Antikriegstag 2024 in Osnabrück

Sonntag, 1. September vor dem Gewerkschaftshaus: Vernehmlich gegen Krieg und Faschismus

Antikriegstag 2024 – 85 Jahre nach dem Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Polen. Einmal mehr wurde jener Gedenktag in Osnabrück in Gestalt eines breiten, unter anderem vom örtlichen DGB getragenen Bündnisses begangen. Obwohl es am Sonntagmorgen zunächst noch etwas frisch war, gestaltete sich vor dem Gewerkschaftshaus ein reges Treiben. Zwischen aufgestellten Pavillons standen und an Tischen saßen beachtlich viele, die zusammen den Antikriegstag in Osnabrück begehen wollten. In diesem Jahr geschah all dies ganz solidarisch mit einem Brunch. „Was drückt besser aus, was die Menschen dort verbindet, als das Essen zu teilen?“, brachte es Mitorganisator und DGB-Sekretär Olaf Cramm auf den Punkt.

Mit Berichten über antifaschistisches Leben, eine Antikriegshaltung oder demonstrierten Mut, sich ein friedliches, demokratisches Gemeinwesen aufzubauen, wurde deutlich, wieso diese ganz unterschiedlichen Menschen zusammen saßen. Vielsprachige Musik begleitete das Singen und Erzählen von mutigen Taten. Alles erinnerte an Geschehenes aus der Region wie in der Welt, bereichert mit aktuellen Ansagen. Über vieles wurde an schattigen Tafeln diskutiert und an facettenreichen Info-Ständen informiert. In einer belebten Sonderfläche widmete sich das jüngere „Bauvolk der kommenden Welt“ – die Wortschöpfung entstammt einem von Achim Bigus vorgetragenen, legendären Lied der österreichischen Sozialdemokratie – spielend den unterschiedlichen Möglichkeiten, sich auszuprobieren.

„Die Veranstalter*innen konnten sich auf viele Helfende und Mitwirkende verlassen. Ein gemeinschaftlich erlebter Vormittag gelang. Klar ist: Das Motto „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ braucht Solidarität und Taten – zumal am Ende des Tages allgemeines Entsetzen über die Erfolge der rechtsextremen AfD in Sachsen und Thüringen verdaut werden musste. Am letzten Sonntag zeigten interessierte und engagierte Menschen dennoch, wie es positiv gehen kann. „Was wäre das für eine Zukunft ohne solch ein solidarisches Miteinander?“, lautete das in Frageform verpackte Resümee Olaf Cramms.

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