Der VfL verliert zum ersten Mal in diesem Jahr in einem Punktspiel. Der Sieg der Duisburger in einem spannenden, aber alles andere als attraktiven Kamfspiel ist letztendlich nicht ganz unverdient, da der MSV über die gesamte Spielzeit mehr Einsatzwillen zeigte.
Für den VfL geht es am kommenden Sonntag um 13.30 Uhr an der Brücke gegen Peles Energiker aus Cottbus und am Samstag, den 18.04., um 14.00 Uhr in Ingolstadt gegen den FC 04. Alle weiteren Termine gibt es hier.
Unsere ohnehin umfangreiche VfL-Berichterstattung wird seit der Rückserie um ein weiteres Format ergänzt, und zwar um das „Vorspiel im Gästezimmer“ und das „Vorspiel im Wohnzimmer“.
Zur Information: Unsere Spielberichte werden wie ein Liveticker direkt am Laptop verfasst und gleich nach Schlusspfiff ohne Netz und doppelten Boden ins Internet gesetzt. Die Rubrik „Zahlen, Daten, Fakten“ wird, falls notwendig, mitunter erst einige Stunden nach dem Spiel vervollständigt, dasselbe gilt für Korrekturen von Tippfehlern.
Vor dem Spiel
Timo Schultz hat sich ziemlich überraschend für drei Wechsel in der Startelf entschieden. Dass Wagner nach der Gelbsperre für Wiethaup ins Team kommen würde, war noch vorhersehbar. Völlig unerwartet hingegen ist, dass Badjie und Lesueur für Kopacz und Christensen auflaufen.
Jonsson – Fabinski, Müller, Wiemann – Kammerbauer, Jacobsen, Wagner, Lesueur – Badjie, Meißner, Kehl
Bei den Duisburgern gibt es gleich sechs Wechsel gegenüber der verlorenen Partie in Essen. Auch Lobinger sitzt auf der Bank.
Erwartet werden knapp 25.000 Zuschauer:innen, davon um die 4.000 aus Osnabrück.
Beginn
Schiedsrichter Nico Fuchs (31) aus Bergisch Gladbach pfeift bei wolkenfreiem Himmel und frühlingshaften Temperaturen um die 16 Grad an. Anstoß haben Zebras, die zunächst Richtung eigene Fankurve spielen.
Der VfL startet mit einem guten Angriff über rechts, wo Badjies Pass nach innern aber ins Leere läuft. Es entwickelt sich zunächst ein Spiel auf ein Tor, nämlich auf das des VfL, aber die Abwehr steht bislang eisern. Die Duisburger haben zwar 75 % Ballbesitz, aber der VfL lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Das Aufregendste ist in der 14. Minute eine Verletzung von Fabinski, der aber nach zwei, drei Minuten wieder mitspielen kann.
Nach einer Viertelstunde …
… hat sich am Spielverlauf noch nichts geändert, wenngleich die Duisburger nun früher anzugreifen scheien. Ein Angriff über Lesueur verpufft irgendwann und die Duisburger haben in der 21. Minute eine erste Schusschance, als Kother nach langem Pass von Fleckstein auf der rechten Seite frei zum Schuss kommt, aber der Ball geht weit am langen Pfosten vorbei in Aus.
Die Duisburger treiben sich nun verdächtig oft in der Nähe des VfL-Strafraums auf, ohne allerdings bislang Gefahr zu entwickeln. In der 26. Minute muss Fabinski nun doch vom Feld und für ihn springt Janotta ein.
Und dann fällt das 1:0 für Duisburg. Ein hoher Freistoß von Viet in den Strafraum wird von der Abwehr nicht richtig geklärt. Der Ball landet bei Krüger, der direkt halbhoch zur Führung verwandelt. Ein besonders ärgerliches Tor. Andererseits hat der VfL heute auch noch nicht viel gezeigt und die Duisburger sind das aktivere Team.
In der Nachspielzeit hat der MSV noch zwei große Torchancen: Erst lässt Kother auf der rechten Seiten Lesueur stehen und seine Heingabe versucht Viet mit der Hacke aufs Tor zu bringen. Und kurz darauf die nächste Chance: Ein weiter Abstoß hoppelt durch bis auf Kother, der allein vor Jonsson steht, aber am alten Schweden, der sich groß macht, scheitert.
Halbzeitfazit
Der VfL liegt zu Recht mit einem Tor in Rückstand, weil er im Gegensatz zu den Duisburgern viel zu wenig in das Spiel investiert. Lesueur und Badjie können Christensen und Kopacz bislang nicht einmal ansatzweise ersetzen.
Beide Teams wechseln nicht zur zweiten Hälfte …
… was man auf Seiten des MSV verstehen mag, aber beim VfL? Vielleicht glaubt Schultz ja, dass nach der einfallslosen ersten Halbzeit ein Ruck durch die Mannschaft geht.
In der 50. Minute hat der VfL dann durch Wagner tatsächlich die erste gute Schusschance: Nach einem hohem Ball von Kammerbauer schnappt sich Wagner den Ball, dreht sich geschickt und zieht dann mit starker Rücklage aus acht Metern ab. Die Kugel geht weit übers Tor.
Der VfL spielt nun endlich mit und in der 59. Minute stürmt Lesueur auf das Tor zu, wird aber abgelaufen.
Nach 60 Minuten …
… hat der VfL das Spiel nach wie vor nicht im Griff, viel zu einfallslos und statisch wirken die Angriffsbemühungen.
Mittlerweile ist der Ex-VfLer Lobinger auf dem Platz und beim VfL gibt es endlich etwas Bewegung auf der Eratzbank. In der 68. Minute wird Kopacz gegen Lesueur eingewechselt.
Der VfL ist einfach nicht gut, während die Duisburger mittlerweile mehr auf dem Rasen liegen als stehen, was alles in allem zu einem extrem zähflüssigen Spiel ohne echte Torchancen führt.
In der 79. Minute gibt es dann den Dreierwechsel: Für Kammerbauer, Wagner und Jacobsen kommen Pröger, Kania und Tesche. Problem: Zum ersten Mal seit Monaten strahlt diese Mannschaft keine Sicherheit aus und gibt einem auch keinen Anlass, auf eine Wende zu hoffen, auch wenn der VfL die Duisburger vor dem eigenen Strafraum nun regelrecht einschnürt.
Es gibt sechs Minuten Nachspielzeit. Eine Freistoßflanke aus dem linken Halbfeld von Kehl ist an Harmlosgkeit nicht zu überbieten und sichere Beute von Torwart Braune, der gegen Ende der Partie durch extrem unsportliches Verhalten auffällt. Nach einem strammen Schuss von Pröger und einigen überhasteten VfL-Aktionen ist Schluss.
Fazit
Der VfL verliert zum ersten Mal in diesem Jahr in einem Punktspiel. Der Sieg der Duisburger in einem spannenden, aber alles andere als attraktiven Kamfspiel ist letztendlich verdient, da der MSV über die gesamte Spielzeit mehr Einsatzwillen zeigte.
Für den VfL geht es am kommenden Sonntag um 13.30 Uhr an der Brücke gegen Peles Energiker aus Cottbus und am Samstag, den 18.04., um 14.00 Uhr in Ingolstadt gegen den FC 04. Alle weiteren Termine gibt es hier.
Zahlen, Daten & Fakten
Zuschauer*innen: 24.322, davon knapp 4.000 aus Osnabrück
Tore:
1:0 Krüger (30.)
Gelbe Karten:
(56.) Wiemann
(56.) Bulic
(72.) Krüger
(75.) Viet
(90.+2.) Noß
(90.+5.) Braune
(90.+10) Müller
(90.+10.) Kopacz
Gelb-Rote Karten:
(.)
Rote Karten:
(.)
MSV Duisburg:
Braune – Bitter, Fleckstein, Schlicke, Jessen – Bulic, Kother – Göckan, Viet, Krüger – Töpken
Trainer: Dietmar Hirsch
VfL Osnabrück:
Jonsson – Fabinski (26. Janotta), Müller, Wiemann – Kammerbauer (79. Kammerbauer), Wagner (79. Kania), Jacobsen (79. Tesche), Lesueur (68. Kopacz) – Badjie, Meißner, Kehl
Trainer: Timo Schultz
Schiedsrichter: Nico Fuchs (31) aus Bergisch Gladbach
Statistik:
Vor der heutigen Partie trafen die beiden Clubs seit dem 13. November 1982 in 31 Pflichtspielen aufeinander.
Die Bilanz lautet 6-8-17. Hier geht es zur kompletten Statistik von weltfussball.de.
Tabellarisches:
In der Kicker-Formtabelle steht der VfL mit einem Notendurchschnitt von 3,09 auf dem 2. Platz und Duisburg (3,25) auf dem 7. Platz. Tatsächlich spielt der VfL als Tabellenführer gegen den 5. des 31. Spieltags der 3. Liga.













