Dienstag, 16. August 2022

Der VfL gewinnt im Stil einer Klassemannschaft 3:1 gegen 1860 München!

Der VfL schlägt den TSV 1860 vor einem begeisterten Publikum verdient mit 3:1, setzt sich damit in der Tabellenspitze der 3. Liga fest und gehört, allen Unkenrufen zum Trotz, nun endgültig zu den Aufstiegsfavoriten.

Zur Information:
In unserem aktuellen 18. VfL-Heimatabend-Podcast sprechen wir zunächst rückblickend über das vergangene Spiel in Lotte, um uns dann der heutigen Partie zu widmen.
Und wer es noch nicht gelesen hat: Der emotionale Artikel unseres Autors für Fanangelegenheiten und Alltagswahnsinn, Ali Boelzen, wurde mittlerweile von fast 20.000 Leuten gelesen oder zumindest angeklickt. Und mit dem designierten VfL-Präsidenten Holger Elixmann plauderten im 17. VfL-Heimatabend-Podcast Heiko Schulze & Kalla Wefel in der Giftküche der Osnabrücker Rundschau.

Unsere Spielberichte werden ohne Netz und doppelten Boden immer live verfasst und unmittelbar nach Abpfiff veröffentlicht. Ihr lest also stets etwas Ähnliches wie einen im Präsens gehaltenen Liveticker, bei dem zugunsten der Aktualität Tipp- oder Formatfehler erst im Nachhinein korrigiert werden.

d

Vor dem Spiel …

Auf der Pressekonferenz gestern in aller Frühe waren sich Trainer Daniel Scherning und Omar Traoré einig, dass der nächste Gegner immer der schwerste sei und man sich natürlich auf das Heimspiel vor einer immerhin fünfstelligen Kulisse freue. 

Beim VfL spielen gegenüber der Partie im temporären Verler Stadtteil Lotte Opoku und Gugganig für Higl und Trapp in der Startelf. 60-Trainer Köllner sieht keinen Grund, seine Anfangsformation gegenüber dem 6:0-Sieg gegen des SC Freiburg2 zu ändern. Dass mit Marc Heider (35) unjd Sascha Mölders (36) zwei der ältesten Mannschaftsführer und Stürmer der 3. Liga heute aufeinandertreffen sei nur am Rande erwähnt. 

Beginn

Schiedsrichter Patrick Hanslbauer aus Altenberg pfeift bei bewölktem Himmel und  um die 8 Grad an. Anstoß haben die Münchner Löwen, die zuerst in Richtung Ostkurve spielen.

Der VfL zeigt sich von der ersten Minute an angriffslustig und kommt zu ersten Gelegenheiten. Die Münchener aber haben die bislang größte Möglichkeit, als Lex in der 6. Minute von rechts allein auf das Tor zustürmt, aber am hervorragend reagierenden Kühn scheitert. Wenige Minuten später ist es erneut der Osnabrücker Keeper, der einen Freistoß von Wein zur Ecke lenkt. Die Münchner sind brandgefährlich. In der 14. Minute scheitert Lex ein zweites Mal, dieses Mal kann Gugganig zur Ecke klären.

Nach einer Viertelstunde …

… ist das Spiel zwar noch völlig offen, die besseren Chancen aber haben bislang die 60er. Ein Freistoß von Simakala geht über das Tor, kurz darauf kommt der VfL über rechts. Simakala flankt von der Grundlinie nach innen und Heider lenkt den Ball am kurzen Pfosten mit der Hacke aufs Tor, aber Schlussman Hiller kann mit einem Reflex klären.

Mitte der ersten Halbzeit geht es mit dem Schlagabtausch munter weiter: Eine unfassbare Szene dann in der 24. Minute, als Simakala dem etwas leichtsinnigen Hiller den Ball im Torraum abnehmen kann, seine Schussversuche aber gleich zweimal abgeblockt werden und es zum Blitzkonter der Münchner kommt: Biankadi schickt Deichmann auf die Reise, der von rechts in den Strafraum flankt, wo Lex keine Mühe hat, den Ball aus wenigen Metern ins Netz zu befördern. Es steht 1:0 für 60 München.

Der VfL zeigt sich nicht geschockt und spielt munter weiter mit. In der 34. Minute die Riesenchance zum Ausgleich, aber Simakalas Abschluss aus 11 Metern ist nicht konsequent genug. Immer wieder gibt es wie schon am Montag in Lotte leichte Unsicherheiten in der Abwehr und unerklärliche Fehlpässe. Wenn der VfL gefährlich ist, dann über rechts. Traoré, Klaas und Simakala sind die Trümpfe auf Osnabrücker Seite.

Und schon fällt nach einem Angriff über rechts der Ausgleich: Klaas setzt Simakala mit einem Klassepass ein, der lässt Salger mit einem geschickten Haken aussteigen und versenkt den Ball im langen Eck. Es steht 1:1.

Der VfL ist nun die bessere Mannschaft und kommt noch zu einigen Torchancen, von denen aber bis zum Halbzeitpfiff keine mehr genutzt werden kann.

Foto: Revierfoto

Halbzeitfazit

Eine von beiden Seiten mit viel Einsatz geführtes Spiel auf Augenhöhe, das in den Anfangsminuten von den Gästen, nach deren Führung aber vom VfL bestimmt wurde. Das 1:1 ist zwar einigermaßen leistungsgerecht, der VfL hätte aber durchaus eine Führung verdient gehabt.

Der VfL geht unverändert in die zweite Hälfte … 

… bei den Münchern kommt Tallig für Dressel. Der VfL spielt nun auf die Ostkurve zu und macht da weiter, wo er die erste Halbzeit aufgehört hat. In der 48. Minute scheitert Heider noch mit einem strammen Linksschuss an Torwart Hiller. Doch schon die nächste Aktion bringt die Führung: Opoku führt die Ecke von links aus und Simakala setzt sich im Torraumgetümmel am kurzen Pfosten durch und köpft den Ball in die Maschen. Riesenjubel! Der VfL hat das Spiel gedreht. Es steht 2:1!  

Der VfL hat das Spiel nun im Griff, wenngleich die Offensivaktionen der 60er stets gefährlich bleiben.

Foto: Revierfoto

Nach 60 Minuten …

… muss Traoré das Spielfeld wegen einer Verletzung verlassen, seine Position nimmt Itter ein. Das Spiel befindet sich nun in einer Art Erholungsphase, auch wenn Heider in der 67. Minute fast ein Tor erzielt, das aber wegen Abseits wohl ohnehin nicht gegeben worden wäre. Das Flutlicht geht an und es herrscht eine gespannte bis angespannte Stimmung im Stadion – die Ruhe vor dem Sturm?

Der VfL macht das sehr gut und kontrolliert das Spiel. Ein 3:1 scheint nun wahrscheinlícher als der Ausgleich. Und schon ist es passiert, da ist das befreiende 3:1!  Der von Köhler ins Spiel gebrachte Opoku flankt von rechts und Higl muss fast nur noch den Fuß hinhalten.

Der VfL spielt die Partie unaufgeregt unter dem Applaus des singenden Publikums routiniert zu Ende.

Fazit:

Der VfL schlägt den TSV 1860 vor einem begeisterten Publikum verdient mit 3:1, setzt sich damit in der Tabellenspitze der 3. Liga fest und gehört, allen Unkenrufen zum Trotz, nun endgültig zu den Aufstiegsfavoriten. Die kommende Länderspielpause tut sicherlich Fans und Aktiven gut. Am 21.11. geht es nach Mannheim, dann kommen zwei Heimspiele gegen Freiburg II und Havelse.

Zahlen, Daten & Fakten

Zuschauer:innen: 11.071 davon 671 aus München

Tore:
0:1 Lex (24.)
1:1 Simakala (39.)

2:1 Simakala (48.)
3:1 Higl (85.)

Gelbe Karten:

(10.) Taffertshofer
(41.) Heider
(73.) Kleinhansl 
(74.) Tallig 
(87.) Beermann 

VfL Osnabrück:
Kühn – Traoré (59. Itter), Beermann, Gugganig, Kleinhansl – Köhler, Taffertshofer, Klaas (77. Kunze)- Opoku (89. Bertram), Heider (89. Wootenflank), Simakala (77. Higl)
Trainer: Daniel Scherning

TSV 1860 München:
Hiller – Deichmann, Lang (76. Belkahia), Salger, Greilinger – Wein (63. Moll) – Biankadi (63. Goden), Bär, Dressel (46. Tallig), Lex (76 Linsbichler)- Mölders
Trainer: Michael Köllner

Schiedsrichter: Patrick Hanslbauer (Altenberg)

Statistik:
Vor der heutigen Partie trafen die beiden Clubs seit dem 04. August 1981 in elf Pflichtspielen aufeinander. Die Bilanz lautet 2:5:4. Hier geht es zur kompletten Statistik von weltfussball.de“.

Tabellarisches:
Laut Kicker-Formtabelle spielt der Tabellendritte VfL (3,19) gegen den Tabellenzehnten aus München (3,39). Tatsächlich spielt der VfL als Tabellenzweiter der 3. Liga gegen den Dreizehnten aus München.

 

Hier geht es zur aktuellen Tabelle der 3. Liga:

spot_img
spot_img
spot_img
spot_img
spot_img
spot_img

Aktuell

Aktuelles