Dienstag, 27. Februar 2024

ES IST KRIEG – aktuelle Ausstellung im KunstQuartier Osnabrück

Aus aktuellem Anlass zeigt der Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler Osnabrück Arbeiten, die sich den politischen Themen der Gegenwart widmen und die verschiedensten „Kriegsschauplätze“ unserer Zeit thematisieren.

Foto: Kerstin Broszat
Foto: Kerstin Broszat

Zu dieser Gemeinschaftsausstellung im KunstQuartier an der Bierstraße und in einer Ausstellungsvitrine an der Dielingerstraße haben sich die Mitglieder des BBK Osnabrück und einige befreundete Künstler und Künstlerinnen entschlossen, um die Schrecken und Zerstörungen sichtbar zu machen und selbst zu verarbeiten.

Foto: Kerstin Broszat

Zu sehen sind bis zum 11. Juni 2022 unter anderem künstlerisch bearbeitete Fotos aus den Kriegsgebieten, Graphiken, Malereien und Bildhauerarbeiten von

Ahmed Al-Kenani, Evi Binzinger, Thorsten Böckmann, Charlotte Dally, Inge Dietrich, Johannes Eidt, Sandra Fietz, FijnnArt, Ragnar Gischas, Kerstin Hehmann, Michael Hellwig, Alexander Kapitanowski, Ruppe Koselleck, Uwe Molkenthin, Lothar Nordmann, Henrike Pracht, Jens Raddatz,Tina Schick, Katja Staats, Ulrike Schönfelder Hellwig, Jürgen Wendt, Mechthild Wendt und Regine Wolff

Foto: Kerstin Broszat

Geöffnet hat das KunstQuartier an der Bierstraße 33 in Osnabrück von Di – Fr: 14 – 18 Uhr und Sa: 11 – 16 Uhr, www.facebook.com/bbk.osnabrueck

Als die Werke umfassenden Text haben die Ausstellenden das „Kriegslied“ von Matthias Claudius aus dem Jahre 1778 ausgewählt:

’s ist Krieg! ’s ist Krieg! O Gottes Engel wehre,
Und rede Du darein!
’s ist leider Krieg – und ich begehre,
Nicht schuld daran zu sein!

Was sollt ich machen, wenn im Schlaf mit Grämen
Und blutig, bleich und blass,
Die Geister der Erschlagnen zu mir kämen,
Und vor mir weinten, was?

Wenn wackre Männer, die sich Ehre suchten,
Verstümmelt und halb tot
Im Staub sich vor mir wälzten und mir fluchten
In ihrer Todesnot?

Wenn tausend Väter, Mütter, Bräute,
So glücklich vor dem Krieg,
Nun alle elend, alle arme Leute,
Wehklagten über mich?

Wenn Hunger, böse Seuch und ihre Nöten
Freund, Freund und Feind ins Grab
Versammelten, und mir zu Ehren krähten
Von einer Leich herab?

Was hülf mir Kron und Land und Gold und Ehre?
Die könnten mich nicht freun!
’s ist leider Krieg – und ich begehre,
Nicht schuld daran zu sein!

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