Krieg in Nahost: Osnabrücker TDH-Mitarbeitende beklagen Tod einer libanesischen Kollegin

Libanon: Ghadir Dandash wird Opfer eines Luftangriffs

Trauer und Hilfe: Die libanesische Terre des Hommes-Partnerorganisation FEMALE trauert um eine Mitarbeiterin, die nach einem tödlichem Angriff umkam und leistet Soforthilfe. Hintergrund: Ghadir Dandash, Anwältin und ehrenamtliche Mitarbeiterin der libanesischen Terre des Hommes-Partnerorganisation FEMALE, ist am Donnerstag am frühen Morgen bei einem israelischen Luftangriff auf das Gebiet Armon ums Leben gekommen.

Mit ihr trauert die in Osnabrück beheimatete Kinderhilfsorganisation Terre des Hommes, wie es heißt, um eine mutige Aktivistin, die sich für Rechte von Frauen engagierte und ihnen in schweren Momenten zur Seite stand. Weiter heißt es in der Erklärung von TDH wörtlich:

„Unsere besondere Anteilnahme gilt ihren Angehörigen und Freund*innen. Ihr Mut und ihr Engagement für Gleichberechtigung werden uns immer in Erinnerung bleiben.

Die Organisation FEMALE war mit seinem Gemeinschaftszentrum über Jahre hinweg bis zum Krieg ein sicherer Ort für Mädchen und Frauen, die dort Lernen, Lachen und auch Kräfte sammeln konnten. Bereits 2024 wurde das Zentrum durch israelische Bomben vollständig zerstört, doch unsere Partnerorganisation FEMALE leistet erneut schnell und unbürokratisch Soforthilfe mit Decken, Essenspaketen, Hygieneartikeln und Trinkwasser. Jetzt und bereits während der militärischen Angriffe 2024 konnte sich FEMALE auf die vielen ehrenamtlichen Mädchen und Frauen verlassen, die Teil ihres Netzwerks sind. Ghadir Dandash war eine von ihnen.

Die immer stärker werdende militärische Eskalation im Nahen Osten trifft den Libanon besonders hart und hat mittlerweile eine massive humanitäre Krise ausgelöst. Intensive israelische Luftangriffe insbesondere in Beirut und im Südlibanon treiben die Menschen in die Flucht, offiziellen Angaben zufolge sind bereits mehr als 750.000 Menschen, davon 200.000 Kinder, als intern Vertriebene registriert. Überall suchen Menschen Schutz in provisorischen Notunterkünften; wo kein Platz mehr ist, verbringen sie die Nacht in Autos oder im Freien.“

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