Volker Brandt: „Vom Verwalten ins Handeln kommen!“
Um dem Mangel an Wohnraum entgegenzuwirken, will die SPD/UWG-Gruppe im Kreistag neue Möglichkeiten konsequenter nutzen und zusätzliche kommunale Instrumente auf den Weg bringen. „Wir müssen beim Wohnungsbau vom Verwalten ins Handeln kommen,“ wirbt Volker Brandt, baupolitischer Sprecher der SPD/UWG-Gruppe, für den Antrag mit dem Titel #LOSBAUEN. „Es gibt inzwischen neue gesetzliche Möglichkeiten, Förderprogramme und Instrumente. Entscheidend ist aber, dass diese vor Ort bekannt sind und auch tatsächlich genutzt werden.“
Auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene wurden in jüngster Zeit wichtige Rahmenbedingungen weiterentwickelt. Dazu gehören unter anderem der sogenannte Bau-Turbo, die Gründung der Landeswohnungsgesellschaft Niedersachsen, verschiedene Förderangebote der NBank sowie die zum 1. Juli 2025 geänderte Niedersächsische Bauordnung. Diese Möglichkeiten sollen aus Sicht der SPD/UWG-Gruppe besser für den Landkreis Osnabrück nutzbar gemacht werden. „Um das zu erreichen, soll ein Merkblatt beziehungsweise ein digitales Informationsangebot mit dem Titel #LOSBAUEN aufgelegt werden, die diese aktuellen Regelungen bündelt.
„Es soll regelmäßig aktualisiert, öffentlich und kostenfrei zugänglich sein,“ erläutert Jutta Olbricht, Vorsitzende der SPD/UWG-Gruppe und ergänzt: „Wer bauen oder Wohnraum schaffen will, darf nicht erst lange recherchieren müssen, welche Förderungen oder neuen Möglichkeiten gerade gelten. Wir wollen Informationen aus einer Hand und diese möglichst niedrigschwellig zur Verfügung stellen.“
Das ebenfalls gefordert digitale Baulandkataster für den gesamten Landkreis Osnabrück soll ein weiterer Anreiz zum Wohnungsbau darstellen, wobei die Flächenpotentiale in enger Abstimmung mit den kreisangehörigen Kommunen veröffentlicht werden sollen. „Auch Baulücken und bislang nicht entwickelte Grundstücke müssten stärker in den Blick genommen werden,“ ist Silke Depker, Mitglied des Ausschusses für Planen und Bauen aus Bad Essen, überzeugt. Daher die Forderung nach einer aktiven Ansprache von Eigentümerinnen und Eigentümern ungenutzter oder bislang nicht entwickelter Grundstücke, die für eine Wohnbebauung geeignet sind. Bestehende Siedlungsstrukturen besser zu nutzen und Wohnraum durch behutsame Nachverdichtung zu schaffen, kann dabei einen wichtigen Beitrag leisten, ohne dafür immer neue Flächen ausweisen zu müssen.
Darüber hinaus soll der Landkreis einen Förderfonds in Höhe von einer Million Euro einrichten. Aus diesem Fonds sollen junge Familien und Ersterwerbende beim Erwerb eines Grundstücks unterstützt werden können, wenn dieses für die eigene Wohnnutzung bestimmt ist. „Wohneigentum ist für viele junge Familien angesichts hoher Grundstücks- und Baukosten kaum noch erreichbar,“ stellt Jutta Olbricht fest. Mit einem gezielten Förderfonds wollen wir einen Beitrag dazu leisten, den Einstieg in selbstgenutztes Wohneigentum zu erleichtern.
„Unser Ziel ist ein Landkreis, der vorhandene Möglichkeiten nicht nur kennt, sondern aktiv nutzt. Mit #LOSBAUEN wollen wir Informationen bündeln, Baulandpotenziale sichtbar machen, Eigentümer ansprechen und mit dem Förderfonds ganz konkret Menschen unterstützen“, fasst Olbricht zusammen. „So können wir gemeinsam als kommunale Familie einen zusätzlichen Beitrag für mehr Wohnraum und mehr bezahlbares Wohnen leisten.“















