Musical „Artus – Excalibur“: Schwertkämpfe im Theater am Domhof

Schwertkämpfe im Theater am Domhof
Wunderschöne Stimmen, actiongeladene Schwertkampfszenen, abwechslungsreiche Musik und obendrauf das stimmungsvolle Dudelsackspiel von Karim McLeod machen den Theaterbesuch zu einem Genuss.

Artus, gespielt von Jannik Harneit, möchte eigentlich gar kein Held sein, sondern sein Leben so weiterleben, wie bisher. Leider hat er nur versehentlich den Fehler gemacht und das verzauberte Schwert „Excalibur“ aus einem Stein gezogen. Zauberer Merlin hatte es einst dort versenkt und mit der magischen Formel versehen, dass nur, wer der wahre König von Britannien sei, dieses Schwert dort hinausziehen kann.

Auf gutes Zureden seiner Freunde hin nimmt Artus seine Bestimmung an und macht sich durch das von Krieg zerstörte Land auf den Weg zum Herrschaftssitz Camelot, um es wieder aufzubauen. Dort gründen er und die seinen die „Ritter der Tafelrunde“ um mit Güte zu herrschen und das Volk von Britannien zu beschützen.

Natürlich gibt es Neider: vor allem Artus‘ Halbschwester Morgana, die vor langer Zeit in ein Kloster verbannt wurde, sich dort die Zauberei beibrachte, und letztendlich ausbrach, um sich jetzt die Krone zu holen. Dazu verbündet sie sich mit Artus‘ Widersacher Lot von Orkney.

Auf der Hochzeitsfeier von Artus und Guinevere überfällt Lot mit seinem Gefolge die Festgesellschaft und tötet den Ziehvater von Artus.
Artus findet nicht mehr heraus aus Verzweiflung und Hass, hat nur noch Rache im Sinn, entfremdet sich immer mehr von seiner Ehefrau, die sich Lanzelot, der sie seit langem begehrt, zuwendet.
Morgana hat schließlich nichts Teuflischeres zu tun, als Artus aufzusuchen und ihm von diesem Verrat zu erzählen.Und dass das alles nicht wirklich gut ausgeht, kann sich jeder denken – wird hier aber nicht verraten.

Das Auf und Ab im Geschehen, zwischen Liebe und Hass, zwischen Hoffnung und Verzweiflung wird vom amerikanischen Musicalautor Frank Wildhorn wunderbar ausgespielt zwischen Balladen und starken, temporeichen Stücken – die Szenerie in Britannien wird musikalisch durch keltische Musik und Tänze und die Dudelsackpassagen untermalt.

Die starken Stimmen von Jannik Harneit als Artus, Susanna Edelmann als Guinevere, Jan Friedrich Eggers als Merlin, Daniela Tweesmann als Morgana und ganz besonders Vikrant Subramanian als Lanzelot tun ihr Übriges zu einer stimmigen Aufführung, Inszeniert von Oliver Klöter.

Viel zu tun hatten im Vorfeld einige Studierende des Institus für Musik der Hochschule Osnabrück, die unter anderem ein Schwertkampftrainig mit entsprechender Fecht- und Kampfchoreographie über sich ergehen lassen mussten (es sollte ja echt aussehen und niemand verletzt werden).

Eindrucksvoll waren auf jeden Fall auch die Bühnen- und die Lichtgestaltung: Zunächst Ruinen aus riesigen, mit Verzierungen versehenen Steinbögen, darunter felsartige Brocken, die verschoben werden konnten und dann den Herrschaftssitz Camelot und den großen Gemeinschaftstisch der Tafelrunde darstellten.

Wer nun hoffentlich Lust auf einen schönen Abend bekommen hat, kann hier seine Tickets erstehen: https://www.theater-osnabrueck.de/

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