Nach der Rekordhitze: „Osnabrück muss klimafester werden!“

Bajus: „Mehr Bäume und mehr Schutz für soziale Einrichtungen“

Die Grünen blicken mit großer Sorge auf die jüngsten Hitzetage zurück. Eine solche Serie aufeinanderfolgender heißer Junitage hatte es – neben dem Juni 2019 – in Osnabrück bislang nicht gegeben. „Das ist eine beunruhigende Entwicklung, zumal der Hochsommer erst noch kommt. Die Stadt und wichtige Einrichtungen sind auf solche Hitzewellen noch nicht ausreichend vorbereitet. Klar ist: Wir müssen mehr tun, um gefährdete Mitbürgerinnen und Mitbürger besser zu schützen“, sagt Volker Bajus, Grüner Oberbürgermeisterkandidat und langjähriges Ratsmitglied.

Nach Einschätzung von Wetterexpertinnen und -experten nimmt die Häufigkeit von Hitzewellen infolge des Klimawandels erheblich zu. „Deswegen müssen wir uns besser vorbereiten. Auf der Grundlage des inzwischen zehn Jahre alten Stadtklimagutachtens wurden zwar einige Maßnahmen ergriffen – insgesamt reicht das jedoch bei Weitem nicht aus“, so Bajus.

Volker Bajus, OB-Kandidat der Osnabrücker Grünen. Foto: Grüne OS

Zu wenig Aufmerksamkeit erhält bislang die Situation in Altenheimen und Krankenhäusern. „Jeder Supermarkt, jede Bankfiliale, jedes Auto ist heute bestens klimatisiert. Senioren- und Pflegeheime dagegen oft nicht – ebenso wenig viele Krankenhäuser. Das ist doch völlig absurd. Gerade soziale Einrichtungen sollten für uns Priorität haben“, betont Bajus.

„Eine Hitze-Telefon und eine Online-Karte mit kühlen Orten sind wichtige Angebote, reichen aber bei Weitem nicht aus, um gefährdete Gruppen systematisch zu schützen. Wir sollten endlich einen konkreten Aktionsplan für soziale Einrichtungen erarbeiten und Altenheime sowie Krankenhäuser gezielt bei Hitzeschutzmaßnahmen unterstützen. Dazu gehören dort, wo erforderlich, auch Klimaanlagen. Das kann die Stadt nicht allein finanzieren – hier ist auch der Bund gefragt. Denn hier geht es buchstäblich um das Überleben von Menschen“, erklärt Bajus.

„Einzelmaßnahmen wie die neue Klimaoase am Nikolaiort sind gut, davon kann es gern deutlich mehr geben. Aber sie wirken eben nur punktuell. Den besten Hitzeschutz liefern nach wie vor Bäume – und davon brauchen wir viel mehr, vor allem mitten in der Stadt. Und dort, wo man nichts pflanzen kann, braucht es mobiles Grün. Ein Negativbeispiel ist der Ledenhof und die Johannisstraße. Hier haben die Planer leider gezeigt, wie man es nicht machen darf: viel Asphalt, kaum Schatten. Hier soll jetzt nachgearbeitet werden und die Verwaltung für besseres Stadtklima sorgen“, so Bajus.

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