GRÜNE wollen Programm für Baumpatenschaften ausbauen
Der Hitzesommer ist allen noch in Erinnerung. Bundesweit gab es laut Schätzung des Robert Koch Institut 15.800 zusätzliche Hitzetote. Auch in Osnabrück ächzten die Menschen unter Hitze. Zentrale Plätze waren kaum benutzbar. Die City mitten am Tag vielerorts verwaist. Osnabrück hat auf Initiative der GRÜNEN deswegen schon vor Jahren ein Klimanpassungskonzept entwickelt. Dessen zentrale Empfehlung: Grüne Finger schützen und mehr schützendes Grün pflanzen.
Eine Maßnahme ist das erfolgreiche Patenschaftsprogramm für Bäume (https://nachhaltig.osnabrueck.de/de/engagieren-mitmachen/stadtbaumpate/). „Eine tolle Idee. Hier übernehmen Bürger*innen die Kosten für das Pflanzen eines zusätzlichen neuen Baumes, nehmen die Begrünung der Stadt also selbst in die Hand – und zwar sehr erfolgreich, erläutert Luca Wirkus, die Vorsitzende der GRÜNEN. “Das Programm musste gestoppt werden und nun herrscht leider Stillstand”. Der Grund: Der Verwaltung sind schlichtweg die Standorte ausgegangen. Neue Baumspenden sind erst wieder möglich, wenn neue Baumstandorte gefunden wurden. „Das ist nicht gut. Bürgerschaftliches Engagement wird ausgebremst, der Klimaschutz geschwächt”, so Wirkus.
Die GRÜNEN wollen diese unfreiwillige Pause beim Klima- und Hitzeschutz nicht hinnehmen, fordern deutlich mehr Tempo und nehmen die Standortsuche nun selbst in die Hand.„Wie kann einer Stadt der Raum für frische Luft und notwendige Abkühlung ausgehen? Da geht doch noch viel mehr. Wir machen die Bürger*innen jetzt selbst zu grünen Stadtplaner*innen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Rat, Jens Meier.
Ausgangspunkt der grünen Initiative ist die Plakatierung zur Kommunalwahl. An zahlreichen Laternen im Stadtgebiet hängen Plakate mit der klaren Botschaft: „Hier könnte ein Baum stehen“. „Unser Plakatspruch ist keine bloße Wahlwerbung, sondern ein konkreter Arbeitsauftrag gegen die Hitze in unseren Straßen. Wenn die Stadt nicht weiter weiß, wo Bäume noch sinnvoll wurzeln können, fragen wir die Menschen, die jeden Tag durch diese Straßen gehen und machen sie so zu Gestalter*innen ihrer eigenen Stadt“, erklärt Wirkus.
„Die Stadtverwaltung hat inzwischen schon bei uns angefragt, ob wir geeignete Baumstandorte nennen können. Diesen Ball greifen wir gerne auf“, so Wirkus. Über Social Media (https://www.instagram.com/reel/Dc0ivxnIxRg/) rufen die GRÜNEN deshalb ab sofort dazu auf, ungenutzte öffentliche Flächen und mögliche neue Standorte für Stadtbäume zu melden. Diese Vorschläge werden gesammelt über die Homepage (www.gruene-os.de/stadtbaum) und an die Stadt weitergeleitet. „Wir haben in Osnabrück eine engagierte Bürgerschaft. Die Osnabrücker wollen spenden, die Verwaltung will pflanzen. Also, los geht es, damit das Baumpatenprogramm schnellstmöglich weitergehen kann. Klimaschutz schafft Politik nicht alleine, da braucht es die 170.000 Osnabrücker*innen. Denn, zusammen ist es Osnabrück“, stellen Wirkus und Meier abschließend klar.













