Freitag, 19. April 2024

Lesung mit Tobias Rüther: Ein Generationenbild anhand des Autors des Erfolgsromans „Tschick“

Tobias Rüther mit seiner Biographie des Autors Wolfgang Herrndorf am Freitag, 12. April, um 19 Uhr zu Gast im Literaturcafé Jean Paul, Bücher Beckwermert, Frommenhof 1, in Dissen.

Die Veranstaltung und das Gespräch moderiert Prof. Dr. Kai Bremer. Veranstalter sind Bücher Beckwermert und das Literaturbüro Westniedersachsen. Der Eintritt beträgt acht Euro (ermäßigt fünf Euro). Reservierungen sind über Bücher Beckwermert, Telefonnummer 05421 934444, möglich.

Wolfgang Herrndorf gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern seiner Generation. Mit seinem Roman „Tschick“ hat er weltweit Herzen erobert, sein früher Tod – die Tumordiagnose, die Entscheidung, sich das Leben zu nehmen – bewegt bis heute viele Menschen.

Wer Wolfgang Herrndorf war, erzählt Tobias Rüther in dieser Biographie. Er folgt Herrndorf von der Kindheit in Norderstedt über das Kunststudium in Nürnberg bis nach Berlin – und in die letzten Jahre mit der Krankheit, in denen die Romane „Sand“ und „Bilder deiner großen Liebe“ entstanden und die Herrndorf in seinem Blog „Arbeit und Struktur“ festgehalten hat, einer einzigartigen Chronik des Lebens und Schreibens.

Basierend auf zahlreichen unveröffentlichten Dokumenten und Gesprächen mit Familie, Freunden und Weggefährten beleuchtet Rüther alle Facetten Herrndorfs, auch die bisher weniger bekannten: Er zeigt den Künstler, der Astrophysik und niederländische Malerei liebte, Fußball, Nabokov und Stendhal, den Akribiker, Romantiker und Internetbewohner, den hochbegabten Maler und „Titanic“-Illustrator. So entsteht das ebenso faszinierende wie bewegende Porträt eines außergewöhnlichen Menschen, der trotz der kurzen Zeit, die ihm blieb, ein großes Werk schuf – und bis zuletzt sein Leben selbst bestimmte.

Tobias Rüther, geboren 1973, studierte Geschichte und Deutsche Literatur in Berlin und St. Louis, absolvierte die Henri-Nannen-Schule und arbeitete unter anderem als Textchef beim Kunstmagazin „Monopol“. Seit 2010 gehört er dem Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ an, seit 2020 ist er verantwortlich für das Literaturressort. 2008 erschien sein Buch „Helden“ über David Bowie, 2013 „Männerfreundschaften“. Er kommt gebürtig aus Bad Rothenfelde.

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