92 Kilometer Wanderweg im munteren Laufschritt
Am Sonntag, den 29. März, fand die 28. Auflage des traditionsreichen Wittekindslaufs ihren feierlichen Abschluss im historischen Rathaus zu Osnabrück. Bürgermeister Uwe Görtemöller empfing die Läuferinnen und Läufer im geschichtsträchtigen Friedenssaals, um die sportlichen Leistungen auf dem rund 92 Kilometer langen Fernwanderweg zu würdigen. Der Etappenlauf, der über vier Sonntage hinweg von Porta Westfalica über den Kamm des Wiehengebirges bis in die Friedensstadt führte, unterstreicht alljährlich die enge Verbundenheit von regionalen Breitensport und historischer Tradition.
Gemeinschaft im Fokus: Kein Wettkampf, sondern Erlebnis
Der Wittekindslauf wird traditionell nicht als klassischer Wettkampf mit Zeitnahme gewertet, sondern als geführter Gruppenlauf veranstaltet. Der Fokus liegt ganz auf dem gemeinsamen Natur- und Sporterlebnis. Nachdem die Teilnehmenden bereits an den vorangegangenen Wochenenden die anspruchsvollen Höhenzüge des Wiehengebirges überwunden hatten, stand gestern die vierte und letzte Etappe auf dem Programm. Die Schlussetappe führte die Läufergruppe traditionell vom Naturfreundehaus in Belm-Vehrte direkt ins Herz der Stadt Osnabrück.
Konstanz auf der Strecke
Ein Blick auf das vorliegende Protokoll der Teilnehmerzahlen der diesjährigen Etappen zeigt ein konstantes und engagiertes Teilnehmerfeld. Besonders hervorzuheben sind Athleten wie Christoph Riemann, Dominik Dirkes und Markus Röhling, die an fast allen Teilstücken der Gruppe teilnahmen. Auch außergewöhnliche Begleiter prägten das Bild der Traditionsveranstaltung: Auf der ersten Etappe sorgten Hans Würl und der Vierbeiner „Balu“ für Heiterkeit und ein echtes Gemeinschaftsgefühl im Läuferfeld.
Die zweite Etappe hielt zudem eine Besonderheit für die Langstreckenspezialisten bereit: Neben 31 klassischen Läufern über die Distanz von 24 Kilometern absolvierten hier drei Athleten einen vollen Marathon.
Hintergrund: Ein Lauf auf historischen Spuren
Der Wittekindslauf führt über den gleichnamigen Wittekindsweg, ein Teilstück des europäischen Fernwanderwegs E11. Benannt ist die Route nach dem Sachsenherzog Wittekind (Widukind), dem historischen Gegenspieler Karls des Großen. Die traditionsreiche Streckenführung und der zeremonielle Empfang der Sportler im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses bilden alljährlich eine Brücke zwischen der sportlichen Gegenwart und der Historie der Region. Weitere Bilder vom Empfang im Rathaus finden Sie im Blog von Toni Theilmeier.












