, also müssen wir schauen, wer Montag auf dem Feld stehen wird. Bei uns sind Sven Köhler und ich gesperrt. Wir haben eine gute Auswahl an Spielern, die Sven auf dem Feld ersetzen werden. In Heimspielen haben wir immer ganz gut gespielt, uns dann aber manchmal nicht belohnt. Die Brücke gibt uns eine enorme Energie und pusht jeden Einzelnen. Genau das werden wir am Montag brauchen.“

Kommen wir zu den Startaufstellungen: Für den gelbgesperrten Köhler sowie für Simakala und Kunze stehen Gyamfi, Wulff und Engelhard in der Startformation. Bei den Hallensern sind Mesenhöler und Steczyk für Gebhardt und Müller auf dem Platz.

Beginn

Das Stadion ist schon wieder rappelvoll. Warum das trotz der grottenschlechten Leistung am vergangenen Samstag in Elversberg so ist, wird wohl an der Universität Osnabrück in einer Langzeitstudie untersucht werden müssen, denn logisch ist das nicht.

Die Stimmung ist umwerfend, auch wenn es in der ersten Hälfte den Montagsboykott geben soll, darin sind sich beide Fanlager einig. Schiedsrichter Marc Philip Eckermann aus Winnenden pfeift bei Frühlingstemperaturen um die 16 Grad und allenfalls leicht bewölktem Himmel an. Anstoß haben die in tradionellem Lila-Weiß angetretenen Osnabrücker, zunächst in Richtung Westkurve spielen. Zu hören sind nach Anpfiff nur noch die Fans aus Halle, die mit 250 Fans angereist sind.    

Und nach ruhigem Beginn auf beiden Seiten fällt wie aus dem Nichts das erste Tor, und zwar für die Hallenser. Nach einem Tohuwabohu im Osnabrücker Strafraum landet der Ball nach Zuspiel von Hug zwei Meter vor dem Strafraumrand bei Zimmerschied. Der wird von Niemann nicht konsquent am Abschluss gestört, zieht ab und die Kugel landet links im Netz.

Der VfL und das Publikum sind natürlich geschockt. Die Hallenser treten hier ganz schön frech auf und kommen immer wieder gefährlich vor das Osnabrücker Tor. In der 15. Minute fast das 2:0 für die Gäste, als Kreuzer von der Grundlinie aus in den Torraum flankt, wo Herzog aber an Adamczyk scheitert.


Nach einer Viertelstunde …

… ist das Spiel auf beiden Seiten hektisch und wird immer wieder durch Fouls unterbrochen. Dann fällt genauso aus dem Nichts das 1:1 wie zuvor die Führung für die Hallenser. Die Gäste verlieren den Ball in Höhe der Mittellinie durch den energischen Einsatz von Chato und über Traoré landet der Ball bei Wulff, der zielstrebig auf das Tor zumarschiert, aus gut 18 Metern abzieht und die Kugel unten links im Kasten versenkt. Tolle Aktion und es steht 1:1.

Fast im Gegenzug der nächste Schock für den VfL: Hug wird im Strafraum von Traoré umgesäbelt und es gibt zurecht Elfmeter, den Kreuzer eiskalt zum 1:2 verwandelt. Die erneute Führung der Gäste. 

Gefährliche Schüsse von Zimmerschied, Kreuzer und Hug hätten durchaus den dritten Gegentreffer bedeuten können, wenn Adamczyk nicht so gut auf dem Posten gewesen wäre. Große Aufregung dann in der 42. Minute, als Wulff im Strafraum von Landgraf umgerempelt und der Pfiff ungerechterweise ausbleibt. Dann in der 44. Minute fast doch noch der Ausgleich: Niemann spielt in den Lauf von Engelhardt, dessen Schuss in letzter Sekunde abgeblockt werden kann. 


Halbzeitfazit

Eine hart umkämpfte Partie, nach der die Hallenser zu Recht mit einem Tor Führung in die Kabine gehen. Die Abwehr des VfL geriet gegen die frech und schnörkellos angreifenden Hallenser immer wieder arg ins Trudeln und brachte umgekehrt in der Offensive nur wenig zustande.  


Der VfL wechselt zur zweiten Hälfte … 

… für den enttäuschenden Higl kommt Simakala ins Spiel, aber von einem großen Aufbäumen ist zunächst nicht viel zu spüren. Zwar hat der VfL nun die Fanhoheit im Stadion, auf dem Platz ist davon aber zunächst noch nicht viel zu spüren. Als Gymafi im Strafraum Hug umstößt, kann der VfL nun seinerseits von Glück reden, dass der Elfmeterpfiff ausgeblieben ist.

Das Publikum ist einfach großartig, steht auf und vergewissert sich im kollektiven Rausch seiner Herkunft. Der VfL findet nun immer besser ins Spiel und nach einem wilden Herumgestochere im Hallenser Strafraum behält Engelhardt als erster den Überblick, marschiert mit dem Ball zur Grundlinie, zieht ihn auf den ersten Pfosten, wo Chato keine Mühe gehabt hätte, den Ball über die Linie zu drücken, doch kommt ihm der Hallenser Reddemann zuvor Es steht 2:2 und es ist noch eine halbe Stunde zu spielen. 


Nach 60 Minuten …

… steht das Stadion nun Kopf: Nach einer Drangphase sondergleichen kommt Kleinhansl an den Ball und flankt von links aufs Tor, Messenhöler kann den Ball nur nach vorne eher abklatschen als fausten, dort steht Engelhardt einschussbereit und versenkt die Kugel unhaltbar links ins Tor. 

Die Brücke kocht nun über, der VfL macht weiter Druck und kommt zu einer Chance nach er anderen. Simakala verpasst eine Hereingabe von Traoré direkt vor dem Tor. Halle ist aber noch lange nicht geschlagen: In der 73. Minute fast der Ausgleich, aber Nietfelds Schuss im Fallen geht über die Latte.

Dass beim VfL mittlerweile Heider, Putaro und Kunze für Niemann, Wullf und Engelhardt im Spiel sind, sei nur am Rande erwähnt. Die Auswechslungen werden wie immer unten in der Statistik nach dem Spiel nachgereicht.

Das Spiel wird in der Schlussphase auf beiden Seiten immer zerfahrener und ein Foul nach dem anderen. Als Simakala in der 87. Minute von Casar im Strafraum von hinten am Trikot zu Boden gerissen wird, bleibt der Elfmeterpfiff erneut aus. Der VfL macht das in den Schlussminutten bislang sehr richtig, lässt Halle kaum noch aus der eigenen Hälfte kommen und versäumt es nur, das 4:2 erzielen.


Fazit:

Nach der desaströsen 4:1-Niederlage beim SV Elversberg hat der VfL allen Unkenrufen zum Trotz wieder in die Spur gefunden.
In einem stark umkämpften, ungemein intensiven Spiel gelang es dem VfL in der zweiten Halbzeit mit enormem Kraftaufwand und einem großartigen Publikum im Rücken, das Spiel zu drehen. Die Mannschhaft hat den Abstiegskampf offenbar rechtzeitig angenommen. Die nächste Station führt am kommenden Samstag nach Zwickau …

 

Zahlen, Daten & Fakten

Zuschauer:innen: 13.262, davon um die 262 aus Halle

Tore:
0:1 Zimmerschied (04.)
1:1 Wulff (22.)
1:2 Kreuzer (24. Foulelfmeter
)
2:2 Chato/Reddemann (59.)
3:2 Engelhardt (66.)

Gelbe Karten:
(30.) Vollert 
(47.) Traoré 

VfL Osnabrück:
Adamczyk – Traoré, Gyamfi, Beermann, Kleinhansl – Chato, Wulff (70. Putaro), Tesche – Niemann (63. Heider), Engelhardt (79. Kunze), Higl (46. Simakala)
Trainer: Tobias Schweinsteiger (heute: Tim Danneberg)

Hallescher FC:
Mesenhöfer – Kreuzer, Reddemann, Vollert, Landgraf (84. Damer) – Herzog (69. Deniz), Hug (69. Gayret) – Casar, Steczyk (65. Müller), Zimmerschied (84. Löder), Nietfeld

Trainer: André Meyer

Schiedsrichter: Florian Exner (Münster)

Statistik:
Vor der heutigen Partie trafen die beiden Clubs seit dem 27. Oktober 2012 in 16 Pflichtspielen aufeinander. Die Bilanz lautet 6:4:6. Hier geht es zur kompletten Statistik von weltfussball.de“.

Tabellarisches:
Laut Kicker-Formtabelle spielt der Tabellenelfte VfL (3,40) gegen den Tabellensechzehnten aus Halle (3,45). Tatsächlich spielt der VfL als Tabellensechzehnter der 3. Liga gegen den Fünfzehnten.

 

Hier geht es zur aktuellen Tabelle der 3. Liga:

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