Begeisterndes Event in der OsnabrückHalle
Trotz einer trüben Wetterprognose und anhaltendem Regen füllte sich am Dienstagabend die OsnabrückHalle. Der Grund: Die Produktion „Der König der Löwen – The Music Live in Concert“ von Highlight-Concerts lud zu einer musikalischen Reise in die afrikanische Savanne ein. Das Ensemble der Cinema Festival Symphonics präsentierte unter der Leitung von Stephen Ellery die weltbekannten Kompositionen von Hans Zimmer und Sir Elton John.
Ein klanggewaltiges Ensemble
Der Abend stand im Zeichen der symphonischen Neuinterpretation eines Klassikers, der seit 27 Jahren Generationen verbindet. Das Orchester schuf gemeinsam mit dem Chor und hochkarätigen Solisten ein emotionales Erlebnis, das über eine reine Filmvorführung hinausging. Besonders die Solisten verliehen den ikonischen Rollen neue Facetten. Dazu zählten besonderes Chloe Taylor: Die in Liverpool geborene und in London lebende Künstlerin brachte West-End-Erfahrung (u.a. „Wicked“, „Mamma Mia“) auf die Osnabrücker Bühne. Ihre Interpretation der weiblichen Hauptparts zeichnete sich durch Präzision und Anmut aus. Daneben glänzte die schwedische Sängerin Sandra Kassman überzeugte mit großer stimmlicher Tiefe. Der gebürtige Indonesier Yonatan Pandelaki erwies sich als „Meister der Vielstimmigkeit“. Er schlüpfte mühelos in die Rollen von Scar, Mufasa und Simba, wobei er die gesamte emotionale Bandbreite von tiefer Tragik bis hin zu heroischer Kraft abdeckte. Last but not least Kim Shepherd: Die schottische Sängerin, ein fester Bestandteil der preisgekrönten Band „Cut the Cake“, rundete das Ensemble mit ihrer vielseitigen Bühnenpräsenz ab.
Die Magie von Zimmer und John
Im Zentrum der Aufführung standen die Werke zweier Musik-Giganten. Der Soundtrack des gebürtigen Frankfurter Komponisten Hans Zimmer bildete das monumentale Fundament. Zimmer, der für seine Arbeit an „Der König der Löwen“ einen seiner zwei Oscars erhielt, ist bekannt für die Verbindung von elektronischen Synthesizer-Klängen mit traditionellen orchestralen Arrangements.
Kontrastiert wurden diese epischen Melodien durch die zeitlosen Pop-Hymnen von Sir Elton John. Hits wie „Circle of Life“ und „Can You Feel the Love Tonight“ sorgten für die gewohnten Gänsehautmomente, während rhythmische Nummern wie „Hakuna Matata“ das Publikum sichtlich belebten.
Präzision am Dirigentenpult
Den roten Faden des Abends hielt der britische Dirigent Stephen Ellery in der Hand. Mit seiner Erfahrung aus internationalen Produktionen wie „Game of Thrones“ oder „Star Wars“ leitete er das Orchester mit spürbarer Leidenschaft. Besonders hervorzuheben ist die Leistung der Cinema Festival Symphonics, die den schwierigen Spagat zwischen afrikanischen Rhythmen und klassischer Orchestrierung meisterten. Begleitet wurde die Musik von kunstvollen Leinwand-Animationen der „boscops media GmbH“, die – losgelöst von den Original-Filmsequenzen – eine eigene visuelle Ästhetik in den Saal brachten.













