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Montag, 16. Februar 2026

Kura/Bajus: Sanierung statt Verschleiß!

Niedersachsen startet größte Infrastruktur-Offensive seiner Geschichte

Mit dem Landesstraßenbauprogramm 2026 startet Niedersachsen eine umfassende Sanierungsoffensive für Straßen, Brücken und Radwege. Mit 170 Millionen Euro investiert das Land so viel wie nie zuvor in den Erhalt seiner Verkehrsinfrastruktur. Das bedeutet einen Mittelaufwuchs von etwa 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Anne Kura, grüne Landtagsabgeordnete aus Osnabrück, begrüßt das Programm ausdrücklich: „Unsere Infrastruktur wurde über Jahre hinweg überlastet. Das Bauprogramm 2026 setzt endlich den richtigen Schwerpunkt: Sanieren statt weiter auf Verschleiß zu fahren.“

Das Budget setzt sich aus rund 115 Millionen Euro aus dem Kernhaushalt und weiteren 45 Millionen Euro aus Sondermitteln zusammen. Zusätzlich steht eine Ausgabereserve von 10 Millionen Euro zur Verfügung. Damit gewinnt das Land nicht nur finanziellen Spielraum, sondern auch die Möglichkeit, Maßnahmen schneller und flexibler umzusetzen. Im Mittelpunkt steht die Fahrbahnerneuerung. Landesweit werden 2026 rund 200 Kilometer Landesstraße saniert. In insgesamt 76 großen Einzelmaßnahmen soll der Sanierungsstau systematisch abgebaut werden, sowohl in Ortsdurchfahrten als auch auf stark belasteten Strecken zwischen den Kommunen.

„Diese Investitionen sind vor Ort in der Region Osnabrück spürbar, hier sollen acht Fahrbahnabschnitte mit insgesamt knapp 5,6 Millionen Euro saniert werden, darunter auch die L 87 von Belm bis Icker und die L74 von Ankum bis Loxten“, so Kura. „Gute Straßen sind keine Selbstverständlichkeit. Sie entscheiden darüber, ob Menschen sicher zur Arbeit kommen, ob Busse zuverlässig fahren und ob der Wirtschaftsverkehr funktioniert.“ Ein weiterer Schwerpunkt ist der Brückenbau. Kura betont die Bedeutung dieses Ansatzes: „Brücken sind die sensibelsten Punkte im Netz. Wenn sie gesperrt oder marode sind, hat das massive Folgen für ganze Regionen. In der Region Osnabrück investiert das Land mit rund 2,5 Millionen Euro in drei Überführungen, davon zwei an der A 30 und eine an der A1. Das Niedersachsen hier gezielt investiert, ist ein wichtiger Schritt für Sicherheit und Zuverlässigkeit vor Ort.“


Auch Radverkehr profitiert

Auch der Radverkehr profitiert deutlich vom neuen Bauprogramm. Mit 26,5 Millionen Euro investiert das Land so viel wie selten zuvor in das Radwegenetz. Künftig sollen Straßensanierungen systematisch genutzt werden, um Radwege direkt mit zu erneuern oder zu verbessern. „Das ist nicht nur effizient, sondern auch klug geplant“, erklärt der Grüne-Landtagsabgeordnete Volker Bajus. „Wer Straßen saniert, muss den Radverkehr gleich mitdenken. Sichere Radwege sind ein zentraler Baustein für klimafreundliche Mobilität, insbesondere im Alltag.“

Flankiert wird das Programm durch Investitionen in die Straßenmeistereien. Erstmals werden erhebliche Mittel in Standorte und den Fuhrpark gesteckt. Bis 2035 sind dafür rund 75 Millionen Euro vorgesehen, 14 neue Spezialfahrzeuge sollen bereits 2026 in den Betrieb gehen. „Eine gute Infrastruktur braucht auch gutes Personal und funktionierende Technik“, so Bajus. „Starke Meistereien sind die Grundlage dafür, dass Straßen dauerhaft in Schuss bleiben.“

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