Bündnis „Osnabrück – bunt und solidarisch“ freut sich auf prominenten Gast
Das Bündnis Osnabrück – bunt und solidarisch setzt sich seit 2024 für ein solidarisches Leben in der Stadt Osnabrück ein. Unter dem Motto „Stadt für alle“ beginnt das Bündnis nun mit einer neuen Kampagne im Vorfeld der Kommunalwahl am 13. September. Eine Veranstaltung mit Deutschlands bekanntestem Armutsforscher Christoph Butterwegge am 3. Juni, 18.30 Uhr im Haus der Jugend, geht nun weiteren Aktivitäten voran. Im Flyer-Text des Bündnisses heißt es unter anderem wörtlich:
Informieren & Mitmachen:
Seit geraumer Zeit sind Armut und wachsende Ungleichheit das Kardinalproblem unserer Gesellschaft, wenn nicht der gesamten Menschheit. Wenn wir die daraus resultierenden Krisen beobachten und die Gefährdung der Demokratie sehen, dann gibt uns dieser Vortrag Input.
Armutsbetrogene nehmen seltener an Wahlen teil und verlieren das Vertrauen in die etablierten Parteien, wodurch Rechtspopulisten und Rechtsextremisten an Einfluss gewinnen. Reiche und Hyperreiche wiederum haben einen zu großen Einfluss auf die politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse, worunter die Demokratie ebenfalls leidet. Mittelschichtangehörige, die Angst vor dem sozialen Abstieg haben, verlieren ebenfalls das Vertrauen in die parlamentarische Demokratie.
Prof. Dr. Butterwegge analysiert die Ursachen der sozialen Polarisierung und zeigt Möglichkeiten zur Beseitigung auf. Neben mehr bürger- oder zivilgesellschaftlichem Engagement ist ein aktiver Wohlfahrtsstaat nötig, der sich nicht aus der Verantwortung stiehlt, sondern Armut energisch bekämpft, soziale Risiken abfedert und für einen gerechten Ausgleich zwischen den verschiedenen Bevölkerungsschichten sorgt. Nur eine Rückverteilung des Reichtums an jene Menschen, die ihn geschaffen haben, kann zu einer Verringerung der sozialen Ungleichheit führen.
Butterwegge lehrte von 1998 bis 2016 Politikwissenschaft an der Universität zu Köln. Er setzt sich intensiv mit den Themen Globalisierung, Neoliberalismus, Sozialstaat und Armut auseinander. Zuletzt hat er die Bücher „Deutschland im Krisen modus“ sowie „Umverteilung des Reichtums“ veröffentlicht.
Per Mail lässt sich leicht ein Kontakt mit dem Organisationsteam aufnehmen: info@osnabrueck-bunt-und-solidarisch.de











