Symbiose aus Wortkunst und nachhaltiger Mobilität
Am Mittwoch, den 17. Juni, verwandelte sich der Saal der Lagerhalle in Osnabrück in eine Bühne für die Symbiose aus Wortkunst und nachhaltiger Mobilität. Vor rund 100 Zuschauern fand die Veranstaltung „Poetry Slam trifft Stadtradeln“ statt, bei der literarische Beiträge rund um das Thema Radverkehr im Mittelpunkt standen. Als Siegerin des Abends ging die Hannoveranerin Antonia Josefa hervor, die das Publikum in zwei Wertungsrunden von sich überzeugen konnte.
Der Abend stand ganz im Zeichen der Mobilitätswende. Nach zwei Runden sicherte sich Antonia Josefa aus Hannover mit 95 Punkten das höchste Votum des Publikums. Ergänzt wurde das Wettkampffeld durch Lea Reich, die außerhalb der Konkurrenz auftrat und das literarische Programm abrundete.
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Osnabrücks Stadtbaurat Thimo Weitemeier, der in doppelter Funktion sprach. Weitemeier ist nicht nur als städtischer Beamter vor Ort, sondern fungiert zudem seit zwei Jahren als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen e.V. (AGFK), deren Gründungsmitglied die Stadt Osnabrück ist. „Der Poetry Slam, der ja in Niedersachsen dieses Jahr 20 Mal stattfindet, wird immer zentral organisiert vom AGFK“, erklärte Weitemeier in seiner Begrüßung.
Er betonte den Wert des Formats, das vor einigen Jahren initiiert wurde: „Diese Veranstaltung hat einfach dazu beigetragen, dass da ganz viele tolle Beiträge entstehen und die auch über das Land hinaus verteilt werden. Und das ist eigentlich die Idee, dass man sozusagen das Thema auch nochmal auf eine andere spielerische Art fördert.“ Die Organisation der Tournee sieht vor, dass die AGFK die Auftretenden finanziert, während die gastgebenden Städte die Räumlichkeiten und die Versorgung bereitstellen.
Die Veranstaltung war eingebettet in die bundesweite Kampagne „Stadtradeln“, an der sich die Stadt Osnabrück jährlich beteiligt. In diesem Kontext gab es für die Stadt doppelten Grund zur Freude, wie aus aktuellen Dokumenten hervorging. Das gesteckte Ziel der diesjährigen Charity-Aktion „RADGEBER“ wurde exakt am Vortag der Veranstaltung erreicht. Die Radelnden in Osnabrück knackten die Marke von 500.000 gefahrenen Stadtradeln-Kilometern.
Durch das Erreichen dieses Meilensteins fließen nun 10.000 Euro an die Upcycling-Aktion der Schulen in der Schulstiftung im Bistum Osnabrück. Thomas Weßler, Vorstandsvorsitzender der Schulstiftung, äußerte sich erfreut über das Engagement: „Durch ihr kräftiges Treten in die Pedale haben sie uns geholfen, unser Projekt RADGEBER verwirklichen zu können.“ Im Rahmen des Projekts bereiten Schülerinnen und Schüler – unter anderem im „Fahrrad-Salon“ der Domschule – gebrauchte Fahrräder auf, um diese anschließend weiterzugeben und somit zu mehr Mobilität und Lebensqualität in der Stadt beizutragen.












