Brückenschlag zum Bahnhof: Humboldtbrücke nach acht Monaten Bauzeit freigegeben

Verbindung zwischen Buerscher Straße und Bahnhofsvorplatz ist wieder begehbar

Nach dem Abriss der maroden Vorgängerkonstruktion im November 2024 ist die Humboldtbrücke am Hauptbahnhof seit Mittwoch wieder für den Fußverkehr passierbar. Oberbürgermeisterin Katharina Pötter gab das 1,5 Millionen Euro teure Bauwerk offiziell frei. Die moderne Stahlkonstruktion stellt eine zentrale Verbindung zwischen der Buerschen Straße und dem Bahnhofsvorplatz wieder her.

„Endlich ist es wieder so weit, die Humboldtbrücke ist eröffnet“, verkündete Oberbürgermeisterin Katharina Pötter bei der feierlichen Einweihung am Mittwochvormittag. Bei sonnigem Wetter überquerte sie gemeinsam mit Stadtbaurat Thimo Weitemeier und Mike Bohne, Leiter des Fachbereichs Geodaten und Verkehrsanlagen, als eine der Ersten das neue Bauwerk. Für die Bürgerinnen und Bürger endete damit eine achtmonatige Bauphase, in der die wichtige Verbindung zwischen der Innenstadt und den Stadtteilen Schinkel und Gartlage unterbrochen war.


Präzisionsarbeit aus Stahl und GFK

Der Neubau war unumgänglich geworden, nachdem das verrottende Tropenholz der alten Brücke die Verkehrssicherheit massiv gefährdet hatte. Die Stadt entschied sich bei der neuen, insgesamt 94 Meter langen und 2,62 Meter breiten Brücke für eine langlebige Lösung: Während die tragende Konstruktion aus robustem Stahl gefertigt ist, besteht der Brückenbelag aus modernen GFK-Bohlen (glasfaserverstärkter Kunststoff).

Eine besondere Herausforderung stellte die Montage im Sommer 2025 dar: Um den laufenden Bahnbetrieb nicht zu gefährden, wurden die tonnenschweren Stahlelemente in den Nachtstunden per Kran eingehoben. Parallel dazu wurde der bereits seit 2010 bestehende Aufzug, der den barrierefreien Zugang vom Bahnhofsvorplatz ermöglicht, im Zuge der Arbeiten komplett saniert.


Investition in die Zukunft

Die Gesamtkosten für das Infrastrukturprojekt belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro. Ein wichtiges Detail der neuen Brücke ist ihre Modularität: Ein direkter Zugang zu den darunterliegenden Bahnsteigen ist aktuell zwar noch nicht möglich, jedoch ist das Bauwerk technisch bereits darauf vorbereitet. Da die Deutsche Bahn plant, die Bahnsteige in absehbarer Zeit zu erneuern. Die Humboldtbrücke wurde so konstruiert, dass bauliche Anpassungen für direkte Treppenabgänge zu einem späteren Zeitpunkt problemlos umsetzbar sind.

Stadtbaurat Thimo Weitemeier betonte die Bedeutung des Projekts: Die Brücke sei ein essentielles Bindeglied für die Stadtentwicklung, das die Mobilität für Fußgänger in Richtung Osten nachhaltig sichere.
Weitere Bilder der Eröffnung sind im LINK zum Blog von Toni Theilmeier zu sehen.

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