Vorspiel im Gästezimmer: VfL gegen den MSV Duisburg

Unsere ohnehin umfangreiche VfL-Berichterstattung wird ab sofort um ein neues Format ergänzt, und zwar um das „Vorspiel im Gästezimmer“ und das „Vorspiel im Wohnzimmer“.
Verantwortlich für das „Gästezimmer“ ist Janis Weber, der schon einige interessante Beiträge für die OR verfasst hat und VfL-Fans vom Podcast Ostkurvenchor hinlänglich bekannt sein dürfte.

Das Wohnzimmer räumt Lars Mosel vor jedem Heimspiel auf, der vor allem als Mitglied der ersten Stunde des VfL-Podcasts auf OS-Radio 104,8 berühmt und zugleich berüchtigt wurde: „Ich werde hier gegen meinen Willen festgehalten“, ein unvergessener Satz, mit dem der erste VfL-Podcast eröffnet wurde und der schon früh die mafiöse Grundstruktur der OR offenbarte.

 

Vorschau auf das Heimspiel gegen den MSV Duisburg
mit persönlichen Einschätzungen von Lars Mosel, Janis Weber und Sven Dirkes

Wir befinden uns in der letzten englischen Woche der Saison, die den VfL am Dienstag ins Ruhrgebiet zum MSV Duisburg führt. Bislang haben die Zebras noch kein Heimspiel verloren, doch die Lila-Weißen wissen mittlerweile wie man im Wedaustadion bestehen kann: die letzten beiden Auswärtsspiele gegen den MSV konnten gewonnen werden, die letzte Niederlage dort liegt fast zwölf Jahre zurück. Und nicht nur Duisburg, sondern auch Uerdingen hat man im Wedaustadion in der jüngeren Vergangenheit geschlagen. 2019 besiegte man den KFC, der nach Duisburg ausweichen musste, auf dem Weg zum Aufstieg mit 3:1.

Gegen den MSV ist die Quote aus den letzten gut zehn Jahren allgemein überzeugend aus Osnabrücker Sicht: von acht Spielen ging nur eines verloren. Die Bilanz bedarf allerdings auch zukünftig noch weiterer Korrektur: zwischen 1982 und 2021 konnte der VfL gegen die Duisburger nur schmale drei Siege einfahren, zwischen 1990 und 2021 blieb man sogar über 19 Spiele hinweg sieglos gegen den MSV.


Auf’m Platz

Auch wenn Trainer Dietmar Hirsch auf Pressekonferenzen und in Interviews gebetsmühlenartig wiederholt, dass man aktuell nichts zu verlieren habe, der Aufstieg ein Wunder wäre und man im Grunde mit dem Klassenerhalt schon zufrieden sein müsste, lassen die Transferaktivitäten im Winter dann doch etwas mehr Ambition vermuten. Einen Mittelfeldspieler (Casar, gegen uns rotgesperrt), der in der Hinrunde noch zwölf Mal in der 2. Bundesliga auflaufen durfte, fest zu verpflichten und darüber hinaus mit Lobinger einen der, oder vielleicht sogar den besten Mittelstürmer der Liga von der Konkurrenz zu kaufen, ist schon eine gewaltige Ansage gewesen. Oder wie man heutzutage gerne sagt: der MSV ist im Winter All-in gegangen. Hinzu kommt die Leihe von Dominik Kother, der wie Casar in der Hinrunde noch für Dresden auflief und dort ebenfalls zwölf Einsätze verbuchen konnte. Die Gehaltszahlungen der Duisburger dürften damit ordentlich in die Höhe gestiegen sein, für einen Aufsteiger sind das eigentlich absurde Transfers.

Nun ist der MSV aber kein typischer Aufsteiger und hat das auf dem Platz vom ersten Spieltag an auch klar gemacht. Der Saisonbeginn war für die Zebras ein Rausch. Die ersten sechs Spiele konnten allesamt gewonnen werden, die erste Niederlage setzte es erst am elften Spieltag in München. In den restlichen acht Hinrundenspielen gab es allerdings nur noch zwei Siege zu feiern, beide selbstverständlich zu Hause, wo der MSV noch kein Spiel verloren hat und damit die Heimtabelle der 3. Liga deutlich anführt.

In der Rückrunde sammelt Duisburg bislang zwar weiter Punkte, aber nicht unbedingt wie ein Aufsteiger. In Wiesbaden (6:1) und Rostock (5:1) gab es heftige Klatschen, die Defensive strauchelt immer mal wieder. Hat man in der gesamten Hinrunde nur 22 Gegentore kassiert, steht man in der Rückrunde jetzt schon bei 20. So sind die Duisburger nach der 5:1 Niederlage in Rostock zum ersten Mal aus den ersten drei Plätzen gerutscht, vom Gejagten zum Jäger geworden und nun mittendrin im großen Verfolgerkampf um den Aufstieg, in dem man mit der Derbyniederlage in Essen weiteren Boden verloren hat.

Das Ganze erinnert ein bisschen an den FC Energie Cottbus aus der letzten Saison. Man ist kein ganz normaler Aufsteiger, spielt eine super Hinrunde, grüßt dabei von oben in der Tabelle, nimmt im Winter nochmal, in der Hoffnung die Aufstiegschance nutzen zu können, sehr viel Geld in die Hand (in Cottbus war das letztes Jahr Erik Engelhardt) und verliert im Laufe der Rückrunde peu á peu an Boden. Ob dem MSV das gleiche Schicksal wie Energie blüht und man am Ende mit leeren Händen dasteht, kann nur die Glaskugel beantworten. Ganz unwahrscheinlich erscheint es aktuell nicht.

Weitere Parallelen zu Cottbus lassen sich in der Grundformation der Duisburger ausmachen. Auch wenn Positionen im modernen Fußball immer fluider werden und man sich mit starren Begriffen á la „4-4-2“ dem wahren Spielgeschehen höchstens annähern kann, lohnt bei den Zebras der Blick auf die taktische Ausrichtung der Abwehrkette: In der Regionalligasaison 2024/25, an deren Ende der MSV den Aufstieg in die 3. Liga feiern durfte, ließ Dietmar Hirsch seine Mannschaft fast ausschließlich mit einer Viererkette auflaufen. An diesem Erfolgsrezept hält er auch in der aktuellen Saison fest und lässt seit dem ersten Spieltag mit einer solchen Konsequenz Viererkette spielen, wie man das sonst nur bei Verl, Hoffenheim II und eben Cottbus beobachten kann. Diese drei Mannschaften sind spielerisch sicher stärker als die Duisburger, bei denen man sich in dieser Saison schon des Öfteren fragen durfte wieso sie am Ende als Sieger vom Platz gegangen sind. 54 Punkte nach 31 Spielen können aber kein reiner Zufall sein. Was also macht den MSV mitsamt seiner Vierekette in dieser Saison so erfolgreich?


Im Fokus

Um einen Teil dieser Frage zu beantworten lohnt ein Blick auf die beiden Außenverteidiger des MSV. Can Coskun und Joshua Bitter sind für Dietmar Hirsch, wie schon in der Vorsaison, unverzichtbar und damit gesetzt. Linksverteidiger Coskun hat bislang nur ein Spiel wegen Gelbsperre verpasst, sein Pendant auf der rechten Seite hat ebenfalls schon wegen der fünften Gelben und dazu noch einmal mit Oberschenkelproblemen aussetzen müssen. Zu Spielbeginn auf der Bank gesessen hat Bitter bislang nur einmal, das Spiel in Wiesbaden ging mit 6:1 verloren.

Was bei beiden Außenverteidigern sofort ins Auge fällt ist der überragende Offensiv-Output. Bitter steht mit neun Scorern auf Platz fünf und Coskun mit zehn Scorern auf einem geteilten dritten Platz in der internen Scorerliste. In der ganzen Liga gibt es nur einen Außenverteidiger, der diese Werte übertrifft und das ist mit Oualid Mhamdi von Verl ebenfalls einer, der in einer Viererkette agiert. Intuitiv würde man von den zahlreichen Schienenspielern dieser Liga (beim VfL z.B. Christensen und Kammerbauer) deutlich bessere Werte erwarten, da sie höher stehen und besser abgesichert sind. Diese Intuition wird aber schnell hinfällig, wenn man Coskun einmal auf dem Platz beobachtet hat. Der Linksverteidiger füllt seine Rolle schon fast grenzwertig offensiv aus. Er geht bei Ballbesitz und im Umschaltspiel konsequent die Wege mit nach vorne, taucht auch mal als Abschlussspieler im gegnerischen Sechzehner auf und schießt darüber hinaus Standards, wenn ein linker Fuß benötigt wird. Coskun schlägt mit vier Flanken pro 90 Minuten so viele wie kaum ein anderer und zeigt sich darüber hinaus auch stark, wenn er den Ball am Fuß behalten muss, 70% seiner Dribblings sind erfolgreich (zum Vergleich: bei Ismail Badjie sind es gerade mal 50%).

Dass das nicht komplett auf Kosten der Defensive geht, hat wiederum viel mit Joshua Bitter zu tun. Wenn Coskun die Wege nach vorne macht, sichert Bitter meist hinten mit ab. Das funktioniert natürlich auch anders herum, allerdings findet man Bitter deutlich häufiger in der eigenen Hälfte wieder als sein Pendant. Auch hier können Statistiken beim Verständnis helfen: in Sachen geblockte Schüsse und gewonnene Luftzweikämpfe kann kaum ein Außenverteidiger der Liga Bitter das Wasser reichen, auch bei der Anzahl der Tacklings ist er deutlich überdurchschnittlich unterwegs. Joshua Bitter arbeitet Fußball, schmeißt sich in Zweikämpfe und Bälle, macht ordentlich Meter und stellt sich immer in den Dienst der Mannschaft. Und auch wenn sich Duisburgs Defensive, vor allem in der Rückrunde, nicht immer zu 100% sattelfest zeigt, braucht man sich vor den Abwehrreihen der Konkurrenz aus Cottbus und Essen, die in der Offensive deutlich weniger abhängig von ihren Defensivspielern sind, definitiv nicht zu verstecken.


Stadion

Das Wedaustadion ist mit einer Kapazität von 31.418 Plätzen (davon 7.000 Stehplätze) aktuell das zweitgrößte Drittligastadion nach dem Aachener Tivoli und liegt im Duisburger Sportpark im Stadtteil Neudorf.

Wer als Gästefan mit dem Zug anreist und an der Haltestelle Schlenk aussteigt, darf sich über einen kurzen, aber vergleichsweise schönen Fußmarsch zum Stadion zwischen Bertasee und Margaretensee freuen. Im Sportpark befinden sich unter anderem ein Strandbad, ein Schwimmstadion, eine Regattabahn und eine Wasserskianlage, bei deren Anblick sich der Verfasser dieser Zeilen schon öfter dazu verleitet gefühlt hat den Auswärtssieg in einem Neoprenanzug auf Brettern zu feiern…

Am Stadion angekommen ist es für den Gästefan dann ein Stück weit vorbei mit der Idylle. Die Einlasssituation lässt sich mit irgendwas zwischen eng und bei hohem Zuschaueraufkommen auch gerne mal katastrophal beschreiben. Verpflegung ist oft denen vorbehalten, die das Durchhaltevermögen besitzen für längere Zeit in der Schlange an der Cateringbude zu stehen und im Stehplatzbereich ist die Sicht in manchen Ecken aufgrund der Plexiglaskonstruktionen eher suboptimal.

Da es direkt vor, am und im Gästeblock sehr eng wirkt, fragt man sich wie hier früher ein Stadion samt Leichtathletikanlage Platz finden konnte. Bei der Eröffnung im Jahre 1922 war das alte Wedaustadion nach dem Berliner Grunewaldstadion die zweitgrößte Sportstätte in Deutschland. Modernisiert wurde das Stadion Anfang der 60er-Jahre. Die Entscheidung dazu fällte die Stadt Duisburg noch ohne zu wissen, dass nur kurze Zeit später die Bundesliga gegründet und der MSV Gründungsmitglied werden sollte.

Im Jahrzehnt darauf wurde man etwas größenwahnsinnig, Oberstadtdirektor Dr. Ernst Caumanns wollte zur WM 1974 das Stadion für 60.000 Zuschauer*innen ausbauen, die Hälfte der Plätze überdachen und einen Hubschrauberlandeplatz einrichten. Zu diesen Umbaumaßnahmen kam es allerdings nie, Duisburg wurde 1974 kein Spielort für die Weltmeisterschaft im eigenen Land und so sollten die nächsten bedeutenden Baumaßnahmen noch bis zum neuen Jahrtausend auf sich warten lassen. 2003 und 2004 wurde das Wedaustadion mit kräftiger Hilfe von Bauunternehmer und MSV-Präsident Walter Hellmich im laufenden Spielbetrieb zu dem reinen Fußballstadion umgebaut, das man heute kennt. In finanzieller Hinsicht übernahm sich der Verein mit dieser Maßnahme, die Stadt Duisburg musste 2014 mehrheitlich Anteile an der Stadiongesellschaft übernehmen und in den darauffolgenden Jahren immer wieder die Miete für den MSV senken, der in einer irrwitzigen Spanne zwischen 50.000€ und 5.000.000€ schon viele unterschiedliche Jahresmieten entrichten durfte. Darüber hinaus versucht die Stadt das Stadion mit unterschiedlichen Veranstaltungen abseits der Zebras profitabel zu machen. Seit 2022 befindet sich hier die Heimspielstätte des American-Football-Teams Rhein Fire aus Düsseldorf, der KFC Uerdingen trug in Duisburg 2018/19 seine Heimspiele aus, da die Grotenburg die Auflagen für die 3. Liga nicht erfüllte, der Rhein-Ruhr-Marathon endet hier jährlich, im August 2020 war man während der Covid-19-Pandemie einer von vier Spielorten für das Finalturnier der Europa League und im letzten Jahr fand im Wedaustadion die Eröffnungsfeier der World University Games statt. Darüber hinaus werden immer wieder Räumlichkeiten für Messe-, Firmen- oder auch Privatveranstaltungen vermietet.

Bleibt zum Ende nur noch eins: der Stadionname. Nach dem Umbau lautete der offizielle Titel vorerst „MSV-Arena“. 2007 wollte sich der Energieriese RWE die Namensrechte sichern, was allerdings an den Protesten der Duisburger Fans scheiterte, die sich dabei an ihre ungeliebten Nachbarn aus Essen erinnert fühlten. Seit 2010 heißt die Spielstätte nun Schauinsland-Reisen-Arena, benannt nach einem Duisburger Reiseveranstalter. 16 Jahre sind ein bemerkenswert langer Zeitraum für diese Art von Sponsoring. Nicht weniger bemerkenswert ist dieses Ungetüm von Stadionname, der wohl einer der, wenn nicht sogar der schlimmste seiner Art sein dürfte und es somit nicht anders verdient hat als erst im letzten Absatz aufzutauchen.


Geschichten aus der Geschichte

Dass der 1. FC Köln in der ersten Bundesligasaison 1963/64 die Meisterschaft für sich entscheiden konnte, dürfte unter Fußballfans hinlänglich bekannt sein. Dass der Meidericher SV zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga zählt, ist vermutlich ebenso Allgemeinwissen unter Freunden des runden Leders. Dass die Duisburger am Ende der Saison auf Platz 2 direkt hinter den Kölnern landeten ist dagegen eher weniger bekannt. Also machen wir eine kleine Zeitreise zurück zur besten Bundesligasaison in der Geschichte des MSV.

Die Duisburger gingen als absoluter Underdog in die Saison, mehrere Experten sagten ihnen den sicheren Abstieg voraus. Die Mannschaft bestand zu einem Großteil aus Spielern aus dem Stadtteil Meiderich, das Thema Identifikation sollte also nicht zum Problem werden. Nur kannte man zu diesem Zeitpunkt kaum einen dieser Spieler aus dem Duisburger Norden. Einen Namen kannte hingegen die ganze Republik: Helmut Rahn, Weltmeister von 1954, wechselte von Enschede nach Duisburg und hatte mit acht Toren in 18 Spielen seinen Anteil an der erfolgreichen Spielzeit der Zebras. Außerdem schrieb er am vierten Spieltag gegen Hertha Geschichte, indem er als erster Bundesligaspieler der Geschichte mit einer roten Karte vom Platz verwiesen wurde. Es sollte seine letzte richtige Profisaison werden, in der Folgesaison stand er verletzungsbedingt nur noch einmal auf dem Platz und beendete im Anschluss mit 35 Jahren seine Karriere.

Trainiert wurde die Truppe vom damals noch eher unbekannten Rudi Gutendorf, der in den folgenden Jahrzehnten Bekanntheit als Trainer-Weltenbummler erlangen sollte. Seine Aufgabe in Duisburg ging er für damalige Verhältnisse auffällig innovativ an. Nach der Saison war allerorts vom „Rollsystem“ und „Rudis Riegel“ die Rede. Der MSV stellte die beste Abwehr der Liga, Gutendorf hatte dafür einen unorthodoxen Kniff gewählt: er setzte offensivstarke Spieler in der Defensive ein, Abwehrspieler durften die Mittellinie überqueren, Stürmer mussten mit verteidigen. Der Aktionsradius einzelner Spieler war ungleich größer als bei der Konkurrenz, die diesem neuen, ganzheitlichen Ansatz Gutendorfs nur wenig entgegenzusetzen hatte.

Direkt am ersten Spieltag feierte man einen deutlichen 4:1 Auswärtssieg im Karlsruher Wildparkstadion, die Heimpremiere konnte mit 3:1 gegen Eintracht Frankfurt gewonnen werden. Der MSV setzte somit schon zu Saisonbeginn die ersten Ausrufezeichen, das dickste sollte jedoch am zehnten Spieltag folgen. Im Wedaustadion setzte es für den großen HSV, der mit Legenden wie Uwe Seeler (der am Ende der Saison mit großem Abstand Torschützenkönig wurde) und Charly Dörfel in Duisburg antrat, eine deftige 4:0 Niederlage. Für viele Jahre hielt sich das Gerücht, dass Uwe Seeler vor der Auswärtsreise gefragt haben soll wo dieses Meiderich denn überhaupt liegt. Allerdings räumte Uns Uwe mit diesem Mythos später selbst auf. So oder so: nach diesem Spiel wusste ganz Hamburg was es mit Meiderich auf sich hat.

Am Ende der Hinrunde stand ein vierter Platz zu Buche. In der Rückrunde mussten die Zebras nur noch eine Niederlage einstecken. Man verlor in Berlin mit 5:2 gegen die Hertha, die damit das Kunststück fertig brachte das Überraschungsteam aus Duisburg zum dritten Mal in dieser Saison zu schlagen. Im DFB-Pokal setzte die Alte Dame sich in der Verlängerung durch, in der Hinrunde konnte man im Ruhrgebiet bei Rahns Platzverweis-Premiere mit 3:1 gewinnen und zeichnete sich so letztendlich für drei von insgesamt nur fünf Saisonniederlagen der Duisburger verantwortlich.

Für den MSV reichte es am Ende der Saison nicht für den ganz großen Wurf. Die Kölner waren in der Tabelle zu sehr enteilt als dass man nochmal ins Rennen um die Meisterschaft hätte eingreifen können. Die Saison ist in Duisburg trotzdem bis heute unvergessen. 2014 wurde ein Dokumentarfilm gedreht, der sich mit dieser Spielzeit aus Sicht des MSV befasst: „Meidericher Vizemeister“. Zweiter werden ist vielleicht doof, aber „erster deutscher Vizemeister der Bundesliga“ kling eigentlich gar nicht mal so schlecht…





Prognose Lars Mosel (OS-Rundschau)

Nach dem überlegenen und kräftesparenden Sieg gegen Schweinfurt, gelingt bei den bisher Zuhause ungeschlagenen Duisburgern ein Sieg. Nach hartem Kampf und Toren von Kopacz in der ersten Halbzeit mit zwischenzeitlichem Ausgleich, gelingt Isi Badjie der Siegtreffer. Die Zebras versuchen alles, sind aber einfach nicht stark genug für diesen VfL!


Janis Weber (Ostkurvenchor)

Das 0:0 in der Hinrunde war unfassbar schmeichelhaft für den MSV, da haben wir noch eine Rechnung offen. Eine Mannschaft wird am Dienstag ihren Lauf beenden, entweder bricht die Heimserie der Duisburger oder die Siegesserie des VfL. Die Heimserie des MSV hat allerdings nur so lange gehalten, weil der Ligaprimus noch nicht zu Gast war. Und gegen uns kann man sich nicht mal eben so zu einem Last-Minute-Sieg wurschteln. Wir nehmen, auf und neben dem Platz, das Wedaustadion ein und fahren mit einem verdienten 3:1 Auswärtssieg wieder in die Heimat. Wer die Tore macht ist mir dabei völlig egal, aber Duisburg ist jetzt fällig.


Sven Dirkes (Ostkurvenchor)

Spitzenspiel an der Wedau. Das beste Heimteam trifft auf das beste Auswärtsteam. Das beste Auswärtsteam wird gewinnen und bestätigt die überragende Form. Das Spiel in Duisburg gegen den KFC war unter Thioune ein riesiger Schritt gen Aufstieg, über den heute noch viele sprechen. Ebenso wird man sich in ein paar Jahren gerne an den 2:1 Auswärtssieg durch Tore von Kopacz und Meißner erinnern. Und dann heißt es schon am Sonntag darauf: „Wollitz hat gesagt wir steigen auf …“

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