Ausstellung über persönliche Gegenstände von KZ-Häftlingen am Schloss Osnabrück
Nachdem die Open-Air Wanderausstellung #StolenMemory der Arolsen Archives zuletzt an der Gedenkstätte Augustaschacht in Hasbergen gezeigt wurde, ist sie nun nach Osnabrück weitergezogen. In Zusammenarbeit mit der Stadt Osnabrück zeigt die Gedenkstätte Gestapokeller die Ausstellung vom 15. bis 29. September auf dem Platz zwischen dem Schloss und der OsnabrückHalle. Der Ausstellungscontainer ist dienstags bis samstags von 14-17 Uhr und sonntags von 11-17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Im Mittelpunkt von #StolenMemory stehen der letzte Besitz von KZ-Inhaftierten und die Frage, wie es heute noch gelingt, diese sogenannten Effekten an Familien der Opfer zurückzugeben. „Effekten“ sind persönliche Gegenstände, die Häftlingen bei ihrer Ankunft in den Konzentrationslagern von den Nationalsozialisten abgenommen wurden. Oft waren es Eheringe, Uhren, Füller oder Brieftaschen mit Fotos. #StolenMemory ist eine Kampagne der Arolsen Archives zur Rückgabe dieser persönlichen Gegenstände an die Angehörigen. Über 1.000 Familien konnten seit dem Start der Kampagne 2016 bereits gefunden werden. Die Ausstellung zeigt Bilder solcher „Effekten“ und erzählt vom Schicksal von zehn NS-Verfolgten.
Seit August 2020 reist die #StolenMemory-Ausstellung mit mittlerweile vier Containern durch Deutschland und aktuell auch durch Polen und Frankreich. Ermöglicht wurde das Projekt durch eine Förderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Finanziert werden die Arolsen Archives und auch die Wanderausstellungen in Deutschland durch das Auswärtige Amt.












