Hallo liebe Os-Kids,
heute ist der Tag der Weltraumforschung, zu forschen gibt es in diesem Bereich, wie ihr euch sicher denken könnt, noch unendlich viel. Der Weltraum, auch Universum genannt, ist schließlich unendlich groß. Selbst die nächsten Nachbarn sind hier viele Millionen Kilometer entfernt. Bei euch zuhause gibt es gewiss viel nähere Nachbarn. Manche kennt ihr gut und könnt sie beim Namen rufen, manche kennt ihr vielleicht nur vom Sehen.
Einen Nachbarn jedoch, den haben wir gemeinsam und alle kennen seinen Namen. Dabei ist es ganz egal, ob ihr in Osnabrück oder irgendwo im Landkreis wohnt. Es ist sogar ganz gleich, ob ihr in Europa, Amerika, Afrika, Asien oder Australien lebt, überall ist und bleibt es derselbe Nachbar.
Wie das möglich ist? Ganz einfach, Nachbar ist schon richtig, aber eher im weitesten Sinne und weit könnt ihr dabei ruhig wörtlich nehmen. Die Rede ist hier nämlich von unserem Nachbarplaneten dem Mars. Er ist mindestens knapp 55 Millionen Kilometer weit von der Erde entfernt. Am weitesten Punkt seiner Umlaufbahn sind es sogar 401 Millionen Kilometer. Klingt viel, ist es auch, aber nur für uns Erdenbewohner. Im Universum sind solche Entfernungen vergleichbar mit einem Katzensprung, von einem Babykätzchen wohlgemerkt. Denn, wie schon erwähnt, das Universum mit seinen unendlich vielen Sternen und Planeten ist unvorstellbar groß.
Der Mars ist der einzige Planet unseres Sonnensystems, der für uns Menschen in naher Zukunft erreichbar sein wird. Die ersten (sogenannten) bemannten Marsmissionen sind in Planung. Doch so etwas braucht Geduld und beste Vorbereitung, denn so eine Marsmission wird kein Spaziergang. Die Astronauten und Astronautinnen werden sehr lange unterwegs sein und mal eben wieder zurück zur Erde, falls etwas schief geht, ist nicht möglich. Natürlich darf auch nichts an wichtiger Ausrüstung und Verpflegung vergessen werden, der nächste Supermarkt ist dann nämlich ein paar Millionen Kilometer weit weg. Auch das Klima vom Mars ist alles andere als gemütlich. Oft toben dort Stürme und es wird nachts sehr kalt, bis zu minus 70 Grad. Tagsüber sind es immerhin um die 20 Grad. Das größte Problem ist der fehlende Sauerstoff, der, wie ihr ja wisst, für uns Menschen überlebenswichtig ist.
Wissenschaftler und Forscher aus aller Welt sind dabei Lösungen zu finden. Wichtige Erkenntnisse liefern und lieferten dabei Orbiter (Sonden, die den Planeten umkreisen) und top ausgestattete und supermoderne Mars-Rover (Roboterfahrzeuge). Einer, der im Jahr 2020 erfolgreich auf dem Mars landete, heißt Perseverance. Er erkundet die Gegend, sammelt Gesteins- und Bodenproben auf und macht fortwährend eindrucksvolle Bilder von der Umgebung. Fotos und Videos können zur Erde gesendet werden, doch auf die Proben müssen die Forschenden bis zur nächsten bemannten Marsmission warten, denn natürlich gibt es keinen Postkasten im Weltraum. Wenn ihr (mit Hilfe der Großen) den Namen Perseverance googelt, findet ihr atemberaubende und stechend scharfe Bilder von unserem bald nicht mehr ganz so unbekannten Nachbarplaneten. Beim DLR – das ist die Abkürzung für Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt – gibt es viele interessante Beiträge. Für Weltraumfans und Besserwisser lohnt es sich mal auf der Webseite vorbeizuschauen. Wirklich super spannend!
Auch Drache Valentin ist begeisterter Fan von Weltraummissionen, wir haben sogar ein eigenes Programm, es heißt: „Drache Valentin wird Astronaut“. Am 5. August treten wir damit in Herzlake am Torfwerk Hahnenmoor auf, vielleicht sehen wir uns dort?
Hier noch ein Basteltipp für Regentage: Bastle dir deinen eigenen Mars-Rover. Geht sicher gut mit Legosteinen, aber du kannst auch alle möglichen anderen Dinge verwenden (siehe Drache Valentins Marsrover oben im Titelbild).
Habt eine galaktisch schöne Woche!
Eure Tina Birgitta Lauffer