Rotgrüne Landtagsabgeordnete freuen sich über modernisierte Studien- und Forschungsbedingungen
Der Sanierungsstau an den niedersächsischen Hochschulen ist drängend. Man sieht es bei maroden Gebäuden, bröckelnden Decken, Eimern, die Regenwasser auffangen müssen. Mit landesweit 627 Millionen Euro aus Investitionsmitteln für die Sanierung und Instandsetzung von Baumaßnahmen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen geht die rot-grüne Landesregierung diesen Sanierungsstau nun an.
Insgesamt stehen zusätzlich zu den regulären Bau- und Sanierungsmitteln rund 627 Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur und Klimaneutralität zur Verfügung. Davon profitieren auch die Hochschulen in Osnabrück erheblich: Für die Universität Osnabrück sind Investitionen in Höhe von 62,573 Millionen Euro, für die Hochschule Osnabrück weitere 11 Millionen Euro vorgesehen.
„Die zusätzlichen Mittel verbessern die Bedingungen für Studium, Forschung und Lehre nachhaltig. Davon profitieren Studierende, Beschäftigte und letztlich die gesamte Region“, so der Osnabrücker SPD-Landtagsabgeordnete Frank Henning.
Anne Kura, Landtagsabgeordnete der Grünen, freut sich über diese Förderung: „Mit diesen Geldern machen wir unsere Hochschulen fit für die Zukunft. Gute Lehre und erfolgreiches Lernen brauchen gute Rahmenbedingungen. Niemand sollte in Gebäuden studieren oder arbeiten müssen, in denen es durch das Dach regnet, die Bausubstanz bröckelt oder die Infrastruktur nicht mehr zeitgemäß ist.“
„Mit diesen Investitionen schaffen wir moderne und sichere Lern- und Arbeitsorte für unsere Studentinnen und Studenten sowie für alle Beschäftigten an den Hochschulen. Und: Attraktive und leistungsfähige Hochschulen sind ein entscheidender Standortfaktor“, so der Grünen-Landtagsabgeordnete Volker Bajus. „So schaffen wir beste Voraussetzungen dafür, dass kluge Köpfe gerne nach Osnabrück kommen, hier studieren, forschen und auch bleiben.“
Mit dem Programm, das Henning – wie unten aufgelistet – detailliert erläuterte, werden an den verschiedenen niedersächsischen Hochschulstandorten Neubauten und Modernisierungen bestehender Gebäude finanziert, ebenso wie neue technische Ausstattung, Großgeräte, energetische Sanierungen und moderne Lern- und Arbeitsräume. Auch Seminarräume und Sanitäranlagen, moderne Mensen, energiesparende LED-Beleuchtung, verbesserter Sonnenschutz, Räume für hybride Lehrformate oder zeitgemäße Arbeits- und Einrichtungskonzepte gehören zu den Modernisierungsvorhaben.
An den beiden Osnabrücker Hochschulstandorten ist Folgendes geplant:
Universität Osnabrück:
- Neubau eines Institutsgebäudes als Ersatzbau AVZ, 58.498.000 Euro
- Technische Sanierungsmaßnahmen im Bereich Genetik und Neurobiologie (Geb. 35-38), 1,55 Mio. Euro
- Erneuerung der zentralen RLT-Anlage (Geb. 35-38), 1,335 Mio. Euro
- Sanierungen im Bereich Genetik und Neurobiologie (Geb. 35-38), 950.000 Euro
- Sanierung von WC-Anlagen (Geb. 35-38), 240.000 Euro
Hochschule Osnabrück:
- Gebäude HO: Bestandssanierung Gewächshäuser; Sanierung der Hülle und der Zisterne in Abgrenzung zur Sanierung der Technik, 1 Mio. Euro
- Gebäude HB: Bestandssanierung Brandschutz und Technik in Abgrenzung zur energetischen Sanierung aus den dazugehörigen (BU) Mitteln, 1 Mio. Euro
- Gebäude AB: Bestandssanierung Brandschutz und Technik in Abgrenzung zur energetischen Sanierung aus den dazugehörigen (BU) Mitteln, 1,5 Mio. Euro
- Gebäude AD – Sanierung Kälteanlage, 500.000 Euro
- Weitere 7 Mio. Euro sind für ein noch festzulegendes Sanierungsprojekt an der Hochschule Osnabrück vorgesehen.
„Die Anforderungen an Wissenschaft und Forschung wachsen immens. Daher ist es wichtig, dass wir unsere Hochschulen zukunftsfest aufstellen. Die Bundesmittel geben uns die Möglichkeit, notwendige Investitionen deutlich schneller umzusetzen“, so Henning.
Die Mittel werden jetzt bedarfsorientiert auf Grundlage konkreter Bau-, Modernisierungs- und Sanierungsprojekte der Hochschulen vergeben. Landesweit profitieren alle 18 staatlichen Hochschulen, die Universitätsmedizin sowie die Forschungsinfrastruktur des Landes von dem Investitionsprogramm.












