Robert Alferink appelliert an demokratische Verantwortung
Anlässlich des Holocaustgedenktages nahm der Oberbürgermeisterkandidat der SPD Osnabrück, Robert Alferink, an den Gedenkveranstaltungen an den Gedenktafeln am Rathaus sowie an der Stadtbibliothek teil. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Zivilgesellschaft wurde der Opfer des Nationalsozialismus gedacht.
Der 27. Januar erinnert an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im Jahr 1945. Er steht weltweit für das Gedenken an die Millionen Menschen, die durch das nationalsozialistische Terrorregime verfolgt, entrechtet und ermordet wurden, insbesondere an die sechs Millionen Jüdinnen und Juden, aber auch an die ermordeten Sinti und Roma sowie an alle weiteren Opfergruppen. Dazuzählen unter anderem Menschen mit Behinderungen, Homosexuelle, politisch Andersdenkende und überzeugte Demokratinnen und Demokraten, Kriegsgefangene sowie viele weitere, die nicht in das menschenverachtende Weltbild der Nationalsozialisten passten.

„Der Holocaustgedenktag ist ein Tag der Mahnung und ein Tag der Verantwortung“, erklärte Robert Alferink im Anschluss an das Gedenken. „Die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus darf niemals verblassen. Sie ist nicht nur Teil unserer Geschichte, sondern Grundlage unseres heutigen Verständnisses von Menschenwürde, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. “Besonders wichtig sei dabei die lokale Erinnerungskultur. Die Gedenktafeln am Rathaus und an der Stadtbibliothek machten deutlich, dass Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt nicht fern oder abstrakt gewesen seien, sondern auch in Osnabrück ihren Anfang genommen hätten.
„Gerade diese Orte erinnern uns daran, dass Unrecht nicht irgendwo geschieht, sondern mitten in der Gesellschaft. Nämlich dort, wo Menschen schweigen, wegsehen oder sich anpassen“, so Alferink. Angesichts eines zunehmenden Antisemitismus, wachsender Menschenfeindlichkeit und einer spürbaren Verrohung des gesellschaftlichen Klimas sei das Erinnern heute besonders wichtig.
„Jüdisches Leben, aber auch andere Minderheiten stehen erneut unter Druck. Das verpflichtet uns, klar Stellung zu beziehen. Gegen Antisemitismus, gegen Rassismus und gegen jede Form von Ausgrenzung und Extremismus“, betonte Alferink. Erinnerung dürfe nicht bei Gedenkveranstaltungen enden, sondern müsse Konsequenzen für das tägliche Handeln haben. Der Holocaustgedenktag sei daher nicht nur ein Rückblick, sondern auch ein Auftrag für Gegenwart und Zukunft. „Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit.
Sie muss jeden Tag verteidigt werden. Durch Bildung, durch Haltung und durch den Mut, einzuschreiten, wenn Menschenwürde infrage gestellt wird“, sagte Alferink. Abschließend unterstrich er die Bedeutung des gemeinsamen Gedenkens: „Erinnerung lebt vom gemeinsamen Innehalten. Sie verbindet Generationen und verpflichtet uns, Verantwortung zu übernehmen – damit sich das, was geschehen ist, niemals wiederholt. NIE WIEDER!













