Donnerstag, 18. Juli 2024

„Stolpersteine zwischen der Normandie und Osnabrück“

Vortrag im Museumsquartier über länderübergreifende NS-Erinnerungskultur.

Zu einem Vortrag in der Reihe „Topografien des Terrors“ lädt das Museumsquartier Osnabrück für Donnerstag, 6. Juni um 19 Uhr ein. Corinne Bouillot von der Université de Rouen referiert über „Erinnerung verbindet: Stolpersteine zwischen der Normandie und Osnabrück“. Der Eintritt ist frei. 

Am 6. Juni 1944 begann mit dem „D-Day“ und der Invasion der Alliierten in der französischen Normandie die Befreiung Europas vom Nationalsozialismus. 80 Jahre später verbindet die gemeinsame Erinnerungsarbeit zur Geschichte des Holocaust Frankreich und Deutschland. Corinne Bouillot, Dozentin an der Université de Rouen, betreut gemeinsam mit anderen Aktiven das Stolpersteinprojekt in Rouen und Umgebung (https://pavesmemoirerouen.fr/). Sie wird von ihren persönlichen Erfahrungen mit der Verlegung von Stolpersteinen in Frankreich und speziell in Rouen berichten. In der Verbindung von Geschichte und Gegenwart zeigt sich, wie NS-Erinnerungskultur eine Brücke zwischen den Nationen schlagen kann.

Das 1993/96 von dem Kölner Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufene Projekt hat sich als eine bedeutende Initiative erwiesen, die dazu beiträgt, die Erinnerung an die Opfer des Holocaust lebendig zu halten. Die mittlerweile über 100.000 verlegten Steine gelten als weltweit größte dezentrale Erinnerungsstätte. Die pflastersteingroßen Gedenktafeln, die vor den letzten frei gewählten Wohnorten von NS-Opfern verlegt werden, dienen als stille Mahnmale und erinnern daran, dass die Schrecken des Nationalsozialismus die unmittelbare Nachbarschaft betrafen.

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