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Sonntag, 8. Februar 2026

Von Drachen, Superhelden und der Krebsberatungsstelle

Liebe Os-Kids,

die meisten von euch sind momentan hoffentlich putzmunter und kerngesund! Natürlich könnte euch auch gerade ein fieser Schnupfen, ein gemeiner Husten, mieses Bauchweh oder gar Fieber quälen. Doch dies ist kein Grund zur Sorge, denn in den allermeisten Fällen sind das nur die Reaktionen eures Immunsystems, eurer ganz eigenen Körperpolizei, um schädliche Viren und Bakterien möglichst schnell wieder loszuwerden. Wenn ihr eure Körperpolizei mit ordentlichen Ruhepausen, frischer Luft und Extraportionen Obst, Gemüse und Schlaf unterstützt, werdet ihr sicher schnell wieder fit. Falls das nicht reicht, gibt es fast immer die passende Medizin zum Nachhelfen. Dies ist ein großes Glück für uns und war für die Menschen, die hier in früheren Zeiten lebten, keine Selbstverständlichkeit.

Noch einige wichtige Infos zu eurem Immunsystem, um euch ein paar Ängste zu nehmen: Längst nicht alle Bakterien und Viren machen krank, ganz im Gegenteil, in unseren Körpern leben unzählige Bakterien als Freunde und Verbündete, die sogar helfen, uns gesund zu halten. Auch ist nicht jeder Kranke ansteckend. Doch – und dies ist sehr wichtig – in Form von regelmäßigem Händewaschen nach der Toilette und vor dem Essen solltet ihr eure Körperpolizei als „Polizeichef“ (oder -chefin) unterstützen.


Es folgt ein Artikel über unseren Besuch in der Krebsberatungsstelle in Osnabrück.

Wie schon gerade beschrieben, ist es völlig normal ab und zu mal krank zu sein. Niemand braucht durch das Leben zu laufen und ständig Angst vor schlimmen Krankheiten haben. Durch das Internet und die bessere Vernetzung aller Menschen weltweit kann es einem schnell so vorkommen, als wäre unser Leben ständig bedroht. Nachrichten, über all die vielen, vielen Millionen Leute weltweit, denen es gutgeht, sind eben keine sogenannten Schlagzeilen wert. Doch trotz all dem Guten gibt es leider Krankheiten, die im Körper, ähnlich einem fiesen Superschurken mit ganz viel Zerstörungswut daherkommen. Das Wort Krebs habt ihr in dem Zusammenhang vielleicht schon mal gehört. Ein gleichnamiges Strand- und Wassertier hat übrigens nichts mit der Erkrankung zutun. Zurück zur Krankheit.

Besonders direkt nach der ersten Diagnose (dem Erkennen der Krankheit) ist für Erkrankte und ihre Lieben erstmal alles neu und beängstigend, auch, weil sie nicht wissen, wie es damit weitergeht und gehen kann. Dies ist dann natürlich von Fall zu Fall verschieden. Es gibt heutzutage viele Behandlungsmöglichkeiten und Medikamente, darunter Neues und so einiges, das glücklicherweise immer öfter die berechtigte Hoffnung auf einen vollständigen Sieg gegen den Krebs zulässt. Doch, damit eine Heilung oder zumindest eine wichtige Stärkung des Körpers gelingen kann, brauchen alle Erkrankten jegliche Superheldenkraft, die sie und ihre Familien aufbringen können. Weil das auf Dauer einfach anstrengend ist, gibt es superheldenhafte Hilfe für Groß und Klein in verschiedenen Beratungsstellen. Niemand muss in so einer Ausnahmesituation alleine sein. Drache Valentin und ich waren zu Besuch in der Krebsberatungsstelle Osnabrück, empfangen hat uns Heike Köhler.


Drache Valentin zu Besuch in der Krebsberatungsstelle

Drache Valentin: „Hallo Heike. Das fängt ja drachenstark an hier bei dir. Ein feuriger Drache im Fenster und einer auf dem Arm, toll!“ (Schaut euch dazu nochmal das Titelbild an!)

Heike Köhler: Hallo Valentin, das ist Kijuba. Er ist das Maskottchen unseres Kinder-und Jugendlichen-Begleit-Angebots. Daher hat er auch seinen Namen. Er ist für viele Kinder ein drachenstarker Freund. Er ist da, wenn die Kinder traurig sind, wenn jemand aus der Familie oder sie selber krank sind.

Valentin: Das ist ja toll. Für andere da sein ist super. Was macht Kijuba denn sonst noch so?

Heike: Manchmal besucht Kijuba auch Vorschulkinder in den Kindergärten in Stadt und Landkreis Osnabrück. Er zeigt den Kindern, wie man sich gut vor der Sonne schützt und warum gesunde Ernährung und Bewegung wichtig sind.

Valentin: Was sind das denn da für kleine Bücher?

Heike: Lieber Valentin, das sind kleine Geschichten über Kijuba und seinen Freund, den kleinen Stern. Die beiden erleben jedes Jahr ein neues kleines Abenteuer. Jedes Jahr zur Adventszeit kann man im Internet eine Geschichte mit tollen Bildern lesen. Und später gibt es die Geschichte dann als kleines Buch.

Valentin: Ui, von mir gibt es auch kleine Bücher und Tina und ich gehen auch zu den Kindern, das kann ja kein Zufall sein. Wahrscheinlich können wir Drachen das eben einfach am besten! Und wo findet hier in der Ratungsstelle jetzt das Quizz statt? Ich bin blitzbereit zum Raten!

Heike schmunzelt: Lieber Valentin, wir sind eine Beratungsstelle, das hat nichts mit Raten zu tun, ganz im Gegenteil. Wir helfen Menschen, wenn sie traurig sind, weil sie krank sind und dann ganz viele Fragen haben. Manchmal tut es gut, seine Sorgen und Ängste mitzuteilen.

Valentin: Ach so, das ist bestimmt wichtig. Aber hier sind nicht immer alle traurig, oder?

Heike: Manchmal tut es tatsächlich auch gut es zuzulassen traurig zu sein, das ist wichtig. Traurigsein, gerade man selber oder jemand, den man liebhat, krank ist, gehört zum Leben dazu. Aber gelacht wird hier auch ganz viel. Denn es ist wichtig, auch schöne Gedanken und Gefühle zuzulassen. Und das macht dann Freude.

Valentin: Das klingt gut. Dürfen hier auch Kinder hinkommen?

Heike: Na klar, lieber Valentin. Zu uns kommen viele Kinder. Sie können mit uns spielen, basteln oder einfach nur erzählen. So wie sie es möchten. Und, lieber Valentin, manchmal hilft es, auch andere Kinder zu treffen, bei denen auch jemand in der Familie krank ist. Deshalb gibt es hier manchmal auch Spielenachmittage. Möchtest du mal unser Spielzimmer sehen?

Valentin: Klar! Komm Kijuba, wer schneller da ist! Hihi, war ein Scherz, wir sind ja beide Traglinge, also hüja Heike und hüja Tina!

Hiermit ist das Dracheninterview schon beendet, denn Valentin fühlt sich im Spielzimmer schließlich so wohl, dass er mit seinem neuen Drachenfreund Kijuba noch ein bisschen bleiben möchte. Ich lasse mir von Heike noch den Rest der Beratungsstelle zeigen, überall blicke ich in freundliche Gesichter. Ein Ort voller Wärme, Wissen, Vertrauen, Stille und ja, auch voller Leben und Zuversicht. Heike erzählt mir, dass es leider noch immer zu viele Menschen gibt, die nichts von der Krebsberatungsstelle und ihren kostenfreien Angeboten wissen. Nun, ich hoffe, das mit diesem Artikel ein Stück weit zu ändern. Beratung, aber auch vor allem Begleitung, besonders für Kinder in betroffenen Familien, ist schließlich sehr wichtig. Kleine (und große) Superhelden brauchen und bekommen hier drachenstarke und heldenhafte Hilfe.

Hier ist ein Link zur Osnabrücker Krebsberatungsstelle. 

Vielen Dank an Heike Köhler und das ganze Team der Krebsberatungsstelle. Schön, dass es euch gibt! Und an alle Superhelden und Superheldinnen da draußen, ihr seid nicht allein!

Drache Kijuba und seine Bücher

Liebe Os Kids,

habt eine kunterbunt schöne Woche mit vielen schönen und liebevollen Momenten!

Eure Tina Birgitta Lauffer

 

 

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