Samstag, 20. April 2024

„Der Frieden lässt uns keine Ruhe“

Ausstellung in der Galerie im Klinikum Osnabrück vom 6. August bis zum 31. Oktober 2023

„Das Ich wählt die Perspektive, aus der es die Welt betrachtet.“ Mit dieser Haltung ist die bekannte örtliche Textilkünstlerin Ute Krugmann an das große Friedensthema herangegangen. Stille ist ihr dabei besonders wichtig, um sich mit diesem Thema, mit der damit verbundenen Idee und ebenso handwerklich auseinander zu setzen. „Stille führt zu innerem Frieden und innerer Ruhe, was dann wieder ins Außen strahlt und eine positive Wirkung auf die Umgebung haben kann“, meint die Künstlerin.

Das Gleiche wünscht sie sich vom Publikum. Gemeint ist für sie eine Haltung der Offenheit, also den Dingen und dem Leben so gegenüberzutreten, als sei man ein Anfänger oder Anfängerin und wüsste von nichts. Besucher*innen sind herzlich eingeladen, sich in diesem Sinne ganz unvoreingenommen auf die Ausstellung einzulassen. Krugmann: „Es bedeutet, Dinge ohne Vorurteil wahrzunehmen und vielleicht damit auf ganz neue Gedanken zum eigenen Leben und zum Frieden zu kommen.“

Frieden, so die Künstlerin, sei ein Prozess, an dem sich alle beteiligen können. Fragen, denen sich die Veranstaltenden widmen möchten, sind vor allem die folgenden: „Was bringt uns in Unruhe und lässt uns keinen Frieden? Wie fühlt sich Frieden an? Mit was füttern wir unseren Geist? Frieden gäbe es nur dann, wenn die Menschen gegen das Siegen wären, oder?“

Wer mit sich selbst in Frieden lebe, komme nicht in Versuchung, anderen den Krieg zu erklären. Krugmann: „Je mehr Menschen sich für Frieden stark machen, desto größer ist die Chance, Konflikte in Zukunft häufiger friedlich und vorausschauender zu lösen, eben eine Friedenskultur zu entwickeln.“

Mit diesen Gedanken entstanden aktuell bildstarke Exponate zum Frieden. Es sind typischerweise solche mit dem ganz besonderen, für Krugmann und Gleichgesinnte typischen Medium der Strick-, Stick- oder Häkeltechnik. Ute Krugmann fasst ihre Intention dabei so zusammen:
Ob sich beispielsweise der Frieden kraftvoll empor schwingt, in welchen Worten sich der Frieden versteckt, ob die richtigen Punkte verbunden werden oder ob Herz und Hirn sich gemeinsam für Bemühungen um Frieden entscheiden, er betrifft und trifft alle! Es geht um das Erkunden und Erspüren von Aspekten zum Frieden. Und beim Betrachten der Arbeiten geht es vielleicht auch darum, ganz persönliche Perspektiven zu entdecken. Mit dem Frieden beschäftigen wir uns ein Leben lang. Wir wollen überleben, wir wollen Lebensqualität.“

Die Arbeit daran, so Krugmann, sei nie „fertig“. Sie sei ein fortwährender Prozess. So sei logischerweise auch die genannte Ausstellung zum Start am 6. August ebenfalls noch nicht „fertig“. Konsequenz: Die Künstlerin persönlich wird die Präsentation der Galerie während der gesamten Laufzeit, und zwar jeden Samstag von 10-12 Uhr, weiter ergänzen oder ändern. Dabei freut sie sich auf Ideen, Fragen und Anregungen. Die Ausstellung in der Galerie ist ganztägig über die gesamte Ausstellungsdauer geöffnet. Am 8. Oktober um 11 Uhr wird dann ein sogenanntes „Soft Opening“ ohne große Reden, aber mit Zeit für Gespräche stattfinden. Norbert Ammermann sorgt dabei für eine besondere Einstimmung auf dem Sitar.

_Final_Poster Ankündigung Friedenszeichen
spot_img
spot_img
spot_img
spot_img
spot_img
spot_img
Follow by Email
Facebook
Youtube
Youtube
Instagram
Spotify