Zweiter CSD in Bramsche: ein Erfolg!

Gut 300 Teilnehmende präsentierten fröhlichen Protest für ein ernsthaftes Anliegen

„Gemeinsam für mehr Sichtbarkeit“ lautete das Motto des diesjährigen Christopher Street Day (CSD) im Nordkreis. Alle, die dabei waren, erlebten einen fröhlichen Protest für ein ernsthaftes Anliegen, das die  Demonstration bei schönstem Wetter präzise bestimmte.

Sichtbarkeit war gegeben, als sich ca. 300 Teilnehmende teils bunt gekleidet am 3. Oktober auf dem Münsterplatz in Bramsche versammelten. Als es auf 12 Uhr, die Anfangszeit der Veranstaltung, zuging, schien die Teilnehmerzahl zunächst übersichtlich zu sein. Im Verlauf der (beeindruckenden) einleitenden Reden, gehalten von Nicole Ewert (erste Vorsitzende des veranstaltenden Queeren Netzwerk Bramsche), Great Cwik (zweite Vorsitzende) sowie des Bürgermeisters Heiner Pahlmann, fanden sich aber doch mehr und mehr Demonstrierende ein, so dass sich schließlich ein Zug von beachtlicher Länge auf den Weg zur Insel im Hasesee machte.

Sichtbarkeit braucht einen Gegenpart: Das dachte sich auch Peter Badstübner, der mit Begleitung zweier Musikerinnen einen Song zum Thema vortrug. Ein großer Bollerwagen nahm danach einen Lautsprecher auf, der im weiteren Verlauf die Demo beschallte. Der musikalische Höhepunkt war erreicht, als am Kreisverkehr Maschstraße/Hemker Straße/Brückenort das A-Wort aus „Schrei nach Liebe“ der Ärzte von hunderten Stimmen verstärkt duch Bramsche schallte.

Politische Lokalprominenz nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil: Filiz Polat, MdB, Michael Lührmann, frisch gewählter Bürgermeister der Nachbargemeinde Wallenhorst sowie der zukünftige Bürgermeister Bramsches Lars Reling hielten zwar keine Reden, traten aber in den Austausch mit den Anwesenden.

Eine große Schleife durch die Stadt zeigte die verschiedenen Plakate und Transparente der Demonstrierenden immer aufs Neue von verschiedenen Blickwinkeln. Angekommen an der queer-bunten „Herz-BR“-Skulptur verteilten sich die Teilnehmenden über den Platz und verbrachten noch eine Zeit mit Spielen, beim Kuchenessen am Stand des Jugendparlaments, beim Verewigen auf dem Kopftransparent des Demo-Zugs oder mehreren spontanen Fotoshootings. Ein Stand der Transberatung Weser-Ems erfreute sich gleichfalls großen Zuspruchs.

Das Orga-Team der Demo Foto Toni Theilmeier

Wie nötig so ein CSD ist, erkennt man u.a. daran, dass die „Herz-BR“-Skulptur noch am Morgen der Veranstaltung von Schmierereien gereinigt werden musste.

Mehr Bilder gibt es hier. 

 

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