Vorerst letzte Maßnahme im Lokviertel verläuft weitgehend ungestört
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat am Sonntag im Lokviertel zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht. Bis 9 Uhr mussten rund 1600 Osnabrückerinnen und Osnabrückerinnen ihre Wohnungen verlassen, um 11.30 Uhr hatten die Einsatzkräfte das Gebiet überprüft und konnten „Sicherheit“ vermelden. Um 14.44 Uhr wurde die Evakuierung aufgehoben. Nach heutigem Stand war es die letzte Bombenentschärfung im Lokviertel.
Beide im Vorfeld identifizierten Verdachtspunkte erwiesen sich als amerikanische 100-lbs-Bomben (ca. 50 kg) mit Heckaufschlagszünder. Einer der beiden Blindgänger konnte entschärft werden, der zweite musste gesprengt werden, weil der Zünder beschädigt war. Sowohl die Evakuierung als auch die Arbeit des Kampfmittelbeseitigungsdienstes verliefen ohne größere Störungen. Lediglich in drei Fällen wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, weil Unbefugte im Evakuierungsgebiet angetroffen wurden.
„Ich bin sehr glücklich und erleichtert, dass damit die planmäßige Überprüfung des Lokviertels ohne nennenswerte Zwischenfälle abgeschlossen ist“, sagte Oberbürgermeisterin Katharina Pötter. „Ich danke allen Bürgerinnen und Bürgern in den betroffenen Stadtteilen, die in den vergangenen eineinhalb Jahren viel Geduld und Verständnis aufbringen mussten, weil zum Teil auch ganz kurzfristige Evakuierungen und Entschärfungen nötig waren. Respekt und Anerkennung verdienen ausdrücklich alle haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften, die – auch heute wieder – mit höchster Konzentration und Professionalität gearbeitet haben. Mich freut besonders, dass es heute nicht zu Verzögerungen durch Störer gekommen ist.“
Insgesamt waren im Lokviertel seit November 2024 acht Bombenentschärfungen erforderlich, bei denen insgesamt 23 Blindgänger unschädlich gemacht wurden. Fünf Maßnahmen waren geplant und frühzeitig angekündigt, dreimal mussten die Menschen akut evakuiert werden, weil Blindgänger unmittelbar entschärft werden mussten. Mit rund 20.000 Betroffenen war die Evakuierung am 1. Juli 2025 die größte.
Die aktuelle Maßnahme war nun die kleinste. Weil nach den ersten Untersuchungen bereits absehbar war, dass es sich diesmal nur um Kampfmittel mit geringerer Sprengkraft handelte, konnte der Kampfmittelbeseitigungsdienst erstmals einen kleineren Evakuierungsradius ziehen.











