Grahame Patrick lässt die Musiklegende Elvis Presley beim Gastspiel in Osnabrück wieder auferstehen
Am Sonntag, den 29. März, hat das Ensemble von ELVIS – Das Musical im Rahmen seiner aktuellen Tournee in der OsnabrückHalle gastiert. Vor einem begeisterten Publikum brachte Hauptdarsteller Grahame Patrick Doyle die Meilensteine aus dem Leben des musikalischen Werkes von Elvis Presley auf die Bühne. Die rund dreistündige, von COFO Entertainment organisierte Live-Show beleuchtete den Werdegang des Künstlers von den ersten Anfängen bis hin zu seinen weltweiten Erfolgen.
Eine musikalische Zeitreise von den Anfängen bis Hawaii
Die Produktion zeichnet die wesentlichen Stationen im Leben des 1935 in Tupelo, Mississippi, geborenen Musikers nach. Die chronologische Erzählung beginnt bei der ersten Studioaufnahme, die Presley einst als Geschenk für seine Mutter aufnahm. Sie führt über die Zusammenarbeit mit Sam Phillips beim Label Sun Records, wo 1954 die erste Single: „That’s All Right“ erschien, bis hin zum Wechsel zum nationalen Label RCA.
Als Geburtsstunde des „King of Rock ’n’ Roll“ gilt das Jahr 1956. Mit der Single „Heartbreak Hotel“ und dem Debütalbum „Elvis Presley“ gelang der internationale Durchbruch. Das Album war zudem das erste Rock-’n’-Roll-Werk an der Spitze der Charts. Ein weiterer Höhepunkt der Biografie und der Bühnenshow ist das geschichtsträchtige Konzert „Aloha from Hawaii“ aus dem Jahr 1973. Dieses wurde als erstes Konzert eines Solokünstlers via Satellit in über 40 Länder übertragen und erzielte in den USA eine höhere Einschaltquote als die erste Mondlandung.
Neben bekannten Rock-’n’-Roll-Titeln wie „Jailhouse Rock“ und „Suspicious Minds“ sowie Balladen wie „Love Me Tender“ umfasst das dargebotene Repertoire auch Gospel-Titel. Dazu gehören „Why me, Lord?“ und „How Great Thou Art“. Für die Live-Version des letztgenannten Titels wurde Presley 1974 in Memphis mit einem Grammy ausgezeichnet.

Zeitzeugen und eine spielfreudige Großbesetzung
Um eine möglichst authentische Atmosphäre zu schaffen, greift die Produktion auf die Mitwirkung realer Weggefährten zurück. So steht Ed Enoch, der Leiter des Ensembles „The Stamps Quartet“, auf der Bühne. Das Stamps Quartet gilt als das älteste noch aktive professionelle Gospel-Quartett in den USA. Enoch selbst begleitete Presley zwischen 1971 und 1977 bei über 1.000 Konzerten auf Tourneen und sang auch auf dessen Beerdigung. Unterstützt wurde er im Gesangsquartett von Casey Shepherd, David Mann und Jim Worthing.
Für das musikalische Fundament der Show sorgte die siebenköpfige „Las Vegas Showband“ unter der Leitung von Keyboarder Scott Robin. Flankiert wurde er von Tim Hahn am Schlagzeug, Gitarrist Ralf Tonnius und Hans-Dieter Lorenz am Bass. Die markante Bläsersektion setzte sich aus David (Skip) Reinhard (Trompete), Frank Fritsch (Saxophon) und Daniel Busch (Posaune) zusammen. Tänzerisch untermalt wurde das Spektakel unter anderem von Luciana Fuzetti und Valentina Caliandro, während Nicolai Tegeler als Elvis-Manager „Colonel“ Tom Parker durch die Spielszenen führte.
Ergänzt wurde das Bühnengeschehen durch die Einbindung von originalen Bild- und Filmmaterial, das von Presleys früheren Tour-Manager und Konzertfotografen Ed Bonja (†) stammt. Diese Dokumente und Bonjas Insiderwissen flossen bereits in die Entstehung der Produktion ein. Presley starb am 16. August 1977 auf seinem Anwesen Graceland in Memphis an einem plötzlichen Herzstillstand, nachdem er im Juni desselben Jahres sein letztes Konzert gegeben hatte. Mit einer Milliarde verkaufter Tonträger gilt er bis heute als einer der erfolgreichsten Solokünstler der Musikgeschichte.












