Fraktion setzte im Sozialausschuss am 2. September erfolgreich ein Zeichen
Einsamkeit ist längst kein Randthema mehr – sie betrifft Menschen jeden Alters und in allen Lebenslagen. Darauf macht das SPD-Ratsmitglied Heiko Panzer aufmerksam und rückt das Thema in den Mittelpunkt der Stadtgesellschaft: „Einsamkeit darf kein Tabu bleiben. Wir müssen sie sichtbar machen und gemeinsam handeln.“
Im Rat will sich die SPD dafür einsetzen ein kommunales Netzwerk gegen Einsamkeit und soziale Isolation aufzubauen. Dieses soll ausdrücklich nicht nur ältere Menschen in den Blick nehmen, sondern auch Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Alleinerziehende und alleinlebende Menschen.
„Gerade junge Menschen haben in den vergangenen Jahren verstärkt unter sozialer Isolation gelitten. Die Folgen sind bis heute spürbar. Die Sozialen Medien spielen bei den Jüngeren eine wesentliche Rolle, können einem aber nicht das geben, was echte Begegnungen bringen“, ergänzt Kerstin Lampert-Hodgson, SPD-Sprecherin für Sozialpolitik. „Ein Follower ist noch lange kein echter Freund fürs Leben. Ziel soll es sein, bestehende Angebote bekannt zu machen, besser zu vernetzen, neue niedrigschwellige Zugänge zu schaffen und die Unterstützung im Alltag spürbar zu verbessern“, führt Heiko Panzer weiter aus.
Im Mittelpunkt stehen dabei bewährte kommunale Ansätze: Quartiersarbeit, Begegnungsräume, aufsuchende Hilfen und zielgruppengerechte Angebote. Stadtteilcafés, Gemeinschaftsgärten oder offene Treffpunkte können helfen, Kontakte im Alltag zu erleichtern und auch zurückgezogene Menschen zu erreichen. Ergänzend sollen jugendgerechte Angebote und später Lernorte mit sozialpädagogischer Begleitung entstehen. In Osnabrück gibt es eine Vielzahl engagierter Initiativen – von kirchlichen Begegnungs-angeboten über die Telefonseelsorge bis hin zum Bündnis gegen Depressionen. Auch die Freiwilligen-Agentur oder neue Initiativen wie der Verein „Come together“ leisten wichtige Beiträge gegen Einsamkeit.
„Viele dieser Angebote sind gut – aber oft zu wenig bekannt. Und gerade für Betroffene ist der erste Schritt häufig der schwerste. Hier soll die Stadt unterstützen, Zugänge erleichtern und wo nötig finanzielle Hilfe leisten. Daneben ist eine kommunale Gesamtstrategie wichtiger Baustein. Diese soll Bedarfe systematisch erfassen, Fördermöglichkeiten prüfen und konkrete Maßnahmen für Osnabrück entwickeln. Ehrenamtliche Initiativen sollen dabei gezielt unterstützt werden“, erklären die beiden SPD-Sprecher.
„Einsamkeit ist mehr als ein individuelles Gefühl – sie ist eine Herausforderung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Teilhabe ist der Schlüssel. Als Stadtgesellschaft haben wir die Verantwortung, Orte der Begegnung zu schaffen und Menschen wieder stärker miteinander zu verbinden“, so die SPD-Politiker abschließend.















