Omas gegen Rechts setzten mit buntem Bürgerfest Zeichen gegen Intoleranz
Mit einem vielseitigen Programm aus Kultur, Musik und politischem Diskurs feierten die „OMAS GEGEN RECHTS“ am Sonntag, den 10. Mai 2026, ihr Demokratiefest im Garten des Café Felka im Museumsquartier. Hunderte Besucher folgten der Einladung, um unter dem Motto „Demokratie lebt vom Mitmachen“ ein klares Signal gegen die zunehmende Rechtsentwicklung in der Gesellschaft zu setzen.
Der Tag begann bereits in den frühen Morgenstunden mit dem Aufbau der Pavillons und Tische, bevor Heike für die Veranstalterinnen am Vormittag die offizielle Begrüßung vornahm. Das Fest bot eine bewusste Mischung aus künstlerischer Unterhaltung und inhaltlicher Auseinandersetzung. Den Auftakt machte das Kindermusiktheater Lupe mit dem Stück „Wolle und Gack“, das humorvolle Themen des Miteinanders behandelte.
Kultur und Handwerk als Brücke zum Diskurs
Marita, eine der Sprecherinnen der Initiative, betonte in ihrer Ansprache die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements. „Demokratie lebt vom Mitmachen! Deshalb haben wir eine Menge Mitmachangebote für euch vorbereitet“, erklärte sie mit Blick auf die verschiedenen Pavillons. Neben den kreativen Angeboten der „OMAS“ bereicherte Manfred Blieffert das Programm mit seinem Druckfahrrad, an dem die Gäste aktiv werden konnten.
Besonderes Augenmerk lag auf der musikalischen Begleitung, dem sogenannten „Hutkonzert“. Nach einem Zitat von Johann Gottfried Seumes traten Gruppen wie die „FisherGirlsFriends“ und die „Peace Town Ramblers“ auf. Die Künstler verzichteten dabei auf feste Gagen und spielten für den „Obolus in den Hut“. Für die Verpflegung der Gäste sorgten neben dem Café Felka auch „Liesbeths Reibekuchenstand“.
Historisches Gedenken und das Grundgesetz
Ein ernster Moment prägte die Mittagsstunde. Heike erinnerte an die Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933. Diese historische Einordnung bildete den Rahmen für das eigentliche Jubiläum des Monats: Das Fest fand anlässlich des Geburtstags des Grundgesetzes statt, das seit 1949 als Fundament der Freiheit in Deutschland fungiert. Renate formulierte den politischen Kern deutlich: „Aufstehen, sich widersetzen, anprangern […] – das ist unsere Antwort auf die zunehmende rechte Radikalisierung in unserem Staat.“ Das Fest positionierte sich somit explizit für eine offene Gesellschaft. Den Abschluss bildete der Auftritt der „OMAS GEGEN RECHTS“ in ihren weißen Westen mit Tanz und dem „OMA-Walzer“.
Hintergrund: Das Grundgesetz im Fokus
Das Demokratiefest markierte lediglich den Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen im Museumsquartier, die sich dem Fundament unserer Gesellschaft widmeten. So fand am 16. Mai in der Villa_ ein Workshop für Jugendliche und Erwachsene statt, der die Geschichte der Weimarer Republik und der NS-Diktatur beleuchtete, um Parallelen zur heutigen Bedeutung des Grundgesetzes zu ziehen.
Am 23. Mai, dem offiziellen Jahrestag der Verkündung des Grundgesetzes, wird zudem eine Ausstellungserweiterung in der Villa_ präsentiert. Diese macht die zum Teil abstrakten Grundrechte durch spielerische Elemente und Fakten – etwa zu den vier „Müttern des Grundgesetzes“ – für den Alltag greifbar. Zeitgleich lernen Kinder ab sieben Jahren in einem speziellen Workshop, wie demokratische Entscheidungen im Kleinen funktionieren und was Gerechtigkeit bedeutet. Anmeldungen sind unter mq4-vermittlung@osnabrueck.de möglich.
Weitere Bilder finden sie im Blog von Toni Theilmeier.












