Stadt Osnabrück treibt barrierefreien Umbau von Bushaltestellen voran

Stadt setzt auf modulare und zukunftsorientierte Wartehallen

Ein Unterstand bei Regen, eine Sitzgelegenheit und Flächen für die Aushänge von Fahrplänen: Das sind die augenscheinlichen Zwecke von Wartehallen an Bushaltestellen. Doch moderne Wartehallen können deutlich mehr. Als Baukastensystem können sie perfekt an die individuellen Gegebenheiten an jedem Standort angepasst werden.

Die Stadt Osnabrück setzt beim barrierefreien Umbau von Bushaltestellen auf das Modell Zirkon Pro der Firma Ströer. Diese Wartehalle vereint Wetterschutz und Barrierefreiheit und bietet die größtmögliche Vielfalt an Optionen bei einem gleichzeitig ansprechenden Erscheinungsbild und niedrigen Kosten. Je nach Bedarf und Möglichkeiten können zum Beispiel Fahrplanvitrinen, verschiedene Bänke, Stehhilfen, Leuchten und Seitenscheiben verbaut werden.

Besonders ist die Dachfläche des Modells: Sie kann begrünt und mit einem Solarpanel ausgestattet werden. Über dieses kann dann unter anderem eine sparsame LED-Beleuchtung betrieben werden. Zudem kommt die Wartehalle ohne Stützpfeiler oder Seitenelemente im vorderen Einstiegsbereich aus, was sie besonders rollstuhl- und kinderwagenfreundlich macht.

Beim Aufbau der Haltestellen sind die Baufirmen besonders behutsam vorgegangen. An Baumstandorten kamen Saugbagger zum Einsatz, um das sensible Wurzelwerk zu schonen. Auch Wurzelbrücken wurden eingerichtet.

Die neue Wartehalle ist ein zentrales Element im jährlichen Bushaltestellenprogramm, bei dem Bushaltestellen im Stadtgebiet barrierefrei umgebaut werden. Barrierefreier Umbau heißt dabei, dass sogenannte Kasseler Borde eingebaut werden. Sie sorgen dafür, dass Busse die Haltestellen besser anfahren können und die Spalte zwischen Bord und Bus reduziert wird. Zudem werden an allen Haltestellen Blindenleitsysteme installiert. Durch diese Maßnahmen verbessert die Stadt die Teilhabe mobilitätseingeschränkter Bürgerinnen und Bürger. Außerdem werden Bushaltestellen beim Umbau standardmäßig mit Fahrradbügeln.

Im Rahmen des Programms für 2025 hat die Stadt vier Bushaltestellen umgebaut:

  • Blumenhaller Weg: Bushaltestelle Hiärm-Grupe-Straße (in beide Fahrtrichtungen)
  • Rehmstraße: Bushaltestelle Moskaubad (stadtauswärts)
  • Lengericher Landstraße: Bushaltestelle Große Schulstraße (stadtauswärts)

Auf dem Programm für 2026 stehen neun Haltestellen, die bis Sommer 2027 erneuert werden sollen. Von den Investitionen in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro für beide Jahre werden rund 630.000 Euro gefördert.

Der barrierefreie Ausbau und die modulare Ausstattung der Haltestellen sind zugleich wichtige Bausteine für das neue Zukunftsnetz. Mit dieser Strategie entwickelt die Stadt die Haltestelleninfrastruktur gezielt zu vernetzten, modernen Knotenpunkten für den öffentlichen Nahverkehr weiter.

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