OB-Kandidat Groß fordert Stopp
Der OB-Kandidat der Linken Osnabrück, Dr. Thomas Groß, fordert Stadt und Landkreis auf, die Planungen für die neue private medizinische Hochschule sofort einzustellen. Zum einen wurden die finanziellen Konsequenzen stark unterschätzt. Zweitens sind die Einwände gegen die soziale Schieflage der enormen Studiengebühren in keiner Weise ausgeräumt worden. Drittens haben die Kliniken zur Zeit ganz andere Sorgen.

Für die neue Medizinische Universität Lausitz planen Bund und Länder sogar 3,7 Milliarden € ein. Angesichts der aktuellen Neuverschuldung der Kommunen handelt es sich laut Groß bei den Osnabrücker Plänen um ein unverantwortliches Abenteuer.
Ebenso gibt es bis heute anscheinend keine einzige Zusage für die versprochenen Stipendien, mit denen angeblich der Zugang für Studierende ohne reiche Eltern ermöglicht werden soll. Auch hier ist nicht ersichtlich, welche Kommune sich heute diese zusätzlichen Ausgaben leisten kann, für die vage Aussicht, in fünfzehn Jahren eine Arztpraxis besetzen zu können.
Schließlich weist Groß darauf hin, dass der jetzige Zeitpunkt, in dem die Kliniken im Raum Osnabrück selbst mit enormen Defiziten kämpfen und eine weitreichende Umstrukturierung vorbereiten, ganz ungeeignet ist, um ihnen die zusätzliche Belastung mit der keineswegs trivialen Entwicklung eines neuen Studiengangs aufzubürden.













