Zweiwöchiges Workcamp vom 11. bis 25. Juli
Vom 11. bis 25. Juli 2026 führt die Gedenkstätte Augustaschacht in Kooperation mit dem Service Civil International (SCI) ein zweiwöchiges Workcamp durch. Die vierzehn internationalen Teilnehmenden setzen sich während der Camp-Tage intensiv mit der Geschichte der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus auseinander und helfen auf dem Lagergelände des ehemaligen Arbeitserziehungslagers Ohrbeck bei Grabungen mit.
Das archäologische Fachbüro Denkmal 3D aus Vechta leitet fachlich die Grabungsarbeiten des Camps. Außerdem säubern, vermessen und fotografieren die Teilnehmenden die archäologischen Funde und erfassen diese in einer Datenbank für die Gedenkstättenarbeit. Neben den Grabungstagen stehen auch einige Ausflüge auf dem Programm: in die Gedenkstätte Gestapokeller in Osnabrück, nach Bremen in die Gedenkstätte Bunker Valentin und in das Untertauchermuseum im niederländischen Aalten. Daneben gibt es genügend Raum zur Freizeitgestaltung.
Ein ganz besonderer Teilnehmer ist der 79-jährige Franco Milani aus Pisa, Italien. Er hat schon viele Gedenkorte besucht und europaweit an zahlreichen Workcamps teilgenommen, dieses ist sein 101. Camp. „Ich bin hier, weil ich ein persönliches Interesse am Thema NS-Zwangsarbeit habe. Mein Vater kam während des Krieges, 1943/44, in ein Lager in der Nähe von Köln und musste dort Zwangsarbeit leisten. Er hat so gut wie nie über diese Erlebnisse gesprochen.“
Als Unterkunft dient den Freiwilligen aus Peru, Mexiko, Thailand, Vietnam, Spanien, Italien, der Schweiz, der Ukraine und Deutschland das Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Christuskirche Hasbergen, wo sie in einem Gemeinschaftszimmer übernachten und sich selbst versorgen.
Der Landkreis Osnabrück, der Landschaftsverband Osnabrücker Land sowie die Stiftung Deutsches Holocaust-Museum fördern das Workcamp.












