Mittwoch, 26. Januar 2022

Der VfL verliert nach mäßiger Leistung gegen Freiburg II mit 0:1 …

Nach einer schwachen Partie mit nur wenigen Höhepunkten verliert der VfL überraschend gegen Freiburgs zweite Mannschaft mit 0:1. Das Aufbäumen gegen die drohende Niederlage kam viel zu spät. Nächsten Sonntag geht es gegen den TSV Havelse, alles andere als ein Sieg wäre eine Überraschung.

Zur Information:
In unserem aktuellen 20. VfL-Heimatabend-Podcast sprechen wir zunächst rückblickend über das vergangene Spiel in Mannheim, um uns dann über Corona und die heutige Partie zu widmen.
Unsere Spielberichte werden ohne Netz und doppelten Boden immer live verfasst und unmittelbar nach Abpfiff veröffentlicht. Ihr lest also stets etwas Ähnliches wie einen im Präsens gehaltenen Liveticker, bei dem zugunsten der Aktualität Tipp- oder Formatfehler erst im Nachhinein korrigiert werden.

 

Vor dem Spiel …

Auf der Pressekonferenz am Freitagmorgen bezeichnete Daniel Scherning den kommenden Gegner als eine Bereicherung für die Liga, der einem alles abverlangen würde. Eine Zweitligavertretung eines Erstligisten als eine Bereicherung für die Liga zu bezeichnen entspricht nun kaum der mehrheitlichen Meinung der Fans, auch wenn sich Scherning dabei wohl eher auf die Spielstärke der „U23“ bezog. Der neben ihm sitzende Wooten wirkte nach seiner eher durchwachsenen Leistung in Mannheim etwas bedröppelt auf der PK und erzählte die üblichen Floskeln. Er konnt einem fast leid tun. Dass er Heider erneut ersetzen soll, scheint also festzustehen. Wünschen wir ihm viel Glück dabei.

Dass Scherning als Trainer in diesem Zusammenhang die Impfwilligkeit von Spielern als Privatsache bezeichnet ist für mich allerdings nicht mehr nachzuvollziehen. Es ist nämlich keine Privatsache, wenn man andere Menschen ansteckt und sie unter Umständen sogar in Lebensgefahr bringt. Und es ist nicht einmal Privatsache, wenn man durch Ignoranz und Dummheit seinem Arbeitgeber schadet. Geimpfte Spieler stellen kaum eine Gefahr für das Team dar und die Notwendigkeit einer Quarantäne wäre die absolute Ausnahme. Wer sich nicht impfen lässt, geht im Grunde über Leichen, aber dazu später mehr in einem gesonderten Kommentar.

Dass nun auch aktuell bei Freiburg II coronabedingt wenigstens ein Spieler fehlt, ist offenbar nur noch eine Randnotiz wert. Sei es drum. In Deutschland sind ja bislang erst etwas mehr als 100.000 Menschen daran gestorben, da ist noch Luft nach oben.
Beim VfL steht gegenüber der Partie in Mannheim Maurice Trapp für den erkrankten Timo Beermann in der Startelf. Bei den Freiburgern gibt es gegenüber dem 0:0 gegen Havelse vier Änderungen: Sildillia, Ontzuans, Wagner und Weißhaupt spielen für Kammerknecht, Kammerbauer, Tauriainen und Kehrer.

Beginn

Schiedsrichter Mitja Stegemann aus Bonn pfeift bei bewölktem Himmel und Temperaturen knapp über Null an. Anstoß haben die in Rot-Weiß angetretenen Freiburger und spielen in Richtung Ostkurve. Mittlerweile dürften über 6.000 Zuschauer im Stadion sein.

Der VfL nimmt von Anfang das Heft in die Hand. In der 4. Minute ein schöner Angriff über rechts: Kunze schickt Simakala per Kopf auf die Reise, der spielt zurück auf den mitgelaufenen Kunze, dessen Schuss allerdings für den Freiburger Keeper Atobulo kein Problem darstellt.

Der VfL ist permanent am Drücker und bestimmt das Spiel, auch wenn die Freiburger sich hin und wieder gefährlich dem Osnabrücker Tor nähern. Fast alle VfL-Angriffe laufen in dieser Anfangsphase über den hellwachen Simakala, der in der 11. Minute nur das Außennetz trifft.  

Allmählich kommen die Freiburger besser ins Spiel und Weißhaupt zieht aus 20 Metern ab, der Schuss ist aber für Kühn leichte Beute.
 
 

Nach einer Viertelstunde …

… ist der Anfangsschwung der ersten Minute dahin und die Freiburger werden mutiger. In der zwanzigsten Minute kracht Simakala vor dem Strafraum mit den Freiburgern Wagner und Leopold zusammen, wirkt etwas benommen, kann aber nach kurzer Pause weitermachen. Die Freiburger nehmen nun nach meinem Geschmack etwas zu viel an der Partie teil, auch wenn der VfL immer noch etwas mehr vom Spiel zu haben scheint.

In der 25. Minute ein schöner Angriff aus der eigenen Hälfte heraus, aber Opokus Flanke von links wird von Simakala knapp verpasst. In der 29. Minute kann Wooten einen Angriff der Freiburger im eigenen 16er per Kopf klären, aber die bleiben am Drücker und bringen die Osnabrücker Abwehr immer häufiger in Verlegenheit. In der 30. Minute trifft Vermeij nur das linke Außennetz.

Der Schwung der Anfangsminuten ist nun endgültiog dahin. Simakala sucht zwar immer wieder den Abschluss, aber dann fällt sogar, nicht ganz überraschend, das 0:1 – Schmidt kann von links ungehindert in den Strafraum flanken und der von Kleinhansl nicht konsequent genug gedeckte bärenstarke Vermeij köpft den Ball aus wenigen Metern ins Tor.

Der VfL muss sich nun zusammenreißen und den Druck erhöhen, denn die Freiburger haben zwar sehr gute Einzelspieler in den eigenen Reihen, sind aber beileibe keine Übermannschaft. Die Osnabrücker wirken aber immer verunsicherter und leisten sich in der Abwehr etliche Patzer. In der 40. Minute fast das 0:2, als Vermeij sich den Ball erobert, sein Schuss landet bei Burkart, dessen Abschluss links am Tor vorbei ins Aus geht.

Halbzeitfazit

Nach einer guten Anfangsphase hat der VfL die Kontrolle über das Spiel völlig verloren. Die Freiburger wurden von Minute zu Minute stärker und führen am Ende nicht unverdient mit einem Tor. Der blutleere Auftritt des VfL ist nur schwer zu erklären.

Beide Mannschaften gehen unverändert in die zweite Hälfte … 

… in der 47. Minute landet eine Rechtsflanke von Simakala auf dem Querbalken. Auch ein zufälliges Ereignis kann ein Weckruf sein und das Stadion wird lauter. Wie schon zu Beginn des Spiels ist der VfL nun zwar etwas mehr am Drücker, aber die Freiburger geben sich unbeeindruckt und greifen früh an.

Beim VfL läuft nach wie vor nicht viel zusammen und in der 56. Minute kommen Higl für den glücklosen Wooten und Itter für Traoré ins Spiel, was wegen inkonsequenten Abwehrverhaltens sofort zu zwei Riesenchancen der Freiburger führt. Und in der 59. Minute fast das 0:2, als Burkart aus knapp 20 Metern ungehindert abziehen kann. Seinen scharfen Schuss kann Kühn mit einer tollen Parade zur Ecke lenken. 

Nach 60 Minuten …

… ist schon wieder der Wurm im Osnabrücker Spiel. Was für ein beschissenes Spiel des VfL bis zu diesem Zeitpunkt. Nach einem geblockten Opoku-Schuss gibt es eine Ecke von rechts. Kleinhansl führt sie aus und Kunze schießt aus wenigen Metern Torhüter Atubolu in die Arme. 

Gute Schüsse von Klaas und Opoku können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Freiburger nach einem katastrophalen Fehlpass von Kunze fast das zweite Tor erzielt hätten. Der VfL versucht es in der Schlussviertelstunde mit der Brechstange und das Publikum gibt alles. 

Die Freiburger bleiben bei jeder ihnen sich bietenden Gelegenheit auf dem Platz liegen und schöpfen auch das Wechselkontingent komplett aus, dennoch sind sie mit ihren Kontern einem Tor näher als der VfL dem Ausgleich. In der 84. Minute verpasst Engelhardt die größte Chance, als er den Ball links am Tor vorbeizieht. Das hätte das 2:0 sein müssen.

Riesenaufregung in der 90. Minute als Kammerknecht den Ball von der Linie kratzt, den einige Zuschauer im Tor wähnten. Der VfL versucht es zwar immer wieder, aber die Freiburger verteidigen mit Mann und Maus. Ein Unentschieden wäre allmählich verdient. Ein Schuss von Gugganig in der 96. Minute, den Atubolu nur abklatschen kann, hätte fast mit dem Schlusspfiff den Ausgleich gebracht.  

Fazit:

Nach einer schwachen Partie mit nur wenigen Höhepunkten verliert der VfL überraschend gegen Freiburgs zweite Mannschaft mit 0:1. Das Aufbäumen gegen die drohende Niederlage kam viel zu spät. Nächsten Sonntag geht es gegen den TSV Havelse, alles andere als ein Sieg wäre eine Überraschung.

Zahlen, Daten & Fakten

Zuschauer:innen: 6.941 davon etwa 100 aus Freiburg

Tore:
0:1 Vermeij (33.
)

Gelbe Karten:

(39.) Gugganig 
(45.) Traoré
(52.) Köhler 

VfL Osnabrück:
Kühn – Kleinhansl (83. Bertram), Gugganig, Trapp, Traoré (57. Itter) – Kunze (74. Bapoh), Köhler, Klaas – Opoku, Wooten (57. Higl), Simakala
Trainer: Daniel Scherning

SC Freiburg II:
Atubolu – Schmidt (81. Kammerbauer), Sildillia, Braun-Schumacher – Weißhaupt, Engelhardt, Wagner, Leopold (81. Treu) – Burkart (64. Kammerknecht), Vermeij (81. Furrer), Ontuzans (69. Trauriainen)
Trainer: Thomas Stamm

Schiedsrichter: Mitja Stegemann (Bonn)

Statistik:
Vor der heutigen Partie trafen die beiden Clubs in dieser Konstellation, Freiburg II ist nun mal nicht Freiburg I, noch nie aufeinander. Hier geht es zur kompletten Nicht-Statistik von weltfussball.de“.

Tabellarisches:
Laut Kicker-Formtabelle spielt der Tabellenerste VfL (3,13) gegen den Tabellensechzehnten aus Freiburg (3,53). Tatsächlich spielt der VfL als Tabellenzweiter des 16. Spieltags der 3. Liga gegen den Vierzehnten aus Freiburg.

 

Hier geht es zur aktuellen Tabelle der 3. Liga:

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