Mittwoch, 17. April 2024

Der VfL gewinnt 1:0 gegen den SV Wehen Wiesbaden

Der VfL gewinnt nach einer ereignislos beginnenden Partie, die sich aber nach der Osnabrücker 1:0-Führung, erzielt durch eine tolle Einzelaktion von Conteh, zu einem durchaus spannenden Kampfspiel entwickelte, bei dem der VfL letztendlich dank eines großartig aufgelegten Torhüters den Sieg mit Glück und Geschick über die Zeit retten konnte.

Für den VfL geht es am kommenden Sonntag, den 07.04., an der Brücke gegen die SpVgg Greuther Fürth und am 13.04 in Kiel gegen den KSV Holstein.

Zur Information: Hier gibt es stets unsere aktuellen VfL-Podcasts und Kallas Einwürfe rund um die Uhr zu hören. Ansonsten wird der aktuelle VfL-Podcast jeden Donnerstag von 19.00 bis 20.00 Uhr auf OS-Radio 104,8 übertragen und „Kallas Einwurf“ jeden Montag und Freitag mehrmals am Tag.

 

Vor dem Spiel

Zur Abrundung unserer Podcasts hier die Statements der beiden Trainer vor der heutigen Partie, wie immer übernommen von bundesliga.com.

Uwe Koschinat: „Es ist tatsächlich so, dass Wiesbaden mit einer völlig anderen Grundstruktur aufgestiegen ist und mit einer nochmal anderen Grundstruktur diese zweite Liga spielt. Die haben vom ersten Spieltag an jedem Gegner die Spielkontrolle überlassen. Die wiegen ganz viele Mannschaften in so einer scheinbaren Sicherheit von ganz viel Ballbesitz, um dann gnadenlos zuzuschlagen. Sie haben die beste Umschaltmannschaft, die ganz viel aushalten kann und sich nicht nervös machen lässt. Wenn sie einmal in Führung gehen können sie dich auch komplett zerstören.“

Markus Kauczinski: „Osnabrück hat eine erfahrene Mannschaft, die in den letzten Spielen guten Fußball gezeigt hat. Uns erwartet ein kämpferisches Team mit viel Mentalität und eine Mannschaft, die versuchen wird, ihre letzten Chancen im Kampf um den Klassenerhalt wahrzunehmen. Wir müssen mit voller Energie dagegenhalten und dürfen uns vom Tabellenstand nicht täuschen lassen.“

Die Startelf des VfL:
Kühn – Ajdini, Gyamfi, Diakhite, Kleinhansl – Cuisance, Gnaase, Tesche – Conteh, Engelhardt, Wulff


Beginn

Schiedsrichter Florian Exner aus Münster pfeift bei leicht bedecktem Himmel und Temperaturen um die 18 Grad an. Anstoß hat der ganz in Weiß angetretene VfL.

Der SV Wehen überlässt dem VfL von Anfang an das Mittelfeld, steht sehr tief und so kommt es zu einem Ballbesitz seitens der Osnabrücker von 75 %.

Zu Torchancen kommt es auf beiden Seiten nicht und die erste Viertelstunde plätschert ereignislos dahin.

VfL Osnabrück - SpVgg Greuther Fürth


Nach einer Viertelstunde …

… wird der SV Wehen rein optisch etwas aktiver, aber das Spiel bleibt langweilig.

In der 19. Minute dann ein erster VfL-Angriff, der Gefahr ausstrahlt. Conteh setzt sich auf rechts entschlossen durch und zieht den Ball von der Grundlinie nach innen, wo Engelhardt den Ball nur knapp verpasst, so dass Stritzel klären kann.

Direkt im Anschluss geraten Diakhite und Vukotic aneinander, beide erhalten wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses die gelbe Karte.

Ein Schuss von Cuisance verfehlt das Tor, aber immerhin ein Lebenszeichen.

In der 29. Minute dann eine erste Chance für die Wiesbadener, als Heusers flacher Flankenschuss quer durch den Strafraum an Freund und Feind vorbei ins Toraus geht.

Dann beendet Kühn mit einem Abwurf auf Conteh die fast lähmende Langweile des Spiels: Conteh stürmt von der eigenen Hälfte aus durch die Mitte auf das Wehener Tor zu. Kein Wehener ist in der Lage, den Tempovorstoß des Osnabrückers zu stoppen, der, bevor er am Strafraum von zwei Wehenern womöglich doch noch gestellt werden kann, einfach mit der Picke abzieht und den Ball unten rechts im Tor versenkt. Eine herrliche Aktion und es steht 1:0 für den VfL.

Die Wehener reagieren und kommen nun ihrerseits immer wieder gefährlich vor das Osnabrücker Tor. In der 36. Minute Glück für den VfL, als Prtajin von der Grundlinie aus den Ball quer durch den 16er auf Goppel zurücklegt, dessen Kunstschuss vom linken Strafraumeck am langen Pfosten landet und von dort aus ins Feld zurückprallt. Das wäre der Ausgleich gewesen.

Bis zur Halbzeit ist nun zwar der SV Wehen am Drücker, kann sich aber gegen die mit Mann und Maus verteidigenden Osnabrücker nicht mehr durchsetzen.


Halbzeitfazit

Was bis zur 31. Minute wie ein Frühsommerkick anmutete, wurde durch Contehs tolle Einzelaktion beendet und es entwickelte sich in den Schlussminuten der ersten Halbzeit ein munteres Spiel auf beiden Seiten.

Tipp: Die Halbzeitgedanken sind eine Melange aus Hintergrundinformationen und Kommentaren, die von Spiel zu Spiel mit dem jeweiligen Gegner aktualisiert werden. Wem das Lesen der Halbzeitgedanken zu mühselig ist: Ganz einfach weiter nach unten scrollen, dort geht es dann mit dem aktuellen Spielbericht weiter.

Halbzeitgedanken:
Der SV Wehen 1926 – Taunusstein e. V. wurde 1926 gegründet.  Wehen ist ein Stadteil von Taunusstein, keine zehn Kilometer nordwestlich von Wiesbaden.
Die Fußballabteilung wurde 2007 ausgegliedert und firmiert seit dem 18. Juli 2008 unter dem Namen  SV Wehen Wiesbaden mit Sitz in Wiesbaden.
FI Fußball Invest GmbH & Co. KG gehalten, die wie die Brita GmbH zur Hanvest Holding GmbH gehört. 90% gehören dem Firmengeflecht des Inhabers Markus Hankammer.

Dazu gehörende Halbzeitgedanken:
Wiesbaden 
hat etwa 280.000 Einwohner und ist die Landeshauptstadt von Hessen. Wäre sie das nicht, gäbe es nur wenige Gründe, diese Stadt zu kennen. Empfehlenswert ist das Pariser Hoftheater, das allerdings unter der Nähe des renommierten Mainzer Unterhauses zu leiden hat. Die Entfernung zwischen dem weltoffenen Mainz und dem biederen Wiesbaden mit seinem maroden Charme beträgt zwar nur ein paar Meter, entspricht allerdings einer Wanderung zwischen zwei Welten.
2021 wählten gegenüber 2016 nur noch 6,5% die AfD in die Stadtverordnetenversammlung, also gibt es durchaus etwas Erfreuliches zu berichten.
Die SPD holte 20,3 %, die CDU 23,5 %, die Grünen 21,4 %, die FDP 10,4 %.
Oberbürgermeister ist seit dem 2. Juli 2019 Gert-Uwe Mende (SPD)

Etwas abwegige Halbzeitgedanken:
Zu Mainz fällt mir viel ein, zu Wiesbaden wenig und zu Wehen gar nichts. Warten wir also ab, bis Mainz absteigt oder der VfL aufsteigt.

Abschweifende Halbzeitgedanken:
Keine oder eben zu viele …

 

Der VfL wechselt nicht zur zweiten Hälfte …

… aber die Wehener: Carstens kommt für Mathisen und Taffertshofer für Fechner.

Vom großen Aufbäumen der Wiesbadener ist zunächst nicht viel zu spüren und die ersten Minuten erinnern wie schon in der ersten Halbzeit eher an Frühsommerfußball als an ein Abstiegsduell, was sich im Verlaufe der Partie schon bald ändern dürfte.


Nach 60 Minuten …

… kommt Niemann für Conteh in die Partie und hat umgehend die Chance, auf 2:0 zu erhöhen, doch sein Schuss landet am Außennetz.

In der 67. Minute dann eigentlich das 1:1 durch einen Kopfball von Vukotic, das aber wegen eines angeblichen Offensivfouls nicht gegeben wird. Sehr viel Glück für den VfL, denn von einem Foul war wohl nur etwas im Kölner Keller zu sehen.

Das muntere Wechselspiel setzt nun auf beiden Seiten ein – siehe Aufstellung – und die Wehener drängen auf den Ausgleich, doch noch steht der VfL hinten recht sicher.

In der 81. Minute hält Kühn den VfL mit einem glänzenden Reflex im Spiel, als Prtajin im Torraum an den Ball kommt und direkt abzieht. Schon kurz zuvor hatte der Osnabrücker Keeper einen Schuss von Lee pariert.

Kühn wird spätestens zum Mann des Spiels, als er einen Kopfball von Agrafiotis aus Nahdistanz mit hochgerissenem linken Arm parieren kann.

Der VfL verteidigt nun mit zehn Mann gegen wild angreifende Wehener und der Schiedsrichter krönt seine miserable Leistung, als er Cuisance erst wegen Spielverzögerung die gelbe Karte zeigt und gleich darauf die rot-gelbe Karte aus welchem Grund auch immer, wahrscheinlich weil der Osnabrücker die erste Karte mit leichten Applaus quittierte.

Und es gibt sieben Minuten Nachspielzeit und der VfL erzielt in 96. Minute ein Abseitstor durch Niemann. Die letzten Minuten sind durch Hektik und Fouls geprägt und der VfL-Anhang feiert den bevorstehenden Sieg bis zum Abpfiff.


Fazit

Der VfL gewinnt nach einer ereignislos beginnenden Partie, die sich aber nach der Osnabrücker 1:0-Führung, erzielt durch eine tolle Einzelaktion von Conteh, zu einem durchaus spannenden Kampfspiel entwickelte, bei dem der VfL letztendlich dank eines großartig aufgelegten Torhüters den Sieg mit Glück und Geschick über die Zeit retten konnte.

Für den VfL geht es am kommenden Sonntag, den 07.04., an der Brücke gegen die SpVgg Greuther Fürth und am 13.04 in Kiel gegen den KSV Holstein.


Zahlen, Daten & Fakten

 

Zuschauer*innen: 6.130, davon 800 aus Osnabrück

Tore:
0:1 Conteh (31.)

Gelbe Karten:
(20.) Vukotic
(20.) Diakhité
(38.) Gnaase
(90.) Cuisance
90.+6) Kühn

Gelb-Rote Karten:
(90.) Cuisance

Rote Karten:
(.)

SV Wehen Wiesbaden:
Stritzel – Angha, Mathisen (46. Carstens), Vukotic – Goppel (61. Lee), Fechner (46. Taffertshofer), Heußer, Mockenhaupt – Prtajin, Bätzner (84. Agrafiotis), Kovacevics
Trainer: Markus Kauczinski

VfL Osnabrück:
Kühn – Ajdini (85. Androutsos), Gyamfi, Diakhite, Kleinhansl – Cuisance, Gnaase, Tesche – Conteh (61. Niemann), Engelhardt (85. Kunze), Wulff (74. Wiemann)
Trainer: Uwe Koschinat

Schiedsrichter: Florian Exner (Münster)




Statistik:
Vor der heutigen Partie trafen die beiden Clubs seit dem 17. August 2007 in 29 Pflichtspielen aufeinander. Die Bilanz lautet 8-6-15. Hier geht es zur kompletten Statistik von weltfussball.de.

Tabellarisches:
In der Kicker-Formtabelle steht der VfL mit einem Notendurchschnitt von 3,70 auf Platz 15 und der SV WW (3,58) auf Platz 13. Tatsächlich spielt der VfL als Schlusslicht der 2. Liga gegen den Tabellendreizehnten des 26. Spieltags.


Die Tabelle der 2. Liga

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

spot_img
spot_img
spot_img
spot_img
Follow by Email
Facebook
Youtube
Youtube
Instagram
Spotify